Haben wir eine genetische Veranlagung uns zu berauschen?

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5 Antworten

Eine genetische Veranlagung würde ich jetzt nicht unbedingt unterstellen.

Das Problem ist, dass alles eine Sucht sein kann und somit meiner Meinung nach jeder Mensch zumindest etwas süchtig ist.

Es gibt zwei Gründe für eine Sucht:

1)

Die Substanz, die du zu dir nimmst bzw die Sache, die du gerade machst, verursacht in deinem Gehirn eine starke Ausschüttung des Glückshormons, was dazu führt, dass du dich richtig gut fühlst.

Und wer möchte sich bitte schön nicht gut fühlen?

Es liegt von daher ganz einfach in der Natur jedes Lebewesens (auch Tiere), dass man Dinge, die einem Freude bereiten lieber macht/konsumiert als Dinge, die dies nicht tun. Von daher ist jeder sucht-anfällig.

2)

Aber zumindest der Mensch verfügt auch noch über einen Verstand (bzw. sollte darüber verfügen). Dieser sollte sich regulierend auf die Bedürfnisse einstellen und einem vor Gefahren schützen.

Von daher nehmen die meisten Menschen keine illegalen Drogen zu sich, da sie über die Gefahren (negativen Konsequenzen) wissen. Ihr Verstand sagt ihnen, dass die negativen Konsequenzen schlimmer sind als die kurze Freude.

Aber dieser Kontrollmechanismus ist leider nichts 100-prozentiges. Auf gewissen Gebieten funktioniert er ganz gut, auf anderen hingegen gar nicht. Dies ist halt sehr individuell. Jeder hat halt seine Schwächen, die er kaum kontrollieren kann.

Es gibt aber Menschen, die stärker sucht-anfällig sind als andere. Entweder sind diese Menschen krank (bei ihnen funktioniert die Kontrollfunktion einfach nicht) oder sie verfügen über einen nur sehr schwach ausgeprägten Charakter.

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Es liegt in unserer Erbanlage, unser "Belohnungszentrum" stimulieren zu wollen. Der von der "Evolution" "vorgesehene" Weg dafür ist, Dinge zu tun, die dem Überleben und der Ausbreitung der eigenen Gene förderlich sind, wie Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung, bei sozialen Wesen auch Förderung des Gemeinwohls (u. a. durch Lob, Ruhm etc. verwirklicht).

Die Rezeptoren für externe Stoffe sind zumindest teilweise für körpereigene Hormone, Neurotransmitter und vergleichbare Botenstoffe "vorgesehen" (vgl. "Endorphine").

Die Stoffe, die mehr Schaden als Nutzen brachten und mit vertretbarem Aufwand verfügbar waren, als das Belohnungssystem von der "Evolution" "eingestellt" wurde, sind als Stimulantien abgeschaltet worden. Aber weil diese Prozesse im "Wettlauf" stehen mit der Entdeckung neuer Möglichkeiten, an Nahrung und sonstigen Ressourcen zu kommen; viele heutige Rauschmittel gehören dazu: sie stimulieren "zufällig" das "Belohnungszentrum", aber der Prozess, sie als Stimulantien abzuschalten, ist (im Maßstab der biologischen Evolution) gerade erst angelaufen. Aber ein "Evolutionsdruck" in Richtung Ignorieren der "externen" Rauschmittel besteht.

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Teils richtig, aber mehr nach dem Schema, wenn - dann, und nicht muss - dann, d. h. wenn die genetischen Voraussetzungen passen berauscht man sich eher und öfter und kann dadurch auch in eine Sucht rutschen, während anderen das nicht passiert.

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Kommentar von dummerharry
14.07.2017, 09:02

so hätte ich es auch gesagt ..... kommt in manchen Familien öfter vor in anderen weniger

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Nein. Berauschen hat etwas mit Realitätsflucht zu tun - man versucht damit, die negativen Aspekten des Lebens auszublenden. Ein zweiter Aspekt sind Rauschzustände aus spirituellen Gründen, bspw. um Kontakt mit den Ahnen herzustellen oder ähnliches.

Die Rezeptoren sind nicht für Drogen in unserem Gehirn, sondern für die Rezeption von im Organismus gebildeten Endophinen. Das wird mit den Drogen nur missbraucht.

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Ich würde mal sagen ja,weil unserer Gehirn auf bestimmte Sachen mit enormer Wirkung wie Düfte oder andere Sachen mit einer starken Wirkung!

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