Haben wir Chancen zu Gewinnen. Räumungsklage?

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9 Antworten

Meine Eltern einigten sich in dem versprechen dass das Dach gemacht werden würde mit diesem und Zahlten ihm einen großen Teil der eingehaltenen Miete.

Gerechtfertigte Mietminderung muss man nicht zurückzahlen!

Ich möchte noch hinzufügen:  Das in der Räumungsklage drin stand, das wir die Miete zu unrecht nicht gezahlt hätten und das keine Baumängel am Haus vorhanden wären.

Wenn Ihr Beweise habt wie das Gutachten und die hoffentlich Kopien der Mängelanzeigen, dann dürfte es schwierig werden mit der Kündigung durchzukommen.

Ich hatte schon mal eine Situation mit Schimmel wo wir in der ersten Instanz verloren hatten (der Vermieter hatte einen Gutachter beauftragt, war aber mit ihm befreundet).

In der zweiten Instanz haben durch ein unabhängiges Gutachten gewonnen.

Das hat sich alles über Monate hingezogen.

Ihr mindert die Miete um 100 %, wohnt aber weiter in dem Haus. Mein Verständnis ist hier leider am Ende, denn 100 % Mietminderung bedeutet nichts anderes, als 100 % unbewohnbar.

Wohnt ihr aber drin und die Wohnung schimmelt in allen Räumen, ist sie in der Tat unbewohnbar und ihr solltet schon aus gesundheitlichen Gründen so schnell wie möglich ausziehen. Offenbar ist das aber nicht der Fall.

Die Wohnung ist also bewohnbar und so könnt ihr allenfalls einen höheren Prozentsatz mindern, z. B. weil ihr extrem hohe Heizkosten habt, aber keinesfalls zu 100 % mindern. Das ist meine Auffassung und wenn Euer Rechtsanwalt auch der Auffassung ist, dass es korrekt ist, die Miete dem Vermieter ganz vorzuenthalten, solange das Dach nicht saniert ist, wird er Euch wohl auch gute Prozessaussichten mitteilen können.

Dann dürft ihr ihm auch glauben. Sofern ihr hier aber unsicher seid, dann dürft ihr auch unsicher sein, was die Erfolgsaussichten bei dem Räumungsprozess anbelangt.

Hier kennen wir weder Klageschrift noch deren Erwiderung. Daher ist eine Einschätzung der Chancen fast nicht möglich.

In deinem Kommentar sind einige Unklarheiten vorhanden. Haben deine Eltern die Miete um 100% gemindert oder einfach nach dem Zurückbehaltungsrecht zurückbehalten? Wie wäre zu erklären, dass sie einen Großteil der " Minderung " zurückgezahlt haben?

Einer Räumungsklage und der vorangegangenen fristlosen Kündigung kann nicht widersprochen werden. Ist die Kündigung dem Grunde nach wirkungslos, dann kann die Räumungsklage auch nicht erfolgreich sein.

Es gibt schon Unterschiede zwischen widerrufen, widersprechen und erwidern.

Euer Anwalt erfüllt nicht die Mindestanforderungen im Mandantenverhältnis. Ihr solltet den Anwalt wechseln oder schnellst möglich ausziehen, damit die Räumungsklage nicht zu einer Verhandlung führt. Allerdings bleibt ihr auf den Kosten sitzen.

Hier müsste ein selbständiges Beweisverfahren die Baumängel nachweisen. Auch eine Instandsetzungklage wäre wohl das probatere Mittel gewesen. 

Was habt ihr eigentlich erhalten? Eine Kündigung oder eine Räumungsklage? Wenn ihr eine Räumungsklage an der Backe habt, dann wurde euch die Wohnung doch längst gekündigt. Ohne Kündigung keine Räumungsklage. Habt ihr die Kündigung einfach ausgesessen, oder Widerspruch eingelegt?

Die Räumungsklage dient dem Vermieter zur zwangsweisen Durchsetzung
seines Räumungsanspruchs nach Beendigung des Mietverhältnisses.

soweit ich weiß hat er eine Kündigung geschrieben, dieser haben wir widersprochen mit Begründung der andauernden Bau Mängel (Dach usw usw), danach Kam bei uns an das er eine Räumungsklage eingereicht hat, dieser haben wir fristgerecht widersprochen

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Ich möchte noch hinzufügen:  Das in der Räumungsklage drin stand, das wir die Miete zu unrecht nicht gezahlt hätten und das keine Baumängel am Haus vorhanden wären.

Ihr habt doch einen Anwalt, der mit der Sachlage bereits vertrauter ist als wir es sind. Du solltest ihn fragen, wie die Erfolgsaussichten sind. Dafür sind Anwälte schließlich da.

Unser Anwalt ist leider schon etwas älter und gibt wenig Preis, sagt immer wir machen das schon aber ich wollte gerne mal ein paar Erfahrungsberichte haben

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Der alte Anwalt scheint aufgrund seines denkbar schlechten Rates eine demente Pfeife zu sein, die auf den letzten Metern noch ein Wenig "Honig saugen möchte"!

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Die Räumungsklage dringt (diesmal) durch. 100% Minderung setzt zwingend Unbewohnbarkeit der Mietsache voraus. Da ihr aber dort aber zuletzt mind. 18 Monate gewohnt habt, ist die unberechtigt erfolgt und gibt einen Mietrückstand von mindestens 2 Monatsmieten her, der zu fristloser Kündigung berechtigt.

Da es bereits der zweite qualifizierte Mietrückstand war (auf zwischenzeitliche Rückzahlung zu Unrecht einbehaltenenr Miete käme es nicht an) kann man den auch nicht durch erneute Bezahlung aller aufgelaufenen Rückstände abwenden.

Mein Rat - und bei der mängelhaften Wohnung muss man da garnicht zweimal überlegen - fristwahrend räumen und sich etwas besseres suchen.

Zeit dafür hatte man nun ausreichend lange und jede notwendige Zwischenlösung (Pension) bis zum neuen Mietvertrag ist komfortabler als eure Wohnung :-O.

G imager761


Es ist nicht mal eben so getan nach 10 Jahren "mal eben" so auszuziehen mit Sack und pack.

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@hannah1995ok

Ob nach 1 oder 10 Jahren: Mit guter Organisation oder einem seriösen Umzugsunternehmen geht das an ein, zwei Tagen über die Bühne.

Mit ist eher unerklärlich, wie man 10 Jahre (!) in dieser Behausung leben kann und offenbar bereit ist, weiter zu leben.

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@hannah1995ok

Wo ist der Unterschied ob man nach 1, 5 oder 10 Jahren mit Sack und Pack umzieht? Mal eben so ist das auch nach einem Jahr nicht getan. Allerdings hattet ihr doch ausreichend Zeit. Eine Räumungsklage gibts nicht von heute auf morgen. Aber ihr habt gegen die Kündigung Widerspruch eingelegt. Um weiter in einer mängelbehafteten Wohnung zu wohnen? Hier ist doch was faul. Jeder normal denkende Mensch würde innerhalb der 10 Jahre längst ausgezogen sein, als sich die von dir beschriebenen Mängel anzutun.

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Sicher ist, Anwalt hin oder her,  die Tatsache, dass Sie per Räumungsklage  rausfliegen aus dem Haus, weil Sie dort recht feuchtfröhlich wohnen und keinen Cent Miete bezahlt haben.

Das hätte selbst ein noch so unfähiger Anwalt wissen müssen, das sowas garnicht geht!

Pech gehabt! - Sucht Euch was hübches Trockenes!

Ich glaube du machst dir das zu einfach, wir haben die Miete aus SEHR gutem Grund gemindert. Immer wieder gezahlt 8 von 10 Jahren aber es ist nie was gemacht worden, irgendwann würdest du auch mal sagen jetzt ist Schluss, jetzt währe ich mich

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@hannah1995ok

Sie können keine Miete zu 100 % kürzen und dennoch wohnen bleiben!

Das ist ein Widerspruch in sich!

Wäre die Bude explodiert oder bis auf die Grundmauern niedergebrannt und so  zu 100 % unbewohnbar geworden, dann hätten Sie 100 % kürzen dürfen.

So aber haben Sie sich grob verfehlt und fliegen nun raus aus dem Haus!

Ich hätte mich da vollkommen anders verhalten als Sie das getan haben - Unmut und Wut sind halt keine guten Ratgeber.

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also mal ehrlich, ich würde ohne Klage aus einer solchen Hütte freiwillig ausziehen!

Das wollen wir auch demnächst gerne aber mit Hund und meiner Mutter (schwerbehindert) ist es nicht so einfach etwas neues zu finden, besonders nicht unter Zeitdruck und besonders nicht wenn der Vermieter die angeblich "ungerechtfertigten" Mietrückstände haben möchte.

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@hannah1995ok

Selbstverständlich stehen dem Vermieter die unberechtigt einbehaltenen Mieten zu!

Diese sehr teure Erfahrung werden Sie in Kürze ebenfalls zusätzlcih zur Zwangsräumung noch machen!

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