Haben Wahabiten und Salafisten mit dem Islam zu tun?

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9 Antworten

Das dürfte ein ähnlicher Vorgang sein, wie er auch hierzulande noch vor Jahrzehnten üblich war. Die einzelnen Religionen sehen sich als einzige Vertreter, die den "wahren" Glauben parktizieren und halten alle anderen für keine "echten Gläubigen".

So bezichtigten die Katholiken die Evangelen, keine echten Christen zu sein und die Evangelen behaupteten, die Katholiken hätten die christliche Botschaft der Bibel nicht verstanden.

So ist es auch heute noch häufig im Islam. Die Schiiten halten sich für die einzig echten Moslems und sprechen anderen, die Allah anbeten und sich auf den Koran beziehen, wie z.B. Sunniten und Aleviten ab, echte Moslems zu sein. Genauso ist es andersrum. Die Sunniten halten sich für die einzigen, die die Wahrheit kennen und sprechen den anderen ab, echte Moslems zu sein.

Die von dir zitierte Aussage dürfte daher von Schiiten stammen, die alle Sunniten und Aleviten für keine Moslems halten.

Diese Auffassung, als einziger die "absolute Wahrheit" zu kennen und als einzige den "echten Glauben" zu praktizieren, ist die Ursache für religiöse Konflikte und religiöse Gewalt. Das war hierzulande in der Vergangenheit so und das ist heute innerhalb des Islams noch so.

Von Außen betrachtet ist dies allerdings nicht nachzuvollziehen. Da muss jeder, der sich selber als Moslem bezeichnet und Allah als Gott verehrt, als Moslem betrachtet werden, weil von Außen betrachtet die innerislamischen Diskussionen zur "wahren" Theologie völlig unbedeutend sind.

 

Es ist typisch für religiöse Fanatiker, dass sie nur ihre eigene Auslegung eines Glaubens für "richtig" halten.

Wenn also ein Moslem irgendeine islamische Glaubensrichtung als "nicht muslimisch" bezeichnet, enttarnt er sich dadurch als fanatischer Fundamentalist.

Es sind islamische Untergruppen, wie bei den Christen evangelisch, katholisch oder orthodox.

Der Salafismus ist eigentlich Wahhabismus.

Der Begriff Salafist wird hier in Europa falsch verstanden, und manche meinen es wäre eine Sekte.

Der Wahhabismus ist eine sunnitische Glaubensform die immer stärkeren Zulauf erhält. Man kann davon ausgehen, dass der komplette nordafrikanische Raum schon wahhabitisch ist.

Begünstigt wird der Wahhabismus durch die Ursprungslage in Saudi Arabien. Da sich dort Mekka, Medina und die vier maßgeblichen Rechtsschulen sunnitischer Glaubensform befinden, ist der Einfluss des Wahhabismus sehr weitreichend und wachsend.

Liefern deine Gesprächspartner auch Argumente? Wenn ja, welche? Wenn nicht, dürfte die Gegenbehauptung genauso ausreichen, dass Iran und Saudi-Arabien sehr wohl islamische Staaten sind. Was auch ausreichen sollte, um die Frage nach Wahabismus, Salafismus, Takfirismus und Islamtum zu beantworten.

Wahabiten und Salafisten gehören zum Sunnitischen Islam. Wo du etwas anderes gehört hast, würde mich mal interessieren. Wären wohl "Fake News".

Dies Länder sind nicht nur muslimisch sondern islamistisch. Dass heisst, sie gehören zu denen, die den Islam noch weitestgehend so nutzen, wie es Mohammed tat, indem sie einen Gottesstaat führen, bei dem die Gesetze auf der Religion basieren. Davon ausgehend wollen sie die Weltherrschaft anstreben, so wie Mohammed es wollte

Salafisten und Wahabiten sind Muslime aber eben eine Sekte die vor ca 200 Jahren aus einer Reformbewegung entstanden ist. Ihre Hauptunterschiede zum sunnitischen Mainstream Islam ist die Ablehnung Verstorbene und Propheten als Vermittler zu nehmen und dass sie zu den vier Rechtsschulen ein etwas distanzierteres Verhältnis haben, wenn gleich viele Salafisten sich anscheinend der hanbalitischen Rechtschule nah fühlen.

Es gibt weder Wahabiten noch salafisten. Wahabiten sind Leute die Abdul Wahhab damals gefolgt haben, das waren ganz normale Muslime. Wahhabiten sind also Muslime. Die salaf sind die 3 Generation nach dem Gesandten saws.. es gibt also schon Lange keine "salafisten" mehr. Sie trugen lange Bärte und breite Kleidung so wie es Muslime tun sollten. Deshalb werden solche Muslime als Salafisten abgestempelt.

1988Ritter 07.07.2017, 13:45

Ja nee is klar.

Das die Salafisten als eigene Partei in Ägypten schon im Parlament gesessen haben ist Dir entgangen ?

Das sich die meisten Marokkaner zum Wahhabismus auch namentlich bekennen, ....nicht mitbekommen ?

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ArbeitsFreude 07.07.2017, 15:20

Zu ergänzen wäre noch, dass Wahabiten die allerschlimmsten und allervernageltsten Hardliner des Islam sind, die den Frauen das Leben zur Hölle machen!

Wenn Dich ein Beispiel interessiert, lieber Malequian, lies "Der zerrissene Schleier" von Carmen bin Ladin (geb. Iranerin und Ex-Schwägerin von Osama bin Ladin)

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Sie behaupten beide, den alleinseligmachenden Islam zu vertreten.

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