Haben Vegetarier tatsächlich die Liebe zu den Tieren gefunden oder ist es einfach IN?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

Anderes 44%
Es ist einfach IN 31%
Sie lieben Tiere tatsächlich 24%

19 Antworten

Anderes

Um auf Fleisch oder Tierprodukte im Allgemeinen zu verzichten gibt es viele Gründe. Das fängt damit an, dass die Tiere die in unserer Gesellschaft getötet und gegessen werden, auf genau die gleiche Weise empfindungsfähig wie wir. Das, was wir ihnen antun, nehmen sie sicher genau so wahr, wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Sie mögen nicht unseren Intellekt haben, aber um zu Leiden braucht man keinen Intellekt. Dabei gibt es in den Industrienationen der ersten Welt heute keine Notwendigkeit mehr Tiere zu essen oder als Rohstoffquelle auszubeuten. Kein Tier will ausgebeutet werden, kein Tier will eingesperrt sein, und kein Tier will sterben.

Hinzu kommt, dass viel zu viele Menschen viel mehr Fleisch essen, als überhaupt ökologisch verträglich produziert werden kann. Die moderne Nutztierhaltung ist einer der größten Einzelposten des menschengemachten Klimawandels. Allein die Mengen an Treibhausgasen welche die Tiere selbst produzieren machen 15 % am Gesamtvolumen aus, und da sind die CO2 Emissionen für Haltung, Schlachtung, Verarbeitung, Lagerung und Transport noch gar nicht eingerechnet. Hinzu kommt der große Zusatzaufwand an Energie, Wasser und Nutzflächen. Dazu kommt der exorbitante Ressourcenverbrauch. Es müssen durchschnittlich sieben und in manchen Fällen bis zu 33 Kalorien pflanzliche Nahrung aufgewendet werden, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Die moderne Nutztierhaltung vernichtet tatsächlich mehr Nahrungsmittel, als sie produziert.

 In Deutschland werden 40 % der Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter in Beschlag genommen. Auf vielen dieser Flächen könnte auch Nahrung direkt für den Menschen angebaut werden. Trotzdem müssen noch ca zwei Drittel der Eiweißfuttermittel für Nutztiere in Deutschland aus dem Ausland importiert werden. 2016 waren das 2,37 Millionen (!) Tonnen. Diese stammen hauptsächlich aus Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern, wo für den Anbau der Regenwald brandgerodet wird.

 Die Entsorgung der Fäkalien verseucht das Grundwasser mit Nitrat, und die Ammoniak-Ausdünstungen sind die größte Feinstaubquelle im Land. So lange das alles so ist, ist jeder, der bereit ist kein Fleisch mehr zu essen, ein Segen für Mensch und Umwelt. Für die Tiere sowieso.

Außerdem gibt es mittlerweile viele Daten die zeigen, wie sich das Risiko von Zivilisationskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen mit dem Anteil an Fleisch und weiteren tierischen Nahrungsmitteln in der Ernährung erhöht.

  • „Earthlings Trailer“ nur in Schriftverkehr. Einige zum Denken bringen.
2

Das diskriminiert Vegetarier! Vegetarier sind aus gesundheitlicher Überzeugung keine Veganer! Diese beiden Gruppen in einen Topf zu werfen ist eine Beleidigung für die Vegetarier!

Warum müssen Veganer immer missionieren? Seid Ihr eine Religion? Seid Ihr diejenigen, die alleine den Durchblick haben? Allein seeligmachende Veganer, oder wie?

1
@iQhaenschenkl
  • Hä was geht den mit Dir jetzt ab?
  • Wo hat denn jetzt Berwin missioniert? Er hat doch nur die komplexen verschieden Variationen der Fakten aufgezählt, was individuell bei einigen zutreffen könnte, weil er auch Erfahrung hat, nach all den Jahren mit der Veganismus und Vegetarismus.
2
Anderes

Ich denke das kann verschiedene Gründe haben. Ich bin selbst Vegetarier und zwar aus Tierliebe, allerdings gibt es bestimmt auch welche die Vegetarier sind, weil sie in sein wollen. Andere sind es vielleicht aus gesundheitlichen Gründen. Man kann das nicht verallgemeinern, aber letztendlich ist es ja auch deren Sache ob und warum sie Vegetarier sind.

Ich persönlich finde es aber gut dass es immer mehr Vegetarier gibt. Ob aus Tierliebe oder um in zu sein ist ja im Prinzip egal. Je mehr Vegetarier es gibt, umso weniger Tiere werden getötet und gegessen.

LG

Anderes

Auch hier kann man nicht alle über einen Kamm ziehen, da es verschiedene Gründe gibt.

Fleisch zu essen ist nicht ökologisch, anderen Leuten steht das Tier im Vordergrund und wieder Andere sind Nachahmer.

Früher gab es eigentlich Mehrheitlich nur Vegetarier, von Veganern hörte man nichts. Heute habe ich eher das Gefühl, dass es mehr Veganer als Vegetarier gibt. Das mag auch sein weil sie lauter sind und auch Aufsässiger, Militanter.

Was dann auch gefährliche Ausmasse annehmen kann. So lösten Veganer an einem Anhängerzug alle Radschrauben. Der Lastwagen verunfallte natürlich, zum Glück kamen dabei nicht Leute ums Leben. Er hätte grad so gut auf ein Familienauto kippen können und alle erdrücken.

Ich finde es richtig, wenn man bewusster isst allerdings kann man sein Credo nicht allen anderen Leuten aufdrücken sondern einander respektieren und zwar nicht nur in Bezug auf das Essen.

Sonst wird es sekti(e)risch .

ALLES kann gefährliche Ausmaße annehmen, aber Veganger grundsätzlich sind nicht so hirnamputiert wie diese, die die Schrauben an dem Zug gelöst haben. Vegan sein heißt nicht, kriminell sein.

Toleranz ist hier, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, eine Grundvoraussetzung, Respekt, wie Du auch schreibst, sowieso.

2
@dasadi

Das stimmt, es sind Einzelaktionen von Fanatikern, die dann ein schlechtes Licht auf das wirft, was sie als Doktrin sehen.

Mir ist das schon klar....es fiel mir einfach auf, dass Vegetarier und Allesesser einander kaum bekehren oder belehren wollten...und Veganer schon oft krass reagieren, wenn man sagt ich esse Fleisch.

0
@Prinzessle

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Mode-Veganer, die gerade erst vegan leben, eher intolerant sind. Die Menschen, die es ernst meinen und schon lange so leben, sind vollkommen tolerant. Mein Sohn isst gern Fleisch, seine Partnerin ist seit vielen Jahren vegan. Das funktioniert wunderbar. Wenn die beiden zu Besuch kommen, ist es für mich auch kein Problem, für sie vegan zu kochen. Ich lerne gern dazu, und ich bin auch kein Freund davon, gedankenlos Fleisch in sich reinzustopfen. Ich habe als Jugendliche einige Jahre vegetarisch gelebt, mein Haushalt heute wird mit wenig Fleisch geführt.

1
@dasadi

Das sieht bei mir ähnlich aus und ich gebe dir recht...es sind die Veganer die wie Pilze aus dem Boden schiessen und nicht diejenigen die die sich lange damit befasst haben.

En Guete,=Mahlzeit bei euch.

0
@dasadi
Die Menschen, die es ernst meinen und schon lange so leben, sind vollkommen tolerant.

da liegst du leider falsch und pauschalisierst.

0
@wickedsick05

Ich habe meine Erfahrungen geschildert, und damit liege ich weder falsch noch pauschalisiere ich.

0
Sie lieben Tiere tatsächlich

Ob die "Neuen" auch so sind, weiß ich nicht.

Ich bin damals vor über 10 Jahren in Schlachthöfe gegangen und habe mir die Fleischproduktion angesehen, weil ich wissen wollte, wo mein Essen her kommt. Habe halt dort ein Praktikum gemacht und habe teilweise Dinge erlebt, die mich in meiner Meinung (Veggie zu sein) nur bestärkt haben.

Aber einfach blind sagen: "Alle Schlachthöfe sind brutal und grausam und ich esse kein Fleisch weil es böse ist", wollte ich auch nicht.

Ja, ich liebe Tiere, habe selbst mehrere Hühner hier, die friedlich leben dürfen ohne Eierlege-Zwang (von einem ehem. Bauernhof, der nach dem Tod des Bauerns an seinen Sohn überging, der aber mit Landwirtschaft nix am Hut hat), Hamster aus schlechter Haltung, Pferde (teilweise aus schlechter Haltung, teilweise Zuchtunfälle/ nicht als Sportpferd zu gebrauchen, teilweise "falsche Rasse für den falschen Sport" gekauft).

Ich esse seit über 10 Jahren kein Fleisch, seit 3-4 Jahren keine tierischen Produkte mehr.

Ich habe es auch Tierliebe und Liebe zu meiner eigenen Gesundheit gemacht. Aber was die Veggies von Heute dazu antreibt kann ich schlecht beurteilen.

Anderes

Vegetarismus kann verschiedene Gründe haben: z.B. Trend, Gruppenzwang, dem Partner/der Partnerin zuliebe, Geschmack, Gesundheit, Tierliebe, Umwelt......

Was möchtest Du wissen?