Haben Therapeuten eine Schweigepflicht gegenueber bei minderjaehrigen gegenueber den eltern?

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4 Antworten

Was genau auf einer Traumastation gemacht wird, kann ich dir auch nicht sagen. Es hängt sicher auch sehr davon ab, was du brauchst und ob du überhaupt mitarbeiten willst.

Egal was da geredet oder gemacht wird oder was du erzählst, die Therapeuten haben absolute Schweigepflicht, auch deiner Mutter gegenüber.

Wenn du mal völlig anonym ein vertrauensvolles Gespräch führen willst, da gibt es die www.nummer-gegen-kummer.de
Da sind Mensch, die sich mit den Problemen von Kindern und Jugendlichen auskennen, grade auch mit deinem speziellen.
Und wenn die gar nicht wissen, wer du bist, können sie auch nichts weitererzählen.

Solange du in dir verschließt, was geschehen ist, wirst du Drogen oder Alkohol brauchen, um dich abzuschießen, wenn die Bilder wieder hoch kommen.
Das einzige was hilft, ist reden, reden, reden - immer und immer wieder im Kreis, bis es dir zum Hals raus hängt. Nach einer Weile merkst du, daß es nicht nur im Kreis ist, sondern eine Spirale. Es geht langsam aufwärts, der Schmerz läßt ganz allmählich nach.
Du wirst nie vergessen können, was geschehen ist. Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Aber du wirst lernen können, damit zu leben, ohne Betäubungsmittel wie Alkohol oder andere Drogen zu brauchen.

Dein Vater hat dich zum Opfer gemacht. Er hat das Schlimmste getan, was ein Vater mit seinem Kind tun kann. Anstatt dich mit seinem Leben zu beschützen, hat er dir weh getan.
Aber bitte, bleibe kein Opfer. Es ist Zeit vergangen, du bist älter und stärker geworden. Befreie dich und laß dir dabei helfen. Laß nicht zu, daß er noch Jahre und Jahrzehnte später dein Leben vergiftet. Lebe dein Leben, nicht das, was er daraus macht.
Mach die Therapie, öffne dich den Therapeuten, damit sie dir helfen können. Sie sind nur für dich da. Es geschieht, was du willst und was du nicht willst, geschieht nicht. Sie dürfen nicht und werden nicht mit deiner Mutter über das reden, was du ihnen anvertraust.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
DasDackodil

NicoleKG2000 05.04.2016, 22:45

Als ich zur Diagnostik in der Klinik war hatte ich das Gefuehl das die Betreuer mich ausgelacht haben wenn ich in meinem Zimmer am weinen war und deshalb habe ich Angst mich den Therapeuten anzuvertrauen , weil ich Angst habe das die mich auch auslachen koennten..

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Dackodil 05.04.2016, 23:05
@NicoleKG2000

Ich kann und möchte mir nicht vorstellen, daß Betreuer über ein Kind mit solchen Erlebnissen lachen.
Du schreibst in einem Kommentar weiter unten, es sei dir peinlich. Nicht du bist es, der etwas peinlich sein muß. Aber vielleicht kommt daher daß Gefühl, daß die Betreuer über dich lachen. Das ist jetzt ein bißchen das, was ich Küchenpsychologie nenne. Ich bin kein Psychologe und kenne dich überhaupt nicht, aber ich kann mir deine Qualen sehr gut vorstellen. Und ich weiß aus Gesprächen mit anderen, daß viele dieses Gefühl haben.
Auch das Gefühl, selbst schuld zu sein oder das Geschehene heraus gefordert zu haben.
DU BIST NICHT SCHULD!!!!!
Du warst ein Kind. Dein Vater hat sich unverzeihlich verhalten.
Kein fühlender Mensch kann darüber lachen.
Die Psychologen und Betreuer in solchen Kliniken haben ihren Beruf ergriffen, weil sie Menschen wie dir helfen wollen, weil sie mit ihnen mitfühlen, nicht weil sie es lächerlich finden.

Taste dich langsam an Gespräche heran. Erzähl nur ein bißchen und schau, wie es dir damit geht. Es ist deine einzige Chance, damit es dir besser geht und du irgendwann ein normales glückliches Leben führen kannst.
Vertue diese Chance nicht. Es ist dein einziges Leben und du kannst 90 Jahre alt werden. Möchtest du 75 weitere Jahre mit diesen Bildern leben und unter ihnen leiden?
Du mußt die Therapeuten nicht lieben. Betrachte sie als Werkzeuge oder Medizin, die dir bei deiner Gesundung helfen.

Weiter unten fragst du auch, ob eine Therapie nach 4 Jahren überhaupt noch hilft. Ja, das tut sie. Und du bist ja früh dran, bei dir sind die Chancen sehr gut, daß es super hilft.
Andere finden erst nach 40 Jahren den Weg in eine Therapie. Erspare dir den langen Umweg und fang jetzt an gesund zu werden.

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Dackodil 05.04.2016, 23:10
@Dackodil

Mir stehen die Tränen Oberkante.
Ich würde dich so gerne in den Arm nehmen und trösten.

Fühle dich ganz doll gedrückt.

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Der Therapeut steht genau wie ein Arzt unter Schweigepflicht, diese gilt auch gegenüber deinen Eltern. Allerdings solltest du trotzdem unbedingt mit deinen Eltern reden. 

Hallo NicoleKG2000,

 selbstverständlich besteht für alle Ärzte und Therapeuten die Schweigepflicht, Du musst es ihnen nur richtig sagen was Du willst. Und was machen die Therapeuten so mit Dir, nun erst einmal werden sie mit Dir über Deine Probleme sprechen, das ist sehr wichtig für Dich. Damit wirst Du in die Lage versetzt diese Probleme zu verarbeiten und eventuell zu einer Lösung zu führen. Ohne Verarbeitung für Dich kommen diese Probleme immer wieder im Kopf und wollen gelöst werden. Deshalb ist Reden für dich Gold.  Sprich mit Deinen Therapeuten ehrlich über alles was Dich bewegt, nur so kommst Du aus dem Teufelskreis heraus. Und glaube nicht, dass da ebbend nur ein Gespräch hilft, unzählige solche Gespräche führen zum Ziel. Bedenke dies. Lass Drogen und Ritzen einfach sein, das reißt Dich nur weiter runter, alles Andere ist Trugschluss.

Ich wünsche Dir alles Gute

hardty

NicoleKG2000 05.04.2016, 22:24

Das ist jetzt schon mittlerweile 4 Jahre her.. Ich bin jetzt 15.. Hilft eine Therapie nach 4 Jahren noch ?

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hardty 05.04.2016, 22:32
@NicoleKG2000

auch nach 4 Jahren sind die Probleme wohl bei Dir noch nicht verarbeitet, nutze die Chance und brich nicht einfach ab, weil Du glaubst, es hilft wohl doch nicht.

hardty

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Sag es deiner Mutter!
Oder willst du das er das gleiche mit deiner Schwester macht?

NicoleKG2000 05.04.2016, 22:09

Nein ich moechte nicht das er das auch mit meiner Schwester macht ich glaube aber nicht das er das auch tut , weil meiner grossen Schwester hat er das auch nicht angetan...

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