Haben sich die Gewässer im laufe der Evolution verändert zb. mehr Qualität erfahren?

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1 Antwort

Mit der Evolution hat das zwar nichts zu tun (sie beschreibt nur die Entwicklung des Lebens), aber ja, Gewässer haben sich im Laufe der Erdgeschichte verändert. 

Durch die Kontinentalverschiebung entstanden immer wieder neue Seewege, wenn zwei Kontinente sich trennten, beziehungsweise wurden verschlossen, wenn sie zusammenstießen. Auch der Meeresspiegel schwankt stetig, so lag er in der mittleren Kreidezeit wegen der vulkanischen Auffaltung des Meeresbodens mehr als 130m über dem heutigen Niveau. In der Eiszeit jedoch, als sehr viel Wasser in den Gletschern gebunden war, lag der Meeresspiegel dagegen niedriger, so dass man trockenen Fußes von Sibirien nach Alaska oder von Frankreich aus nach England laufen konnte.

Flüsse ändern ihren Verlauf ebenfalls ständig, auch ohne Einflussnahme durch den Menschen. Wenn sich Gebirge auf ihren Mündungswegen erheben, können sie sogar ihre Verlaufsrichtung ändern: der Rhein floss zum Beispiel vor langer Zeit einmal nicht nord- sondern südwärts ins Mittelmeer und der Amazonas von Ost nach West in den Pazifik.

Seen haben die kürzeste erdgeschichtliche Lebenserwartung von allen anderen Gewässern. Es gibt heute keinen See mehr auf der Erde, der älter ist als ca. 20 Millionen Jahre (Baikalsee). Seen werden durch absterbende Biomasse irgendwann aufgefüllt oder kippen um, um erst zu Sumpfgebieten zu werden und schließlich ganz zu verlanden. Wenn sie keine natürlichen Zu- und Abläufe haben (wie ein Kratersee oder auch ein Baggersee), vollzieht sich dieser Prozess sogar noch schneller. 

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