Haben sich Antikörper gebildet bei den Pestwellen im Mittelalter?

5 Antworten

Selbst schwerste Infektionskrankheiten wie Ebola, Aids oder eben die Pest rotten niemals alle Menschen aus, weil es in einer genetisch vielfältigen Art immer ein paar Individuen gibt, die zufällig gegen den Erreger immun sind, sei es weil ihr Immunsystem stärker ist oder weil bestimmte Rezeptoren an den Zellen fehlen, die der Erreger zum "Andocken" im Körper braucht. Diese Leute bleiben dann am Leben, während die anderen aussterben, und können ihr "immunes" Erbgut an ihre Nachkommen weitervererben. Angeblich wirkt sich die im Mittelalter erworbene Pest-Immunität sogar noch in den heutigen Mitteleuropäern aus, weil es sie für bestimmte andere Infektionskrankheiten weniger anfällig macht als beispielsweise Afrikaner, Asiaten oder Indianer, mit deutlich niedrigerer Sterbequote im Erkrankungsfall (fällt nur heute nicht mehr auf in Zeiten moderner Medizin und zahlreicher Vorsorgemöglichkeiten z. B. durch Impfung). Einen weiteren "Schutz" bot die Vereinzelung, die Pest ist ja auf Flöhe als Hauptüberträger oder auf direkte zwischenmenschliche Kontakte angewiesen, und als die Bevölkerung nach den ersten Epidemien deutlich ausgedünnt war und die Überlebenden sich aus Angst vor Ansteckung voneinander fernhielten, brach die Übertragungskette zusammen, die Erkrankten, die es noch gab, starben schneller weg als jemand anders sich anstecken konnte.

Wer die Pest überstanden hatte - es starben ja nicht alle - der hatte bestimmt Antikörper, die ihn bei der nächsten Pestepidemie schützten.

Am effektiven Infektionsschutz kann es nicht gelegen haben, denn die Vorstellung von Krankheitserregern war den Menschen im Mittelalter fremd. Man vermutete wahlweise eine Strafe Gottes oder eine Vergiftung des Wassers oder böse Mächte/Hexenwerk oder üble Ausdünstungen aus der Erde.

Die Pest ist eine der vier international vorgeschriebenen Quarantänekrankheiten. Expositionsprophylaxe, Schutzkleidung, Chemoprophylaxe bei möglichem Kontakt (mit Tetracyclin). Beseitigung des Reservoirs durch Vernichtung der Flöhe und anschließender Bekämpfung der Nager. Eine Schutzimpfung mit einem Totimpfstoff ist möglich, die Schutzrate hierbei ist allerdings niedrig. Nach durchgemachter Infektion besteht eine langanhaltende Immunität, es wurden jedoch schon Reinfektionen beschrieben. Quelle: Robert-Koch-Institut

Es gibt allerdings auch Theorien, die von genetischen Voraussetzungen ausgehen:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region/anthropologie-immun-gegen-die-pest-1381159.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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