Haben nicht die Wickinger Amerika entdeckt?

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8 Antworten

Der Begriff des "Entdeckens" ist ziemlich relativ und zwingend auf die jeweilige Perspektive abzustimmen. Nach allem, was die Forschung herausgefunden hat, ist davon auszugehen, dass die Wikinger einige Jahrhunderte vor Columbus in Amerika waren. Auch da lebten allerdings schon eingeborene Stämme in Amerika, die bereits Jahrtausende zuvor mutmaßlich über die Inselbrücke bei Alaska aus Asien eingewandert waren. Man könnte auch diese indigenen Einwanderer als "Entdecker" bezeichnen...

Columbus hat allerdings mit der (Wieder)Entdeckung Amerikas (wenn auch irrtümlich als Indien bezeichnet) Amerika in das Bewusstsein der europäischen Großmächte gerückt. Erst ab diesem Zeitpunkt haben sich die damaligen Groß- und späteren Kolonialmächte um Amerika einen Kopf gemacht, sodass man von der sozio-kulturellen Bedeutung her zumindest aus mittel- und südeuropäischer Sicht durchaus von einer Entdeckung sprechen kann.

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Die ersten Menschen kamen wohl im Zeitraum von vor 15000 - 12000 Jahren aus Nordostasien nach Nordamerika (früher ging man von einer Besiedelung über eine Landbrücke aus, heute spricht auch recht viel für eine (Erst-)Besiedelung entlang der Küste unter Zuhilfenahme von Booten). Allein darüber gäbe es noch mehr zu schreiben.

Dass Wikinger - oder besser gesagt: eine kleine Gruppe von Isländern, die zuvor bereits auf Grönland gesiedelt hatten - in Neufundland waren, ist inzwischen recht gut belegt. In L'Anse-aux-Meadows, im Norden der Insel, fand man eine skandinavische Kleinsiedlung, die nur kurzzeitig in Gebrauch war. Inklusive einer Schmiede.

Dieser Fund passt durchaus zu den beiden schriftlich festgehaltenen Schilderungen der Isländer (wobei aber nicht alle Details klar sind; ob Leif Eriksson darunter war, weiß man nicht mit Sicherheit, ist aber gut möglich). Ältere Suchaktionen nach entsprechenden Funden in Süd-Neufundland waren nicht erfolgreich.

Die Klimaveränderungen (es wurde kälter) brachten die Nordmänner aber dazu, sowohl die Neufundland-Siedlung als auch die Häuser im Süden Grönlands aufzugeben. Von Kontakten mit Ureinwohnern ("Skraelinger" genannt) wurde von beiden Stellen berichtet.

Übrigens wusste man auch in Deutschland von diesen Reisen (Adam von Bremen). Größere Bedeutung maß man der Sache aber ansonsten nicht zu.
Im Prinzip hatte man lediglich ein paar große, aber ansonsten recht unwirtliche Inseln entdeckt. Schien nicht sehr relevant zu sein.

Dagegen erschien ein paar hundert Jahre später das, was Columbus zu erzählen hatte, wesentlich interessanter.

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Ja, das ist durchaus so. Allerdings steht in der Wiki auch warum:

Unter der Entdeckung Amerikas versteht man die erste Sichtung des amerikanischen Kontinents durch Seefahrer aus dem europäischen Zivilisationsraum. Obwohl bekannt ist, dass bereits um das Jahr 1000 Grænlendingar − unter Leif Eriksson – amerikanischen Boden betraten, gilt heute allgemein Christoph Kolumbus als Entdecker Amerikas, da erst nach seiner Entdeckung der Karibik am 12. Oktober 1492 die kontinuierliche Erkundung und schließlich Kolonisierung des Kontinents durch die europäischen Nationen begann, weshalb dieses Datum einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit markiert.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Entdeckung_Amerikas

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Kommentar von EisvogelEowyn
21.06.2016, 11:38

Ok , vielen Dank☺️

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Die Wikinger sind in Amerika gelandet (Stichwort: Vinland) und haben  dort Siedlungen gegründet. Allerdings waren sie nicht dauerhaft dort. Sie sind von den Eingeborenen wieder vertrieben worden.

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Kommentar von mineralixx
21.06.2016, 13:26

Nein, damalige Klimaveränderungen haben den Wikinger-Siedlungen die Lebensgriundlage entzogen. Es wurde für Anbau und Viehhaltung zu kalt und feucht. Als sie ankamen, war dort noch Weinbau möglich (daher ihre Bezeichnung "Vinland" für dies Gebiete). "Klimawandel" hat es schon immer gegeben.

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Exakt das mit den Wikingern habe ich auch mal im TV gesehen.

Warum das geschichtlich nicht mal geändert wird, keine Ahnung.

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Kommentar von Halbammi
21.06.2016, 11:38

Weil die Wikinger dort keine Forschungsarbeit und keine Besiedlung durchgeführt haben. Wenn es danach geht müsste man sagen das die Indianer irgendwann Amerika entdeckt haben.

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Kommentar von woflx
21.06.2016, 11:41

Was genau soll denn "geändert" werden?

Daß die Reisen des Columbus eine Entwicklung in Gang gesetzt haben, die bei den Wikingern nicht stattgefunden hat, ist nunmal Fakt und kann nicht nachträglich revidiert werden.

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Kommentar von mineralixx
21.06.2016, 13:27

Den Wikingern war (im Gegensatz zu den Entdeckungsreisenden des 16. Jahrhunderts) überhaupt nicht bewußt, dass sie sich in "Vinland" auf einem anderen Kontinent befanden. Sie haben es also nicht "gesucht und entdeckt".

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Dieses Thema wurde hier schon des öfteren besprochen... Ja ,es waren unter andrem auch die Nordmänner welche bereits vor Columbus mal vorbei geschaut haben..

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Erinnert mich Grad voll an jarow xD aber ich denk die vikinger waren davor schonmal in Amerika jedoch hat Kolumbus den ganzen fame auf sich gezogen .

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Sagt man,  stimmt und macht auch Sinn. Aber keine Beweise. Wenn du welche finden würdest wärst du ein wissenschaftlicher Held/in und man würde dir in Skandinavien Denkmäler setzen und Strassen und Schulen nach dir benennen.

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