Haben Motorräder kürzeren Bremsweg als Autos?

8 Antworten

Ausnahmsweise muss ich hier mal "Effigies" Recht geben. Motorräder haben aus 100km/h bis zum Stillstand einen Bremsweg von um die 40 Meter. Während selbst stinknormale Autos auf 37 oder 38 Meter kommen. Sportwagen gar um die 33 bis 34 Meter. Die Corvette Z06 hat in dieser Disziplin mit 30,5 Metern einen Rekord in der Geschichte von "Auto Motor und Sport" aufgestellt.

Ausnahmsweise ......

Da machst du aber was falsch,  ich hab nämlich immer recht ;o)

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@Effigies

...ich hab nämlich immer recht ...

Ja, sicher doch...Ich hab' Dich ja auch lieb. Schönes Wochenende noch.

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Theoretisch hängt der Bremsweg nur von der Haftreibung ab, die wiederum nur von der Reibwertpaarung Gummi/Asphalt abhängt.

In der Praxis hat das Auto aber wegen des günstigeren Schwerpunktes und der breiten Auflage eigentlich immer die Nase vorne. Durch die Verteilung der Kräfte auf 4 relativ große Auflageflächen die recht weit von einander entfernt sind fallen Störungen wie Schmutz auf der Fahrbahn, Fahrbahnunebenheiten usw einfach weniger ins Gewicht. Beim Motorrad konzentriet sich die ganze Kraft auf eine Gummiflächer nicht größer als eine Zigarettenschachtel. Und da wirkt sich eben jede Bewegung der Federung, jeder Schmutzkrümel, jeder Wassertropfen  auf der Fahrbahn und jede Verwindung im Fahrwerk sofort aus.

Außerdem kann beim Motorrad die dynamische Achslastverteilung über 100% gehen, was bedeutet das das Heck des Motorrades nicht mehr nach unten sondern nach oben beschleunigt wird  => Purzelbaum! 

In der Praxis bedeutet daß, daß die besten Motorräder grade so die 40m Marke (aus 100km/h) unterschreiten, wärend wirklich gute Sportwagen unter 34m liegen.

man würde beim schnellen bremsen eher stürzen und die Maschine auf dem Boden schliddern also eher nicht

wir gehen davon aus, dass der motorradfahrer das richtige bremsen beherrscht. zugegeben: ist leider nicht standard.

annokrat

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Ein durchschnittliches Motorrad hat bei 100km/h einen Anhalteweg von 130m. Wie das bei Autos aussieht, weiß ich nicht :3

es geht hier um den reinen bremsweg. beim anhalteweg kommt deine spezifische geistige leistungskraft zum tragen. wenn diese eben einer reaktionszeit einer schlaftablette entsprechen sollte, könnte durchaus ein anhalteweg von 130m zustande kommen.

bei durchschnittlich geistig leistungsfähigen menschen wird dieser anhalteweg eher bei 50m liegen.

annokrat

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@annokrat

wenn diese eben einer reaktionszeit einer schlaftablette entsprechen sollte, könnte durchaus ein anhalteweg von 130m zustande kommen.

Mit solchen Fähigkeiten hätte Prinz Valium aber keine erwähnenswerte Überlebensschance auf der Straße.  ;o) 

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Der Bremsweg eines modernen Motorrades sollte sich bei 100km/h den 40m annähern. Mit eher sportlichen Reifen und nem guten Fahrer unterschreiten sie auch mal die 40m.

Demnach hätte dein Durchschnittsfahrer bei 28m/s einen Reaktionsweg von 90m was ne Reaktionszeit von  3,2s entspricht.  In der Zeit können sich die meisten Fahrer die ich kenne vor dem Bremsen noch ne Kippe anzünden oder nen Kaugummi auspacken. 

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Physikalisch betrachtet hängt der Bremsweg von der Geschwindigkeit, der Masse, der Haftreibung der Reifen und des Straßenbelags, und nicht zuletzt von der Reaktionszeit des Fahrers ab. Wenn ein Auto die doppelte Masse wie das Motorrad hat und das Motorrad auf 2, das Auto auf 4 Rädern abgebremst wird, ist der Bremsweg bei gleicher Haftreibung der Reifen und gleicher Reaktionszeit der Lenker gleich - zumindest theoretisch.

Physikalisch betrachtet hängt der Bremsweg von der Geschwindigkeit, der Masse, der Haftreibung der Reifen und des Straßenbelags,

Da hat aber einer in der Schule nicht aufgepasst. Die Masse kommt in der Gleichung nirgends vor, bzw da sie sowohl direkt in die Bremskraft, als auch in die Reibung eingeht kürzt sie sich raus.   

Die Anzahl der Räder hat auf die Reibwertgleichung auch keinen Einfluss.

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@Effigies

Hat Herb was anderes ausgesagt?

Die Konstanz oder Unabhängigkeit der Reibung von der Fläche ist nur eine Näherung.

Genau das hat er sogar betont!

Und so nebenbei, man sollte schon die Näherungen kennen, bevor man sich mit den Feinheiten beschäftigt.

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Willst Du mir einreden, dass ein Fahrrad und ein 3,5 Tonner bei gleicher Anfangsgeschwindigkeit den gleichen Bremsweg haben? Und dass 2 Räder die gleiche Oberfläche und die gleiche Reibung haben wie 4 Räder?

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@Herb3472

Willst Du mir einreden, dass ein Fahrrad und ein 3,5 Tonner bei gleicher Anfangsgeschwindigkeit den gleichen Bremsweg haben?

Nö, der 3,5tonner bremmst viel besser als ein Fahrrad. Das liegt aber nicht an der Zahl der Räder oder dem Gewicht, sondern an der Lage des Schwerpunktes, und den Bremsen.

Und dass 2 Räder die gleiche Oberfläche und die gleiche Reibung haben wie 4 Räder?

Oberfläche nicht, aber Reibung natürlich schon. Erinnerst du dich ned an den Schulversuch mit den Holzklötzchen? Den hat doch jeder gemacht.

http://crysta.physik.hu-berlin.de/~ines/Experimente/VL_3/Haftreibung_wz.pdf

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@Effigies

Nicht Alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Nach dem 1. Newtonschen Gesetz ist die Masse sehr wohl bestimmend für die Trägheit eines Körpers. Je größer die Masse, desto träger ein Körper und somit sein Bestreben, seine Bewegung beizubehalten.

Auch Dein Beispiel mit den Holzklötzchen hinkt, denn dabei ist von ruhenden Körpern die Rede. Wenn man bremst, muss die Bremskraft auf die Straße gebracht werden. Und welche Kraft man aufwenden kann, ohne dass das Fahrzeug durch die Gegend schlittert, ist vom Reifenmaterial, vom Reifenprofil und der Auflagefläche, vom Straßenbelag und von dessen Zustand (trocken, nass, ölig) abhängig.

Deinen Holzklötzchen-Physikunterricht lässt Du also besser dort, wo er hingehört - im Klassenzimmer. Es geht um die Bremskraft, die man auf die Straße bringen kann, und nicht primär um die Haftreibung.

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@Herb3472

Es geht um die Bremskraft, die man auf die Straße bringen kann, und nicht primär um die Haftreibung.

Besser kann man seine Unfähigkeit Zusammenhänge zu kapieren nicht in einen Satz fassen. ;o)

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@Herb3472

Nicht Alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Das werde ich in meine Sprüchesammlung aufnehmen.

Ich bin jetzt seit Monaten nicht Motorrad gefahren, insofern ist mein Eifer etwas verflacht.

Und als Radfahrer hat man nur 2 Feinde, Autofahrer und Fußgänger, niemals Motorradfahrer.
Als Autofahrer nur Autofahrer.
Fußgänger und Radfahrer mangel ich über, wenn sie es drauf anlegen - und ich es nicht verhindern kann.

Als Motorradfahrer kann man dankbar sein, wenn man den Tag überlebt hat, denn da hat man nur Feinde. Mich hat schon mal ein Fahrradfahrer zu Boden geschickt, Fahrerflucht incl.
Da kann man schlecht emotionslos bleiben.

Emotionen sind gut und richtig. Man sollte sie anerkennen und hinnehmen. Die wahren sachlichen Tatsachen klären sich durch die Überzahl der Experten. Da muss man nicht nachhaken.
Und wenn Wissen und Sachlichkeit nicht die Meinungshohheit haben, dann heißt es "beim Abschied leise Servus".

Hier ist das aber nicht in Sicht, also sein gnädig. Wir alle wissen es doch eigentlich.

Versöhnlichen Gruß an beide Streithähne,
սoʇʍəN әɯoɹәԸ sɐաօч⊥

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Effigies Wenn ich im Winter Langlaufen gehe, dann packe ich jedoch lieber meine schmalen Skier ein. Ich denke(!) man kann die Reifen bei der Bremsung nicht so leicht mit dem Klötzchen Schulversuch vergleichen, da es etwas konplexer scheint. Du kannst mich aber gerne aufklären. Die Sache fuchst mich wirklich

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