Haben Menschen die Welt kapitalistisch gemacht?

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"Haben Menschen die Welt kapitalistisch gemacht?" die, die davon profitieren.

"Oder leben wir in einer kapitalistischen Welt?" momentan und teilweise. Reinen Kapitalismus gab es nicht, wenn der Markt alles regeln würde, und es keine andere Regulierung gäbe, würde das sicher in eine Diktatur führen (Ein Monopol und Militär und Presse wäre vollständig gekauft) Wenn es keine Steuern gäbe, gäbe es keine Schulen usw.

Demokratie und ein Staat, der den Menschen dient sorgt dafür, das es den meisten einigermaßen gut geht (Soziale Marktwirtschaft), wenn auch mit leichtem Bias aufgrund gekaufter Medien, die Angst vor Alternativen machen und viele Menschen dazu bringen, gegen ihre Interessen zu wählen. Beispiel: die Illusion der Freiheit. Marktliberalismus hat nichts mit Freiheit der Menschen zu tun, im Gegenteil. Wer wenig Geld hat ist im Rahmen der gemachten Spielregeln rel. unfrei. Ins besondere, wenn man gezwungen ist, sich in bestimmten Ländern für wenig Geld zu Prostituieren, für fast nichts täglich lange zu Arbeiten usw.

Kapitalismus wird anerzogen siehst du täglich im Fernsehen. Er lebt von Illusionen und Angst z.B. vor Abstieg. Durch diesen Druck steigt der Wert des Geldes, was wiederum denjenigen nutzt, die viel davon haben. Die wiederum wollen, das das so bleibt und versuchen ihre Ideologie des Marktliberalismus durchzusetzen und Gegenentwürfe zu bekämpfen. Meist propagandistisch über Medien (Springer usw.) aber auch Militärisch durch Putsche (z.B. viele in Südamerika früher, Pinochet usw.)

Was wäre besser? Ist Kapitalismus schlecht?

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@Adalbertt

ich könnte mit einem gesunden, geregelten Kapitalismus leben, der durch Regulierung Chancengleichheit gleiche Regeln für alle garantiert und Krieg, Ausbeutung usw. vermeidet. Momentan ist es Mist (global gesehen).

Theoretisch könnte ich mir auch so etwas, wie Kommunismus vorstellen, damit meine ich aber nicht den, den sich Diktaturen auf die Fahnen schreiben.

Das würde wirklich Freiheit bedeuten, freie Bildung für alle, jeder macht, was er gut kann und will, Resourcen gäbe es genug wenn man Synergieeffekte, Automatisierung, nachhaltige Energie, Wissenschaft usw. nutzen würde und sich nicht gegenseitig durch Konkurrenz und Missgunst blockieren würde.

Ist aber momentan nicht vorstellbar, weil das ein Gegenentwurf zur momentanen Ideologie wäre, die über alle Kanäle gepredigt wird. Die Menschen sind momentan anders erzogen und von Angst und Illusionen getrieben.

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@tomxxxx

Was bedeutet für dich im finanziellen Sinne Chancengleichheit? In der Kapitalismus

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@Adalbertt

gleiche Startbedingungen, z.B. durch kostenlose, Bildung. Und Absicherung bei unverschuldeten "Pech". Evtl. günstiger Rechtsbeistand usw. Kinder, die in Armut reingeboren werden sollten nicht benachteiligt werden. Jeder sollte gleichermaßen die Freiheit haben sich zu entfalten und aus seinem Leben was machen zu können. Z.B durch öffentliche Förderung und gute Infrastruktur.

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danke für den Stern:)

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Nein. Die wirtschaftliche Entwicklung ist mit der Loslösung des Bürgertums von der Macht der Kirche und Feudalherren so gelaufen. Zusammen damit entstand eine freie, von Kirche und Staat nicht reglementierte Wissenschaft, als deren Anwendungen dann die Industrie mit den Maschinen entstand. Um große Industrieunternehmen zu finanzieren, brauchte man Kapital, so nannte man Geld, das dem Konsum entzogen und in die Wirtschaft investiert wurde. Diese Entwicklung wurde dann von unterschiedlichen Autoren - nicht nur Marx/Engels - Kapitalismus genannt und die einzelnen Definitionen waren auch unterschiedlich.

Die wirtschaftliche Entwicklung ist ein ständig voranschreitender Prozess und der sog. Kapitalismus der marxchen Zeit um 1850 hat sich seitdem extrem verändert und es ist fraglich, ob diese Bezeichnung noch sinnvoll und sachgemäß ist. Ausbeutung, Hass und Neid und Kriege und Ausplünderung von Menschen durch Menschen gab es natürlich auch vor der Zeit, die dann Kapitalismus genannt wurde und ist nicht dessen Spezialität. Im Gegenteil, in den feudalen Zeiten davor, im Mittelalter und noch davor war Armut noch viel schlimmer und weiter verbreitet. Wenn Du Dir die Entwicklung der Bevölkerung anschaust, dann ging sie bis zu 19. JH sehr langsam und ist dann mit der Industrialisierung und dem Fortschreiten der Wissenschaft sprunghaft angestiegen.

Menschen, die eine mehr materialistische Einstellung und solche, die eher eine idealistische Einstellung hatten, gab es schon immer, durchzieht die ganze Philosophie und Ethik seit der Antike. Das ist auch keine Erfindung des sog. Kapitalismus. Das gehört zu den menschlichen Eigenschaften unabhängig von der jeweiligen Wirtschaftsverfassung.

Die Starken, die Rücksichtlosen, aggressive Kämpfernaturen, Durchsetzer, Führungspersönlichkeiten, sind im Kampf um die Macht bisher in der Weltgeschichte immer die erfolgreichsten Menschen. Dies muss bei weitem nicht immer zum Vorteil der ihnen zugehörigen Gruppe sein.

Kapitalismus ist die aggressivste Art des Wettbewerbs.

Wirtschaftlicher Erfolg bringt automatisch auch Macht über andere mit sich.

Und was ist mit Intelligenz? Ein „dummer“ Aggressiver hätte keine Chancen in der Wirtschaft. Wie können solchen Menschen sich noch in den Spiegel abends oder früh schauen. Respekt

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@Adalbertt

Von "dumm" habe ich nichts geschrieben. Am schlimmsten sind die emotionslosen Intelligenzler. Die schauen auch emotionslos in jeden Spiegel.

google mal: 028 Führer der Völker bei wissen2015.wordpress

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@binaadoo1

Was ist ein emotionslosen Intelligenzler?😂 kenne nur emotionaler Intelligenz

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