Haben manche Professore solche Einstellung im Studium Maschinenbau?

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2 Antworten

Vorweg:

Es wird nirgends so viel unterschätzt wie in Studiengängen, die manchmal im NC "etwas lockerer" sind - das wird gleichgesetzt mit "LEICHT". Völlig falsch!

Hier:

Eine Klausur ist ein Leistungsnachweis = Arbeit PRO Zeit. Das hat mit dem dummer Weise gleichen Begriff an heutigen Schulen und Gymnasien so viel gemein wie die Kuh mit der 5-Tage-Woche. In beliebiger Zeit - so manche Professoren - könne schließlich "jeder" (das ist natürlich übertrieben) die Aufgaben - das sei nicht der Sinn des Tests (da stimme ich wieder zu).

Manchmal wird eine Wertung auch progressiv durchgeführt: das heißt dann, dass nicht die Dinge mit vielen Punkten linear bewertet werden, die man irgendwie angefangen hat, sondern vor allem die, die man erfolgreich auch abgeschlossen hat. Das hat seinen Sinn, ist aber nicht ganz so üblich. (...er will, dass die Ergebnisse stimmen...)

Nach meiner langjährigen Erfahrung ist eine Klausur reine Übungssache. Ohne wirklich gründliche Vorbereitung und vorige studienbegleitende Nacharbeit des Vorlesungsstoffes mogelt sich da NIEMAND in den technischen Disziplinen mehr durch. Wer dieses Arbeiten nicht rechtzeitig lernt oder begreifen will, ist schneller von der Uni weg, als er faul sein kann...

Die Schwierigkeit steigt sogar noch mit der Zeit, und zwar gewaltig! Die meisten guten Studenten haben sich aber an diese Arbeitsweise gewöhnt und können dann so richtig "Gas" geben.

Ich spreche hier ausschließlich für Unis und technische Hochschulen, den Rest kann ich NICHT vom Studienverlauf her beurteilen (also Master). 

Noch ein sozialer Aspekt:

Es macht absolut keinen Sinn, wie es in manchen Geisteswissenschaften sich leider organisatorisch nicht anders gestalten lässt, erst mit einem zeitlich sehr weit fortgeschrittenem Studium festzustellen, wer für das Fach geeignet ist und wer nicht. Da haben so manche Studenten dann, die endgültig durchfallen, sonst zu viel Lebenszeit und Geld vergeudet - für "nichts", weil es bis dahin ja nichts zählt.

In den Ingenieurwissenschaften und vermutlich auch Naturwissenschaften läuft das strenger und zu Beginn auch mehr "schulisch" ab - mit starker Filterwirkung gleich von Anfang an. Wer das nicht begreift, .....

Ich will dich nicht verunsichern, aber du kommst so richtig ans arbeiten, wenn du weiter kommen willst - das steht fest. Da sind die obigen Fragen irgendwie später "Peanuts". Vorteil von viel Fleiß: mehr Verständnis, mehr Erfolg, und irgendwie platzt dann der Knoten und dir macht das Fach auch Spaß. Ist das aber nicht der Fall, dann suche dir bitte etwas aus, das dir auch wirklich liegt. Abrackern soll sich jeder, aber Abmühen nicht - wenn es zum Quälwerk wird, bist du mit diesem speziellen Studium auch überfordert - das will keiner.

Ich wünsche dir daher viel Erfolg und darüber viel fachlichen Spaß am Studieren - ja, das geht!

Tipp für alle Studenten: nutzt doch die Sprechstunden der Assistenten aus! Mein Chef hatte da immer gesagt: "...dafür werden Sie bezahlt, den Studenten zu helfen, das ist Ihr Job!...."

Ohne nähere Kenntnisse über den Kurs, die Prüfung, die Aufgaben und die Bewertung kann man da schlicht keine begründete Antwort geben. Dass bei einer Prüfung einiges gefordert wird, ist normal und richtig. Dass die Ergebnisse stimmen sollen, ist doch klar, oder was hast du denn erwartet?

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