Haben Legierungen automatisch eine Metallbindung oder haben Legierungen eine andere chemische Bindung?

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2 Antworten

es gibt grundsätzlich 2 verschiedene arten von (metall)legierungen. solche wie zb messing (kupfer/zink) bei denen die komponenten eine binding eingehen (physikalisch) und eutektische legierungen bei denen eine komponente in 'zwischenräume' der anderen komponente eingelagert ist.

 

bei eutektischen legierungen liegt der schmelzpunkt der legierung UNTER dem schmelzpunkt der niedriger schmelzenden komponente (zb. lötzinn 60% zinn / 40% blei - ca 180°C) antimon zb. ist zu vielen anderen metallen
eutektisch.

 

bei ölen spricht man allerdings auch von sogenannten legierten und unlegierten ölen. für motoren mit silberlagern (pleuel/kurbelwelle) wie ältere Rolls Royce flugmotoren dürfen nur UNlegierte öle verwendet werden da sonst das silber oxydiert und den trieb beschädigt!

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https://de.wikipedia.org/wiki/Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

Lies auf dem Link folgenden Absatz.

"Darstellung der Phasen im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm"

Dort wird deine Frage beantwortet.

Denn nicht jede Legierung wird ausschließlich mit Metallen gebildet.

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kleinkirmit 30.11.2016, 20:40

ah ja ... und c ist ein metall ...

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kleinkirmit 30.11.2016, 21:00
@kleinkirmit

c ist ein eisenbegleiter wie phosphor (heissbrüchigkeit) oder schwefel (kaltbrüchigkeit). allerdings ist c in vielen fällen erwünscht um die härte von stahl zu erhöhen (korngrenzen) oder in höheren mengen für gusszwecke. (grauguss)

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Kefflon 30.11.2016, 21:47
@kleinkirmit

Frage: Ist eine Legierung automatisch eine Metallbildung?

Meine Antwort: Nein, es können auch Mischkristallbindungen vorliegen.

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kleinkirmit 01.12.2016, 01:08
@Kefflon

meine antwort: dann ist es aber keine LEGIERUNG!

 

eisen wird nicht mit c zu stahl legiert sondern aufgekohlt! legieren bedeutet bei metallen sie in flüssigem zustand zu vermengen. dies ist KEINE chemische binding denn sonst könnten legierungen im 2. aggregatszustand nicht abseigern - sich entmischen durch die unterschiedliche dichte!

 

ob eine legierung eutektisch ist oder nicht hängt von der relation von kohesion und adhesion der komponenten ab.

(zb. unterschied glas - wasser oder glas - quecksilber!)

 

darüber hinaus können auch werkstücke aus c-armen stählen an der oberfläche im festen zustand aufgekohlt werden um sie oberflächenhärtbar zu machen. dies ist ein reiner diffusionsprozess im glühenden zustand und hat ergo mit legieren nichts zu tun.

 

somit handelt es sich nicht um legierungen wenn stahl aufgekohlt wird.

 

als mischkristalle wird die kristallstruktur bezeichnet (flächen oder raumzentriert) die durch schnelle abkühlung in einem status 'eingefroren' werden kann um die umorientierung bei langsamem abkühlen zu unterbinden. es können somit beide kristallformen zugleich in stahl auftreten wobei der c immer an die korngrenzen gedrengt wird und somit eingebettet ist.

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Kefflon 01.12.2016, 01:52
@kleinkirmit

1. Legierung bedeutet nicht das es nur aus Metallen bestehen muss.

2. Egal ob Stahl gehärtet wurde oder nicht, auch im Kern ist Kohlenstoff vorhanden. Du hast es schon richtig angedeutet. In der Außenhaut von gehärtetem Stahl ist der Kohlenstoffgehalt höher, aber der Kern ist kein reines Eisen.  

3. Eine Legierung ist keine Chemische Bindung. Behandelt man gehärteten Stahl(hoher Kohlenstoffgehalt) zu lange mit Salzsäure, ätzt diese den Kohlenstoff aus dem Material heraus. Bei einer chemischen Bindung wäre dies unmöglich. Aber  Eisen-Kohlenstoff bildet keine Moleküle.

keine Moleküle = Legierung

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