Haben Kläger einen Anspruch darauf, das ergangene Urteil in Textform zu erhalten?

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7 Antworten

Ein Strafurteil geht dich nichts an. DA DAS vERFAHREN ABER ÖFFENTLICH IST; KANNST DU JA BEI DER uRTEILSVERKÜNDUNG DABEI SEIN: Wenn du zivilrechtlich gegen den Vermieter vorgehst, bekommst du natürlich ein Ausfertigung des Urteils.

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Kommentar von baukurs
30.08.2013, 13:28

SoSo, das Strafurteil geht mich nichts an. "Wenn du zivilrechtlich gegen den Vermieter vorgehst, bekommst du natürlich ein Ausfertigung des Urteils." Scheint mich wohl doch was anzugehen? "Wenn du zivilrechtlich gegen den Vermieter vorgehst, bekommst du natürlich ein Ausfertigung des Urteils." Gibt es da irgendwo eine Rechtsgrundlage? Wo?

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Das Urteil geht den Beteiligten auf Kläger- wie auch Beklagtenseite schriftlich zu.

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Kommentar von baukurs
30.08.2013, 13:33

Die Überschrift ist zwar irreführend: statt „Kläger“ müsste es „Geschädigte“ heißen, aber der Text eindeutig: es geht nicht um Zivil- sondern um Strafrecht, und ich will wissen, ob man als „Geschädigter“ nach dem Prozess Anspruch darauf hat, das Urteil in Textform zu erhalten?

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Wenn Deine Strafanzeige weiter verfolgt wird, dann klagt die Staatsanwaltschaft gegen den Vermieter und nur diese Parteien erhalten das Urteil.

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Weil du nicht Kläger bist, hast du auch keinen Anspruch auf das Urteil. Du kannst aber von einem Rechtsanwalt Akteneinsicht nehmen lassen und dir das Urteil (ggf. Teilweise geschwärzt) kopieren lassen.

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Kommentar von baukurs
30.08.2013, 13:14

Ich als Geschädigter arbeite seit Wochen jeden Tag stundenlang an dieser Strafanzeige: Internetrecherche, zwecks Beweissicherung ermitteln + fotografieren, Strafanzeige schreiben und wieder + wieder umformulieren, stundenlange Streitereien mit stupiden und/oder faulen Polizisten, die u.A. keine Strafanzeige aufnehmen wollen, weil der geschilderte Sachverhalt (=Betrug=) angeblich Zivilrecht ist, die sich überdies tagelang geweigert haben, zur Beweissicherung zu erscheinen (5 min. Fußweg von der Wache!), etc. etc. Und dann soll ich einem Rechtsverdreher viel Geld dafür nur dafür zahlen, dass er Rechtsverdreher ist und einen kurzen vorformulierten Brief schreibt? Nein, danke!

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Das Urteil wird auch Deinem Anwalt geschickt. Er kann es Dir bestimmt Kopieren. Ob Du ein Anrecht auf die schriftliche Urteilsbegründung hast kann ich Dir leider nicht sagen. Viel Erfolg

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Was Du geschildert hast ist ein Strafverfahren, da bist Du kein Kläger, allenfalls Zeuge. Somit bekommst Du auch kein schriftliches Urteil und hast auch keinen Anspruch darauf. Allenfalls als Nebenkläger, dafür brauchst Du aber einen Anwalt. Die Anklage vertritt die Staatsanwaltschaft und die bekommt auch ein schriftliches Urteil, genau so wie der Verurteilte.

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Kommentar von jurafragen
30.08.2013, 12:47

als Nebenkläger, dafür brauchst Du aber einen Anwalt

Nein, auch ein Nebenkläger braucht keinen Anwalt. Der Nebenkläger kann sich durch einen Anwalt vertreten lassen. Er muss aber nicht, § 397 (2) StPO.

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Kommentar von baukurs
30.08.2013, 13:58

„Was Du geschildert hast ist ein Strafverfahren, da bist Du kein Kläger ...“ Schon klar. Wenn man in der Überschrift „Kläger“ durch „Geschädigter“ ersetzt, passen Überschrift und Frage zusammen. „ … da bist Du kein Kläger, allenfalls Zeuge.“ Falsch: ich bin nicht nur Zeuge, sondern auch Geschädigter. Aber Du hast ja ohnehin alles richtig verstanden – der Tip „Nebenkläger“ ist super!

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Kläger ist der Staatsanwalt, der bekommt ein schriftliches Urteil genau wie der Beklagte. Du, als Zeuge aber nicht.

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Kommentar von baukurs
30.08.2013, 13:25

Ich will nicht in Abrede stellen, dass Du in Bezug auf die Rechtspraxis Recht hast, es wäre allerdings für mich nicht nachzuvollziehen, da ich nicht nur "Zeuge", sondern auch "Geschädigter" bin und derjenige, der mich geschädigt hat, wohl kaum ein höherwertiges "schützenswertes Interesse" daran hat, das Ergebnis des Strafverfahrens zu verheimlichen als ich, genau dieses Ergebnis zu erfahren - z.B. in Hinblick auf Schadensersatz- bzw. Rückforderungen. Der Verweis darauf, dass ich mir ja (nur für die Erlangung des Urteilstextes!) einen Anwalt nehmen könne, kommt einer Nötigung gleich, denn für die Einreichung einer Zivilklage benötige ich bekanntlich KEINEN Anwalt, und für die Durchsetzung dieser Klage ist eine Verurteilung des zivilrechtlich Beklagten in sozusagen gleicher Sache extrem förderlich.

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