Haben Juristen einen besseren deutschen Stil als Germanisten, weil sich Germanisten viel mit alter Literatur auseinandersetzen?

5 Antworten

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Zunächst einmal lernt man aus "alter" Literatur keinen schlechten Stil sondern die Vielfalt der deutschen Sprache. In aller Regel kann man von Germanisten in Sachen Stil einiges lernen.

Dann ist der Sinn juristischer Sprache die Eindeutigkeit und Unmißverständichkeit, nicht die sprachliche Ästhetik. Ein juristischer Text bringt von der Schönheit einer Sache soviel zum Ausdruck wie eine Schwarzweiß-Aufnahme von den Farben einer Blume, nämlich gar nichts. Aber das ist ja auch nicht seine Aufgabe.

Es gibt allerdings einen Juristen, dessen Ausdruck durch seinen kulturellen Hintergrund und seine berufliche Tätigkeit geprägt ist, womit er einen eigenen Personalstil ausgebildet hat, ein vergleichbar schlichtes, angenehmes Deutsch: Ferdinand von Schirach.

Nein, definitiv NICHT!

Viele Anwälte z.B. Juristen sind zwar gut in ihrem Fachbereich, doch ihr Deutsch außerhalb des juristischen Fachchinesisch ist oft von höchstens durchschnittlicher Qualität. Juristen in den Erfrischungsräumen deutscher Universitäten gelten bei Studenten der philosophischen Fakultät eher als einfach gestrickt.

Genau so ist es - so ähnlich wie bei Ärzten, den akademischen Handwerkern

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Wenn du Gesetze gelesen hast und das verquirlte Deutsch, das in manchen juristischen Texten steht--dann stellst du diese Frage nicht mehr.

Germanisten lesen nicht nur alte Texte. Die deutsche Sprache verändert sich ständig und deshalb muss ein Germanist auf der Höhe der Zeit bleiben.

Sicher nicht. Der Juristenstil ist manchmal nicht auszuhalten.

nicht nur mit "alter" Literatur ! Juristen-Deutsch ist oft so unverständlich wie Äerzte-Deutsch --- und die Germanisten wären beleidigt, wenn man sie mit deren "Deutsch" vergliche.

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