Haben Innereien einen hohen Nährwert? Ist es ratsam mehr Innereien zu essen?

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5 Antworten

Die meisten von uns nehmen fast täglich Innerreien in Form von Wurst zu uns. Innerreien mögen Nährstoffreich und Vitaminreich sein, aber gerade Leber und Niere enthalten auch viele Schadstoffe und Medikamentenrückstände. Deshalb sollte man Innererien nicht bedenklos verzehren. Bei Hirn sollte man, auch wenn nur untersuchte und freigegebene Stücke verkauft werden dürfen, nicht zuletzt wegen BSE skeptisch sein. Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel sollten nur hin und wieder Innereien zu sich nehmen. Ansonsten ist es Geschmackssache. Die Begeisterung ein Euter auf dem Teller zu haben kann ich leider nicht mit dem Vorredner teilen, ebensowenig wie für Kutteln, Bries oder Hoden.

Innereien haben bis vor wenigen Jahrzehnten zum normalen Speiseplan dazugehört und sind absolut nichts Schlechtes, sondern wirklich eine Bereicherung und Abwechslung. Leider sind im Zuge der Verbesserung unseres Lebensstandards die Innereien in Vergessenheit geraten bzw. wurden in die Arme-Leute-Ecke gestellt. Das ist völliger Unsinn. Man kann wunderbar schmackhafte Gericht mit ihnen zaubern. Und ich bin der Ansicht, wenn man schon ein Tier tötet, um es zu verspeisen, hat das Tier es auch verdient, dass man alles Essbare auch wirklich verarbeitet. Wir verwenden heute nur noch das Muskelfleisch, und alles Andere wird als Abfall bezeichnet. Eine Missachtung der Kreatur. Dass nicht jeder alles von einem Tier mag, ist klar, aber wie gut schmeckt ein Rinderherz, Rinderniere in der Rindfleischsuppe oder gebratener Euter. Es soll ja auch nur essen, wem es schmeckt. Nur, wers nicht kennt, wird es nie probieren, da die meisten Innereien schon lange nicht mehr vom Metzger angeboten werden.

Wir wissen ja nicht, wieviel Du schon isst. Viele sind der Belastung wegen dagegen. Ich leiste mir gelegentlich eine "Leber Berliner Art", einfach weil ich sie mag. Und da Innereien kaum angeboten werden, wirst Du kaum zuviel davon bekommen.

Daß der Konsum von Fleisch ansich schon ungesund ist, dürfte -wenn auch mssivst verdrängt- hinlänglich bekannt sein. Wer Innereien ißt und sich damit den ganzen Mist, den man den unschuldigen Tieren verabreicht hat, einverleiben möchte, der soll es tun, sich aber nicht über gesundheitliche Beschwerden beklagen.

Der Mensch braucht kein Fleisch. Sowohl das Amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) als auch die Amerikanische Vereinigung für Ernährung (American Dietetic Association) heißen eine vegetarische Ernährung gut. Studien belegen ferner, dass Vegetarier einen niedrigeren Cholesterinspiegel als Fleischesser haben und mit wesentlich geringerer Wahrscheinlichkeit an einer Herzerkrankung oder Krebs sterben. Der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten wurde nun schlüssig mit Diabetes, Arthritis, Osteoporose, verstopften Arterien, Fettleibigkeit, Asthma und Impotenz in Verbindung gebracht.

Menschen sind nicht von Natur aus Fleischesser! Es ist vielmehr so, dass eine vegetarische Ernährung dem menschlichen Körper viel besser entspricht als eine mit Fleisch. Fleischessende Tiere haben Klauen, einen kurzen Verdauungstrakt und lange, gebogene Fangzähne. Menschen haben flache, biegsame Nägel, und unsere eigentlichen "Fleisch"zähne, die Eckzähne, sind winzig, verglichen mit denen von Fleischessern und sogar denen von vegetarischen Primaten wie Gorillas und Orang-Utans. Unsere winzigen Eckzähne sind wesentlich besser dafür geeignet, in Früchte zu beißen als durch die festen Häute von Tieren. Wir besitzen flache Backenzähne und einen langen Verdauungstrakt, die für eine Ernährung bestehend aus Gemüse, Obst und Getreide gemacht sind. Der Verzehr von Fleisch ist für uns gesundheitsgefährdend und trägt zu Herzerkrankungen, Krebs und vielen anderen gesundheitlichen Problemen bei.

Ich bin ja sehr für Tierschutz. Aber mit diesem übertriebenen Zeigefingerdogmatismus tust du mir noch mehr leid als die Tiere ...

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@Tigerjan

Das einfach als Zeigefingerdogmatismus zu bezeichnen ohne sich mit Inhalten auseinanderzusetzen ist dann doch wohl eher bemitleidenswert. Nichts mehr als eine hohle Phrase, denn mit Zeigefingerdogmatismus hat mein Kommentar nichts zu tun. Wer das nicht bemerkt tut mir leid, genau wie die Menschen, die nicht in der Lage sind, sich kritisch mit den uns als "Nahrungsmitteln" offerierten Waren auseinanderzusetzen. Und sehr für den Tierschutz zu sein, ohne sein Verhalten dem anzupassen ist nicht viel um nicht zu sagen nichts wert

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Der Mensch war usprünglich sehr wohl ein Fleischesser! Landwirtschaft und Viehzucht entwickelten sich erst viel später. Auch wenn das alles schon recht lange her ist, gibt es auch heute noch unterschiedliche Verdauungssysteme bei den Menschen. Deshalb fühlen sich die einen wohler als Fleischverzehrer und die anderen möchten lieber Vegetarier sein. Am besten macht das jeder nach seinem eigenen Wohlbefinden.

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Der Missionar hat gesprochen. WoW. Krubi hat recht - jeder soll das tun, was er für richtig hält. Mir schmeckt ein Steak einfach besser als ein Sechskorn-Pflanzerl.

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Man kann solche Fragen auch beantworten ohne zu missionieren.

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Innereien sind einerseits sehr gesund, andererseits werden in ihnen viele Schadstoffe gespeichert.
Deshalb wird von einem übermäßigen Verzehr abgeraten.

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