Haben Hunde eigentlich auch ein Gewissen?

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7 Antworten

Worauf bezieht sich deine Frage? Die ist so verallgemeinert.

Ich denke nein, aus dem Grund. Weil Hunde egal wie sie behandelt werden, dennoch loyal sind.

Es gibt Besitzer die schlagen ihre Hunde und füttern sie zu gleich. Wenn der Hund wirklich zwischen gut und böse unterscheiden kann, frage ich mich warum der Hund nicht beim nächsten Freilauf einfach weg läuft, weil er weiß sein Besitzer ist böse.

Hunde stellen Verknüpfungen her, und sie sind Meister in lesen unserer Körpersprache , sie können den Gemütszustand des Gegenübers riechen und reagieren dementsprechend.

Ist sehr interessant deine Frage und sie gefällt mir.

"Gewissen
Das Gewissen ist eine emotionale Reaktion auf die eigenen Handlungen, Worte und Entscheidungen. Es definiert, ob wir eine Entscheidung für gut oder schlecht befinden, da wir uns auf die eine oder andere Weise damit identifizieren können. Ein schlechtes Gewissen kann dazu führen, dass wir versuchen, eine Entscheidung wieder gut zu machen, indem wir eine entgegengesetzte Tat anbieten oder durchführen, die den vorherigen Fehler weniger gravierend machen soll."

Quelle: http://www.psychologie-studieren.de/glossar/gewissen/

Nein Hunde sind Egoisten und tun das was sich für sie lohnt. Vergleich man den obigen  Text nun mit dem handeln einen Hundes.
Beispiel der Hund klaut den Braten von der Küchenzeile das 5te mal, macht er das weil es sich lohnt für ihn, wenn du nicht im Raum bist oder gerade nicht auf ihn achtest.

Danach gibt's einen Anschiss und der Hund sendet Beschwichtigungssignale und die Sache ist irgendwann erledigt.
Oftmals werden diese Beschwichtigungssignale vermenschlicht, und zwar in dem Sinne "Ohh guck mal der Hund hat ein schlechtes Gewissen weil er das nicht darf"

Dennoch hat der Hund gelernt, das wenn du nicht anwesend bist und der Braten steht dort, er evtl.eine Zwischenmahlzeit ergattern kann, fressen heißt überleben. Und ich denke das ist noch sehr in unseren Vierbeinern verankert , das Futter überleben ist , und sie somit Instinktiv handeln.

Auch ein Angsthund kann lernen, wieder vertrauen zu fassen. Und er lernt das anderes verhalten sich für ihn lohnt, insofern man das richtig trainiert mit fachmännischer Anleitung.

Kurz und knapp , nein Hunde haben kein Gewissen, meiner Meinung nach.
Bestes Beispiel mein Hund hat kein schlechtes Gewissen , wenn er sich neben mir auf der Couch genüsslich seinen Penis leckt. Wobei das eher wieder was mit Schamgefühl zutun hat.

sehr schön geschrieben

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Haha,gutes Beispiel!!;)

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Vielen, vielen Dank für die Antwort und die Mühe!☺

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Immer wieder gerne. Worauf bezieht sich die Frage? das interessiert mich. 😊

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Hallo,

wenn man "Gewissen" nach menschlichen Maßstäben definiert, dann haben das Hunde nicht.

Denn das Gewissen hat immer mit der moralischen Beurteilung des eigenen Handelns zu tun - mit Moral - aber das können und machen Tiere nicht.

Hunde können nicht zwischen "gut" und "böse" entscheiden. Aber natürlich können sie Verhaltensstrategien entwickeln, um Ärger zu vermeiden. Hunde haben ein überaus feines Gespür für die Stimmungen der Menschen. Und sie merken ganz genau, wenn der Mensch verärgert ist und reagieren dann darauf mit hundetypischen Beschwichtigungen.

Ebenso schnell lernen sie natürlich, dass auf ein "Ereignis" (ausräumen des Mülleimers, Pfütze im Haus, 1000 Löcher im Garten) Geschimpfe erfolgt (oder Schlimmeres). Beim nächsten Malheur "erwartet" der Hund also schon die Schimpfe oder Bestrafung - und das wird vom Menschen dann als "schlechtes Gewissen" gedeutet.

Gutes Gelingen

Daniela

So ist es.

Das Problem ist, dass viele in jede Handlung eines Tieres etwas "menschliches" hineininterpretieren müssen.

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@Bernerbaer

Ja, das ist heutzutage ein sehr schlimmes Übel, dass Hunde nicht Hunde sein dürfen, sondern entsetzlich vermenschlicht werden.

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Das was beim Hund als schlechtes Gewissen bezeichnet wird ist Angst und Unsicherheit weil der Hund merkt das sein Halter schlechte Laune hat.

Wenn er ein schlechtes Gewissen hätte weil er weiß das er etwas verbotenes getan hat, stellt sich doch die Frage warum hat er es trotzdem gemacht?

Weil er seinen Halter ärgern oder bestrafen will? Oder weil er es schön findet wenn man mit ihm schimpft oder böse auf ihn ist?

wenn sie sehr eng an ihrem menschen sind und er zum rudel gehört - ja. und wenn der mensch in der lage ist zu "hören", ist schon das mit der absicht einer "untat" verbundene schlechte gewissen spürbar.

und - hunde können auch "lügen". beispielsweise eine beute verstecken und zum rudel zurückkehren, als wäre nichts gewesen und später, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, kehren sie zur beute zurück und fressen.

Das hat nichts mit lügen zutun.

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Wenn ich so an unseren Dackel denke, dir mir immer treuherzig nachgetrottet ist, wenn er mich als Kind versehentlich gebissen hat, würde ich jetzt einmal ja sagen. Wobei das glaube ich nicht, so ist, wie bei uns Menschen.

Auf jeden Fall. Unser Schäfer wusste genau wenn es Mist gebaut hatte, er verkroch sich dann immer in seiner Ecke und wenn man ihn dann rief kam er zaghaft mit hängendem Kopf zu einem und freute sich dann aber wenn man streichelte und sagte das es doch nicht so schlimm sei.

Wer keinen Hund hatte kann so etwas kaum nachvollziehen aber ein Hund kann mit den Augen sprechen und er weis genau was er macht.

Der Hund hat dich beschwichtigt das hat rein garnichts mit einem schlechten Gewissen zutun.

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@Einafets2808

@ Einafets2808 Kurz und knapp , nein Hunde haben kein Gewissen, meiner Meinung nach.

Deiner Meinung nach. Meiner Meinung nach schon. Wie beschwichtigt er mich wenn er sich in seine Ecke verzieht?

Man könnte meinen du bist mal ein Hund gewesen wenn du so genau weist was dieser macht.

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@Lottl07

in die Ecke verkriechen mit Demutsverhalten ist Beschwichtigung, weil der Hund irgend wann gelernt hat, das ihr ihn warum auch immer betraft habt. Auch eure Körperhaltung und Stimme zeigt dem Hund, in welcher Stimmung ihr seid. Also der Hund weiß nicht wann er in euren Augen Mist gebaut hat, er reagiert nur auf eure bedrohnlichen Signale. Vielleicht solltest du dich ausführlich belesen, wie Beschwichtigungsverhalten, Demutsverhalten, Angstverhalten bei Hunden bei Hunden aussieht.

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***zaghaft mit hängendem Kopf zu einem ***

Du musst schon Hundesprache verstehen. Das was du hier beschreibst ist eindeutig eine Beschwichtigungsgeste.

Geduckte Haltung, wedeln, dein Hund hat dich beschwichtigt, hat aber nichts mit einem schlechten Gewissen zutun.

Ließ mal Bücher über Wölfe und Hundeverhalten, ebenso Studien , dann wirst mir recht geben.

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@Einafets2808

Ich habe meinen eigenen Hund studiert und das war vollkommen ausreichend.  Selbst erleben und nicht irgendwo was ablesen.

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@Lottl07

nur schlecht wenn man meint, das man dies kann und Verhalten falsch deutet.

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Ich lese nichts ab, das beruht auf Studien von Verhaltensforschern und wissen.

Was Jahrhunderte lang dokumentiert wurde.

Dein Hund zeigt so wie du es beschreibst Beschwichtungsgesten , das kannst du biegen wie du willst :-)

Mit gewissen hat das aber nichts zutun 😉👍🏻

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@Einafets2808

Dann bleib bei deiner und ich bei meiner Meinung.

Wenn ich nach Studien gehen würde dann wüsste ich nicht was ich noch glauben soll, Heute so und in zwei Jahren so  und nach weiteren Jahren ist eine Studie so. Also was soll ich glauben????

Da ist mir das wichtig was ich selbst greifen kann, selbst erlebe, fühle und sehe.

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Du vermenschlichst das Verhalten deines Hundes Lotti.

Ließ mal ein gescheites Buch über die Körpersprache unserer Vierbeiner.

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@Einafets2808

Menschliches Verhalten auf einen Hund zu übertragen ist genau der Fehler den jene Menschen machen, die eben kein Wissen und keine Kenntnis über Hundeverhalten und -sprache haben.

Wie will man den eigenen Hund "studieren", wenn man nicht über die grundlegenden Kenntnisse des Hundeverhaltens verfügt? Man kann dann ja alles in das Verhalten interpretieren, weil man es nicht besser weiß und die Zeichen gar nicht richtig zu deuten versteht.

Daher rührt auch z.B. die immer wieder falsche Deutung, wenn ein Hund draußen an der Leine andere Hunde anbellt bzw. aggressiv reagiert. Viele Hundehalter denken dann stolz: prima, mein Hund will MICH beschützen! Dass der Grund aber darin liegt, dass der Hund sich unsicher und von seinem Halter nicht beschützt fühlt, wissen diese Leute nicht. Da nutzt auch kein "studieren" des eigenen Hundes.

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@dsupper

@dsupper
Daher rührt auch z.B. die immer wieder falsche Deutung, wenn ein Hund draußen an der Leine andere Hunde anbellt bzw. aggressiv reagiert. Viele Hundehalter denken dann stolz: prima, mein Hund will MICH beschützen! Dass der Grund aber darin liegt, dass der Hund sich unsicher und von seinem Halter nicht beschützt fühlt, wissen diese Leute nicht.

Hast du das in einem Buch gelesen????? Da kann ich doch nur lachen. Das Revierverhalten eines Hundes ist nicht anders als das eines .........Wolfes, z.B. Da sind oft Machtkämpfe vorprogrammiert. Oder meinst du das z.B. mein Schäfer wegen eines anderen Hundes bellt und fast den Tisch durch die Gegend zieht damit ich ihn beschütze??

Ich war 13 Jahre im Hundeverein und glaube mir, wir hatten die verschiedensten Hunde mit den verschiedensten Charaktere. Mein Schäfer war ein ausgebildeter Hund mit dem ich des öfteren auch die SchH3 mit sehr gut absolviert habe. Ich selber habe mich zum Figuranten ausbilden lassen und kenne weisgott die Hunde.

Aber wie ich schon sagte bleibt bei eurer Meinung, denn Studien........die sind ja so zutreffend und Glaubwürdig. Gestern war wieder eine in der Zeitung, Ausdauertraining (für Menschen) läßt die Lunge schnell altern, aha, ich dachte das hält Fit und Gesund? Naja, nächstes Jahr sieht es wieder anders aus.

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Ja, haben sie.

Sieht man immer wieder, wenn sie Mist gebaut haben und das auch wissen, der Besitzer/die Besitzerin aber noch nichts davon weiß ;)

Die Unterscheidung in Gut und Böse ist nur eine Andere als beim Menschen.

Warum machen sie den Mist dann trotzdem 1000 x wieder?

Der Hund weiss er soll etwas nicht tun, denn man hat es ihm beigebracht. Trotzdem macht er das im unbeobachteten Moment und weiss auch, wie der Halter reagiert.

Also spult er seine Beschwichtigungssignale ab.

Am nächsten Tag macht er es dann wieder.

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@wotan0000

Warum machen sie den Mist dann 1000 x wieder?

Am nächsten Tag macht er es dann wieder.

Mag sein, daß das auf deine Erfahrungen mit Hunden zutrifft und bei manchen Hunden gebe ich dir sogar Recht, was das angeht. Bei dem Großteil der Hunde, die ich kennen gelernt habe, wiederholen sich solche Sachen nur selten und im Abstand von mehreren Wochen bis Monaten.

Was meinst du mit Beschwichtigungssignalen? Daß Bello schon vor der Haustür sitzt, wenn ich nach Hause komme, zwanghaft-nervös mit eingeklemmtem Schwanz wedelt und unterwürfig mein Gesicht ablecken will? Daß er sich auf den Rücken wirft und vor sich hin winselt?

Klar, sowas kommt hin und wieder vor, besonders häufig bei den Hunden, die jeden Tag wieder den selben Mist bauen - das habe ich aber nicht gemeint. Hätte ich wohl dazuschreiben sollen.

Mir ging es eigentlich eher um (meines Erachtens nach) gut erzogene Hunde und folgende Situation:

Ich komme nach Hause, schließe die Tür auf. Bello kommt nicht, wie gewöhnlich, freudig wedelnd zu Tür um mich zu begrüßen - stattdessen herrscht verräterische Stille.

Ich komme ins Wohnzimmer. Bello liegt auf dem Sofa, beobachtet mich aus den Augenwinkeln. Wenn ich ihn ansehe, weicht er meinem Blick aus und wenn ich mich neben ihn setze, rückt er eine Handbreit von mir weg - gerade soweit, daß wir keinen Körperkontakt haben, legt den Kopf halb von mir abgewandt auf die Sitzfläche und schielt mich unsicher von unten an, wenn ich nicht in seine Richtung gucke.

Erst, wenn ich eine Runde durch die ganze Wohnung gedreht habe, hört er langsam damit auf - erst kommt er zaghaft an, dann kommt langsam lebhafter werdend die normale Begrüßung wie sonst auch.

Manchmal fällt mir erst Stunden später oder am nächsten Tag auf, daß ein Kuscheltier, daß für ihn eigentlich Tabu ist, um ein paar Zentimeter schief im Regal liegt, oder finde unter dem Küchenschrank eines seiner Spielzeuge (die Küche ist für ihn eigentlich verboten).

Meistens finde ich nichts - gucke allerdings auch nur sehr oberflächlich, zugegeben.

Wenn ich was finde, reicht es, wenn ich das Corpus Delikti in die Hand nehme und ihm einen strengen Blick zukommen lasse, (er läuft mir beim "Rundgang" meistens hinterher) daß er sich von alleine auf seinen Strafplatz trollt, bis ich ihn zu mir rufe.

Vielleicht definiere ich "Gewissen" auch einfach anders als du. Ein simples Beispiel dazu: Ein Mann schlägt seine Frau und seine Kinder - danach tut es ihm jedes Mal schrecklich Leid und er hat ein aufrichtig schlechtes Gewissen. Trotzdem tut er es immer wieder.

Für mich ist das eher Ausdruck einer geringen Impulskontrolle als Anzeichen für ein fehlendes Gewissen.

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