Haben Frauen das bessere Einfühlungsvermögen oder sind es nicht doch die Männer, die tiefere Gefühle entwickeln können und könnten?

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6 Antworten

Das liegt in der Entwicklung des Menschen begründet. Mann und Frau hatten Jahrtausende getrennte Bereiche. Und jeder ist in seinem Bereich ein Profi geworden. Die Frau als "Nestbauerin und -hüterin" ist unvergleichlich Spitze in diesem Job. Der Mann als Jäger und Versorger und Beschützer der Familie ist gleichfalls ein absoluter Profi. Beide mussten es sein und in dieser perfekten Teamarbeit hat die Menschheit überlebt. 

Wenn ein Mann das Mittagessen gejagt hat, konnte er sich nicht mit den sozialen Streitigkeiten zu Hause beschäftigen, sonst wär er schnell selbst das Mittagessen gewesen. Jagen, Beschützen, das sind Aufgaben, die höchste Präzision und Aufmerksamkeit erfordern. Im Nest die Kinder versorgen, Essen zubereiten, Kranke versorgen und vor allem soziale Beziehungen zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, das war Aufgabe der Frau und deswegen ist eine Frau auch heute noch unschlagbar in Beziehungen. 

Sie sieht und hört feinste Nuancen im Beziehungsgeflecht und als Mann- und Frausein immer mehr in einen Machtkampf ausartete, setzte sie diese ihre Erfahrungen auch in Beziehungen ein. Bis heute kann kein Mann einer Frau in einer Beziehung das Wasser reichen, was die Steuerung dieser angeht. Eine Frau schafft es, zu bekommen was sie will und es so aussehen zu lassen, als wär es der Wunsch des Mannes. Sie ist eine Meisterin im Manipulieren im sozialen Bereich. Sie hat dort ein grosses Einfühlungsvermögen

Der Mann ist eher gerade und direkt, das erforderte sein Handwerk. Er geht heute arbeiten und das wird als normal angesehen. Er bekommt nur selten ein Dankeschön, denn das ist schließlich sein Job, dafür ist er an allem Schuld, einschliesslich dafür, wenn Frau unglücklich ist. Arbeiten, das ist seine Art Liebe auszudrücken, er arbeitet, er versorgt und ist im Notfall bereit, seine Familie zu beschützen auf jede Art, die nötig ist. 

Wir Frauen reden viel über Liebe und gelten deshalb als die grossen Kenner, aber Worte sind nur Worte. Männer lieben ohne darüber zu reden, deswegen fällt diese Liebe unter den Tisch.  Sie lieben tiefer, echter. Doch wenn ich eines gelernt habe: Wo viele Worte über Etwas fallen, ob in der Politik oder in der Liebe etc., dann fehlt es genau an diesem Etwas. Doch wir hören gern auf die Worte und lassen uns einlullen, aber wie ein schlauer Mann mal sagte: "Worte sind dazu da, die Gedanken zu verbergen."

Männer gelten als die Gewinner in der Gesellschaft, doch sind es Männer, die mit Abstand am meisten Suizid begehen, je älter desto mehr klafft die Schere auseinander. Warum bringen sich die Gewinner so viel häufiger um?

Ist ein grosses Thema und kann nur angeschnitten werden.

Liebe Grüße

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Weder oder. Es hängt nicht vom Geschlecht sondern vom Charakter ab. Ich denke aber es ist wahrscheinlicher das Frauen doch ein wenig mehr Einfühlungsvermögen besitzen, ist jedoch nur meine eigene Meinung...

Gruß, Soeber

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individuell verschieden ,,charkter gene vorleben derzeitiges leben spielen da mit rein

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Das klingt ja sehr nach dem alten Freud...

Ich denke doch eher, wie gefühlig man ist, ist geschlechtsunabhängig.


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feminam 25.10.2015, 11:13

Eine Mischung aus Freud und Neurowissenschaften vielleicht.

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Dummie42 25.10.2015, 11:24
@feminam

Neurowissenschaftlerinnen wie Cordelia Fine und Lise Eliot, die Autorin von "Wie verschieden sind sie?", warnen davor, dass die enthusiastische Falschinformation über fest eingeprägte Unterschiede im Gehirn von Mädchen und Jungen eine Umgebung schafft, in der die Geschlechterpolarität unter den Vorzeichen rational/emotional aufrechterhalten wird. Das wirkt sich auch auf Politik und Bildung aus – wodurch wiederum ein kultureller Kontext entsteht, der diese Unterschiede noch weiter zementiert.

Vor Kurzem wurde eine Studie veröffentlicht, die mit dramatischen Abbildungen von eingeprägten Unterschieden des Gehirns bei Frauen und Männern aufwartete, aber in der Auswertung nur leichte und ungenaue Ergebnisse hervorbrachte. Aber sofort wurde der definitive Beweis der Unterschiede im „männlichen“ und weiblichen“ Gehirn ausgerufen. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Ein ehemaliger Redakteur bei Forbes und Financial Times schrieb auf seinem Blog, dass diese Ergebnisse die Argumente gegen Quoten erhärten, die mehr „Frauen ins Management, an Universitäten und in die Grundlagenforschung“ bringen sollen. Warum sollte man auch Plätze für Frauen reservieren, wenn man doch die besser geeigneten Männer nehmen könnte?

Fine und Eliot weisen darauf hin, dass wir die große Schnittmenge zwischen Männern und Frauen bei fast jeder Forschungsevaluation nicht bemerken. Zudem sind die Unterschiede innerhalb eines Geschlechts (unter Frauen oder Männern) oft weitaus größer, als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, bei denen Männer und Frauen miteinander verglichen werden.

http://www.evolve-magazin.de/archiv/ausgabe-02-2014/elizabeth-debold-rationale-maenner-emotionale-frauen/

Das scheint mir das Wichtigste aus dem Text zu sein, aber empfehle dir trotzdem den gesamten Artikel.

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feminam 25.10.2015, 12:49
@Dummie42

Danke, werde ich mir durchlesen. Hört sich sehr spannend an.

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Wer wird denn "früh von der eigenen Mutter abgewiesen"?

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Wieso werden Jungs von der Mutter früher abgewiesen? Das ist mir neu. Man kann nicht pauschalisieren. Es gibt Männer und Frauen, die Einfühlungsvermögen haben und andere eben nicht. Das ist völlig geschlechtsunspezifisch.

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feminam 25.10.2015, 11:16

Ok, ich meine "theoretisch" das besser Einfühlungsvermögen haben könnten. Meistens wird es ja den Frauen zugesprochen dieses Einfühlungsvermögen. Aber es stimmt: die Realität zeigt, dass sowohl Männer auch Frauen Einfühlungsvermögen zeigen können oder auch nicht. Und das hängt u.a. sicherlich mit Erfahrungen zusammen.

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