Haben es die jungen Leute heute schwerer?

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8 Antworten

Natürlich hat es die heutige Jugend nicht einfacher, aber auch nicht schwerer, nur anderst. Da, du Eastside, fast mein Jahrgang bist, kann ich das behaupten. Wir hatten noch kein Handy, keinen Computer, nicht so viele Fernsehprogramme , kein Internet usw.. Wir wurden auch nicht so vom Konsum verführt. Es gab eben vieles was vielleicht besser war, aber wir hätten diese Relikte des Fortschritts wohl auch genutzt, wenn wir sie in unserer Jugend gehabt hätten. Jetzt haben wir Sie auch, und geniessen es. Natürlich sind heute alle aufgeklärter, und wohl auch viel " globaler " wenn man den Begriff hier so benutzen kann. Ich glaube aber schon, das früher mehr "geredet" wurde, alleine schon weil es nicht so viele Kommunikationsmittel gab. Leider ist der " Fun " im Vordergrund und wirklich verzichten kann heute auch keiner mehr. Ich glaube absolut betrachtet, haben es die heutigen Jugendlichen schon schwerer, aber vielleicht machen sie es sich auch nur schwerer.

Ja und nein. Sie haben oft auch mehr Möglichkeiten, die sie aber nur bedingt nutzen. Es gibt Ausbildungsstellen, die aufgrund der fehlenden (geeigneten) Bewerber nicht besetzt werden können oder für die meisten Jugendlichen uninteressant sind. Aber: Für benachteiligte Jugendliche oder sogar welche mit eher durchschnittlichen Leistungen in der Schule wird es immer schwerer eine Aufagabe zu finden, weil viele Betriebe die Ansprüche (oft unnötig) hochschrauben und es sogenannte Helferstellen kaum noch gibt. Die Realität zwischen Anforderungen in der Ausbildung und dem späteren Job stehen oft in keinem Verhältnis mehr zueinander. Es können doch nicht alle Jugendlichen studieren! Oder?

Eingeschränkt sind nur die die sich einschränken lassen.Jobs gibt es auch heute in Hülle und Fülle nur viele machen sich nicht die Arbeit und haben auch nicht die richtige Einstellung dazu, wirklich einen Job anzunehmen.Keiner nimmt den erstbesten Job an alle wollen den Besten und wenn möglichst sofort.Trinken,Rauchen und Essen kann man unter gleichgesinnten immernoch.Ich finde, dass das Alkoholverbot an Jugendliche richtig ist,schau dir nur mal an was Karneval los ist.Ob du dich vor Aids schützt oder vor Geschlechtskrankheiten oder vorm Kinderkriegen, was auch meineserachten auch die Männer betrifft, ist doch egal.Schutz ist wichtig.Das mit den Konflikten ist doch eine reine Erziehungssache.Viele Eltern fragen doch ihre Kinder erst garnicht wie sie ihren Tag erlebt haben oder entscheiden einfach über die Köpfe der Kinder ohne nach der Suche nach einem Kompromiss.

Ja, die Aufklärung machts möglich, wir haben uns einfach nicht soviel damit befassen müssen, weil wir nicht so extrem mit diesen Nachrichten "zugemüllt" wurden.
Früher hat man abends die Tagesschau gesehen, heute kann man alle Greueltaten brandaktuell im Internet lesen.
Das Groteske ist, sie haben es eigentlich leichter, allein schon durch einen gewissen Wohlstand und den technischen Errungenschaften und dadurch gleichzeitig schwerer, was die Berufsfindung angeht.
Auch heute kann man noch Jobs finden (Regale auffüllen), aber viele Jugendliche müssen das nicht, weil alles von den Eltern finanziert wird...

Wohlstand? Nur an welcher Stelle. Kinderarmut ist z.B. ein riesen Problem! Und welcher technische Wohlstand hilft einem wirklich weiter? Der Airbag, das Mobiltelefon oder der 3-Meter hohe Kühlschrank?

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  • "es gab Jobs in Hülle und Fülle" - und die gibt es heute auch noch. Das Problem der Jugend ist einfach, wie asti schon richtig schrieb, das die meisten Jugendlichen der Landessprache nicht oder nur mangelhaft mächtig sind. Angenommen ich wäre Chef, ich würde jemanden mit einem "Getto-Sprachfehler" nicht einstellen.
  • "trinken, rauchen, essen - das war einfach kein Thema - man tat es und das mit Genuß" - Das tue ich heute auch! Bis auf das Rauchen, da ich das sinnfrei finde :D Warum auch nicht. Das Problem das man heute gerne über die Stränge säuft wird sich auch legen. Aber ich finde das gehört zum Teil auch zur Jugend jedes Menschen. Man probiert seine Grenzen aus.
  • "man liebte sich, ohne Angst vor Aids haben zu müssen" - Das kannst du heut auch tun. Eine Packung Condome reicht, und du kannst schon mal gut 9 mal Liebe machen ohne Angst vor Aids =D
  • "Konflikte hat man untereinander ausgeredet und nicht Anzeige bei der Behörde erstattet" - Ich habe bis jetzt jeden Konflikt auch mit reden und ruhe regeln können. Ich musste mich bis jetzt noch nicht einmal schlagen. Sollte es einmal vor kommen warte ich ab bis ich eine abbekommen habe. Erstens bin ich dann im Recht (falls der Verlierer am Ende Klage einreicht) aber das Problem unserer Gesellschaft mit Kritik, "Rückschlägen" oder einem verlorenen Kampf klar zu kommen hat uns nicht die Jugend gebracht, sondern unseren aktuellen Väter und Mütter bzw. Opas und Omas. Diese "ich verklag dich"-Kagge geht mir auch übelst auf die Nerven. Aber was will man machen. Unser Rechtssystem trägt einen riesen großen Teil dazu bei, das man als Verlierer eines (evtl. gerechten und gerechtfertigten) Kampfes, am ende noch als Gewinner raus gehen kann, obwohl man ihn angezettelt hat. Tja... Typisch Deutschland.

Meine Meinung: Das Deutsche Rechtsystem ist schaize und ungerecht. Falsch und hat Lücken und Fehler. Und die Politiker reiten auf den falschen Problemen rum und labern eh nur Müll!

Wenn du das deutsche Rechtssystem so schrecklich findest, solltest du mal andere Rechtssysteme kennen lernen. Geh mal nach Rußland oder USA um mal den Unterschied zu verstehen

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@maxlholz

Man muss sich aber nicht an den Ländern orientieren, in denen es noch schlimmer ist.

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@maxlholz

typisch deutsche Antwort - muß man alles bei uns gut finden nur weil es woanders noch schlechter ist? Ist doch hanebüchen. Gehst du für 50 Cent arbeiten? Machen schließlich Kinder in Afrika oder Asien massenhaft....

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deiner Aufzählung kann ich mich auch anschließen!

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Manches ist heut unangenehmer, manches aber auch angenehmer.

  • In meinem ersten Job hatte ich eine 84-Stundenwoche ohne Überstunden, die kamen noch dazu (Kein Schreibfehler: Zwölf Stunden an sieben Tagen in der Woche).

  • Dazu gab es 18 Tage Urlaub im Jahr bei Schichtbetrieb rund um die Uhr.

  • "Normal" war die Sechstagewoche für alle.

  • Die Züge verkehrten sehr selten und fuhren sehr langsam - waren dafür aber im Verhältnis zum Einkommen aber deutlich teurer.

  • BaföG gab es noch nicht und Kindergeld auch nicht.

  • Wenn die Eltern die Freundin abends nicht rechtzeitig rausschmissen - egal wie alt das "Kind" war - dann konnten sie wegen Kuppelei vor Gericht landen.

  • Autos waren selten, teuer, leistungsschwach, ungemütlich, eng und häufig defekt und "junge Leute" konnten sich das sowieso nicht leisten.

  • Abitur machten weniger als 5% eines Jahrgangs und das sicher nicht, weil die jungen Leute damals blöder waren als heute.

  • Im Winter gab es Kohl und Rüben und das wars dann auch schon, weil nicht aus aller Welt ständig frisches Obst und Gemüse eingeflogen wurde.

  • Die Wohnungen waren kleiner, hatten natürlich nur einfach verglaste Fenster und wurden meist mit Ofen geheizt.

  • Wenn es mal Zentralheizung gab, dann musste man regelmässig in den Keller zum Kohleschippen.

  • Werkzeuge, die man heut für wenig Geld in jedem Baumarkt bekommt, kosteten damals 10-20 mal soviel, obwohl die Gehälter weniger als ein Zehntel von heute betrugen.

  • Discounter aller Art mit ihren günstigen Preisen gab es auch noch nicht.

Das nur mal ein paar Beispiele, die mir so auf Anhieb einfallen.

Super-Auflistung!

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Bei allem Respekt den ich dir zolle, aber du beschreibst erstens eine allgemein wirtschaftlich schlechte Zeit, das hat nichts mit der Jugend zu tun.

Und zweitens liegt das drei Generationen zurück, das wird hier wohl kaum mehr einer nachvollziehen können.

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@Eastside

Gerade darum ist es das wert, hier aufgelistet zu werden - ausserdem schränkt die gestellte Frage nicht ein, wie weit man in die Vergangenheit der Jugend gehen 'darf'... :-)

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@Eastside

@Eastside:

Die Frage lautete doch Haben es die jungen Leute heute schwerer?, ohne jede Einschränkung, auf welches Jahrzehnt das bezogen werden dürfte.

Ausserdem stammen meine Beispiele nicht aus einer allgemein wirtschaftlich schlechten Zeit, sondern aus der des sogenannten Wirtschaftswunders.

Davor, in der "schlechten Zeit"

  • gab es kaum Jobs,

  • Autos hatte kaum jemand,

  • Essen gab es nur auf Marken und allenfalls für 1500 Kalorien pro Tag,

  • in den Wohnungen sassen zwangsweise Untermieter und ganze Familien hatten allenfalls ein Zimmer zur Verfügung - Küche und Bad teilten sich drei oder vier Familien,

  • geheizt werden konnte überhaupt nicht mangels Brennstoff,

  • und in den wenigen Schulen fand der Unterricht in drei Schichten statt und bei unter -10° Celsius fiel der Unterricht aus, weil es keine Heizung gab.

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Jede Generation hat ihre ganz eigenen Probleme. Ich glaube nicht, dass sie es schwerer oder leichter haben, ihre Umwelt ist einfach eine andere als die in unserer Jugend. Und bei uns war es anders als bei unseren Eltern.

Was mich sehr beeindruckt ist der offene Umgang den die jetzigen Jugendlichen mit den Erwachsenen pflegen. Zu meiner Zeit war das ganz anders, wir blieben unter uns und wollten von den Erwachsenen nichts wissen. Heutzutage sind Jugendliche (nicht alle aber sehr viele) wesentlich aufgeschlossener und beteiligen sich selbstbewußt an Gesprächen und Aktionen.

Nein, aber die Einstellung der meisten jungen Leute hat sich heute geändert. Sie wollen viel Spass haben und sehen teilweise das Lernen als lästigen Nebeneffekt. Aber wir sind eine Gesellschaft wo nur die besten weiter vorankommen oder man wird reich geboren.

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