Haben die Soldaten die von der Deutschen Bundeswehr nach Afghanistan geschickt wurden eine Chance gehabt abzusagen?

4 Antworten

Generell unterschreibt man als Soldat, das man dazu bereit ist in den Auslandseinsatz zu gehen. Von daher hat der Dienstherr, Anspruch auf Gehorsam, da dieser Befehl verbindlich und rechtmäßig ist. Wird dieser Befehl verweigert droht ein Disziplinarverfahren und geht bis hin zu einer Wehrstraftat.

Selbstverständlich gibt es Gründe, die dazu führen, dass ein Soldat nicht an einem Einsatz teilnimmt. Oft handelt es sich dabei um gesundheitliche Gründe, die gegen die Zuerkennung der Auslandsverwendungstauglichkeit sprechen, die der zuständige Truppenarzt feststellen muss. Aber es gibt auch persönliche Härtefälle, bei denen der Dienstherr in der Regeln von der Verpflichtung vom Auslandseinsatz absieht, z.B. etwa eine schwere Erkrankung oder pflegebedürftigkeit eines nahen Angehörigen.

Woher ich das weiß:Beruf – Fallschirmjäger seit 2010

es geht um den afghanistan einsatz. einige sagen "die soldaten die da hin sind und umgehommen sind selbst schuld" ... andere sagen "das stimmt nicht, der musste dort hin". nun frage ich mich aber da ja nur ganz wenig im vergleich zu allen verfügbaren soldaten dorthin gingen: sind die dann nicht doch freiwillig hin. ansosnten wäre das doch doof, wenn die vorgesetzten einfach irgend welche bestimmen. die nicht wollen, aber weil sie halt berufssoldat sind notgedrungen dort hin gehen. während andere die wollten, gar nicht genommen werden.

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@iqKleinerDrache

Jeder der 180.000 Soldaten der Bundeswehr übt den Militärdienst frewillig aus und es ist von Anfang an klar das es auch in den Einsatz gehen kann, dafür unterschreibt man auch - freiwillig.

ansosnten wäre das doch doof, wenn die vorgesetzten einfach irgend welche bestimmen.

Das ist der kleine feine Unterschied zwischen einen zivilen Job oder eben den Militärdienst. In den privaten Sektor kann man über Anweisungen von seinem Chef sprechen. Beim Militär ist dies ein Befehl, dem Folge leisten zu ist. Wir hier beim Militär nicht bei Wünsch dir was.

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@iqKleinerDrache
die da hin sind und umgehommen sind selbst schuld

Was für eine schwachsinnige Aussage! Wo hast du die denn her? Niemand ist an seinem Tod selbst schuld, es sei denn, es handelt sich um einen Selbstmörder.

Einer meiner Freunde ist in Mali beim Absturz seines Kampfhubschraubers abgestürzt. Ist der selbst schuld am seinem Tod? Blödsinn. Der Soldat bereitet sich sein Soldatenleben lang auf den Kampf vor. Das ist seine Funktion. Und wenn er dann im Einsatz sein Leben lässt, dann ist seine einzige Schuld, überhaupt Soldat geworden zu sein.

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In einer Armee, zu der man freiwillig geht, kann man einen Einsatz nicht ablehnen. Deshalb lässt sich der Dienstherr von den Freiwilligen über einer bestimmten Verpflichtungszeit die Einwilligung zu Einsätzen bestätigen.

Dass es trotzdem Ausnahmen gibt, bestätigen nur die Regel.

was wäre wenn diese "Nein" gesagt hätten

Disziplinarverfahren, Verurteilung wegen einer Wehrstraftat, Vorbestraft, Eintrag ins Führungszeugnis, unehrenhafte Entlassung, möglicherweise Rückforderungen von Ausbildungskosten. Such dir was aus.

Der Soldat bereitet sich sein Soldatenleben lang ständig auf einen Einsatz vor. Das ist seine Bestimmung. Ist es soweit, dann kämpft er so, wie er es gelernt hat, dort, wohin er geschickt wird. Will er das nicht, geht er besser zu VW ans Fließband, oder zur Müllabfuhr.

a) sind nur solche geschickt worden die sich "beworben" haben oder

Wer sich freiwillig meldet, den muss man nicht dazu zwingen. Also versucht man es zunächst auf diese Art.

b) sind einfach welche bestimmt worden.

Das auch, weil sich wohl nicht genügend Soldaten freiwillig dazu gemeldet haben.

Und wenn b) was wäre wenn diese "Nein" gesagt hätten. Wären sie dann von der Bundeswehr Dienstfrei gestellt worden. Oder welche Nachteile hätten sie bekommen?

Anzeige wegen Gehorsamsverweigerung und Entlassung unter Verlust aller Dienst- und Sachbezüge.

https://www.buzer.de/gesetz/2381/a33681.htm

ist das wirklich so: gabs Gerichtsurteile wo dann Soldaten im Gefängnis in Deutschland saßen weil sie nicht nach Afghanistan in Einsatz wollten ?

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@iqKleinerDrache

Ich weiß nicht ob es in diesem Fall dazu gekommen ist, denn jeder, der bei der Bundeswehr anfängt, muss von vornherein damit rechnen, in den Einsatz geschickt zu werden. Und ja, es ist wirklich so, dass man eine Straftat begeht, wenn man sich weigert.

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Wer sich für eine berufliche Laufbahn bei einer Armee entscheidet, dem muss klar sein, dass er evtl. auch zu Einsätzen geschickt wird.

Schönwettersoldaten, die ausschließlich Dienst in Friedenszeiten leisten wollen, kann man da nicht brauchen.

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