Haben die Schlauen im Kommunismus die besseren Jobs, die höheren Gehälter bekommen?

9 Antworten

Professor/-innen, Ärztinnen/Ärzte und Lehrer/-innen wurden auch in der DDR besser bezahlt als z. B. Köchinnen/Köche oder Putzkräfte.
Allerdings reichten die Löhne der letzteren auch noch gut zum Leben, weil die Lebenshaltungskosten (z. B. Mieten, Lebensmittelpreise, Heizung, Strom) in der DDR niedrig waren.

Wer allerdings in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder in Anwesenheit von Stasi-IMs im privaten Bekanntenkreis Kritik am politischen System
der DDR übte, der durfte gar nicht erst studieren, oder durfte nicht Lehrer/-in, Professor/-in etc. werden. Falls man schon Professor/-in, Lehrer/-in etc. war, wurde man aus dem Dienst entlassen und musste sich dann einen anderen, schlechter bezahlten Beruf suchen.

Es kommt drauf an, wen du mit den "Schlauen" meinst. Wer clever genug war, sich als Kommunist gerierte und alles mitmachte (Parteibuch inklusive) schaffte es auch nach oben. Das waren übrigens nach der Wende jene Leute, die sich am meisten für die Marktwirtschaft (mit ihnen an der Spitze natürlich) stark machten und wieder obenauf schwammen, wenn man ihnen nicht eine zu allzu deutliche Stasi-Verstrickung nachweisen konnte.

Aber viele gab es, die legten auf so etwas keinen Wert. Parteimitglied sein, hieß auch, an den endlosen Schulungen teilzunehmen, evtl. bei den Betriebskampfgruppen mitzumachen usw. Parteimitglieder konnten schnell ein Parteiverfahren an den Hals bekommen, wenn sie irgendwie aus der Reihe tanzten (dazu zählte anfangs auch fremdgehen). Und was das höhere Gehalt anging: Für unsere Alu-Chips bekam man sowieso nicht viel, und die Grundversorgung war mehr oder weniger sichergestellt. Was im Privatleben wichtiger war, waren Beziehungen (Vitamin B), da es überall Engpässe gab: Eine oder besser mehrere Verkäuferinnen zu kennen, die dir die Bückware aufhoben oder einen Kfz-Schlosser, der den Sohn als Lehrling einstellte. Auch Westverwandte oder -bekannte, die ab und zu ein Paket schickten, zählten dazu.

Um aufzusteigen, zählte dann doch in erster Linie, ob du alles mitgemacht hast und man dich als staatstreu einschätzte. Wer nicht in der FDJ war, hatte bei Abitur und Studium schlechte Karten. Wer aus einem kommunistischen Elternhaus kam und seine Ideale mit der Wirklichkeit verglich, vielleicht darüber redete, war auch nicht gut angesehen. Obwohl letztere durchaus studieren konnten, aber mit den Aufstiegsmöglichkeiten sah es dann nicht so gut aus.

Es gab auch Berufe bzw. Posten, z. B. in der NVA, mit absolutem Kontaktverbot zu Leuten aus dem Westen. Auf so eine Karriere legte nicht jeder Wert. Wer reichlich Westverwandtschaft hatte, wurde dafür entweder gar nicht genommen oder musste jeglichen Kontakt abbrechen (und bekam dann auch keine Westpakete mehr).

Mancher fähige Betriebsleiter wurde auch abgesägt, weil er nicht in die SED eintreten wollte, sondern statt dessen in der LDPD oder CDU blieb. Solange man keinen besseren fand, blieb er auf seinem Posten. Fand man dann aber ein SED-Mitglied, das diesen übernehmen konnte, war er sehr schnell weg vom Fenster.

Es gab übrigens ein staatlich festgelegtes Lohn- und Gehaltssystem. Manch Studienabgänger hat sich darüber beschwert, dass er/sie anfangs weniger netto in der Tasche hatte als ein Handwerker mit Prämienlohn.

Naja, theoretisch nicht. Kommt darauf an, was du als einen "besseren" Job siehst. Wenn du meist, dass Arzt besser ist als KassiererIn, dann ist es natürlich so. 

Kommunismus strebt nach Effizienz und es wäre vollkommen Ineffizient, wenn Berufe, wie Arzt mit dummen Leuten besetzt worden wären.

Höheres Gehalt würde keiner bekommen, da alle arbeitenden im Endeffekt gleich viel abbekommen. Außerdem würde es im Kommunismus kein Geld und somit keinen Gehalt geben. Nur Güter.

Nun zum Geschichtlichen. Wahren Kommunismus gab es bis jetzt fast noch nie wirklich und so kann man nicht sagen, wie es WAR.

Wenn du allerdings auf den Trugschluss hinaus willst, dass die Sovjet-Union oder China kommunistisch sind/waren, so weis ich es nicht genau, aber ich würde vermuten, dass es so ist/war, wie du fragst.

Wenn du meist, dass Arzt besser ist als KassiererIn, dann ist es natürlich so. 


Natürlich meine ich das.

Bekam ein Arzt in der DDR ein höheres Gehalt als einE KassiererIn?

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Nein

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@Grevak

Natürlich bekam ein Arzt ein höheres Gehalt als eine Kassiererin.
Was schreibst du hier für einen Blödsinn und verunsicherst die Fragesteller!

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@thecheeky

Natürlich war der Arzt höher eingestuft als eine Kassiererin. Da es aber unterschiedlich besteuerte Löhne gab, hatte ein reiner Gehaltsempfänger wesentlich höhere Steuerabzüge (nach Tabelle) als z. B. ein Arbeiter, der einen Teil seines Lohnes als Prämienlohn bekam. Dieser wurde nämlich nur mit 5% besteuert.

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