Haben die Römer die Bewohner der Kolonien "gut" behandelt?

8 Antworten

Das ist eine komplizierte Frage.

Versuch einer einfachen Antwort: Je weiter eine Provinz von Rom entfernt war, desto schlechter stand sie da. Je näher eine Provinz an Rom lag, desto mehr Vorteile genossen die Bewohner.

Durch dieses Abhängigkeitssystem sicherten die Römer sich die Bündnistreue. Provinzen, die sich widersetzten, konnten heruntergestuft werden und anders herum.

Darüber hinaus kam es auch immer auf die Skrupellosigkeit des jeweiligen Provinzvorstehers. Das bekannteste Beispiel ist Verres und seine Anklage durch Cicero.

Vielleicht nimmt sich ArnoldBentheim deiner Frage ja noch an. Der hat mehr Ahnung. :)

LG

In Köln z.B. haben die die Ureinwohner eher integriert und denen so einige kulturelle Errungenschaften gebracht. Mit den nichteroberten Germanen aber trieben sie teilweise regen Handel.

Die Germanennachfahren um Heinrich Himmler haben hingegen im Osten alles zerstört, viele dortige Einwohner einfach aufgehangen und wollten den Rest für ihre arische Herrenrasse versklaven. So schlimm waren aber die Römer wohl nicht.

Unter Cäsar fand eine intensive Entwicklung der Kolonien statt. Es wurden öffentliche Einrichtungen gebaut, wie Straßen, Brücken, Badehäuser und Theater und Soldaten die ehrenhaft aus dem Dienst entlassen wurden, erhielten Länder in den Kolonien um dort Landwirtschaft betreiben und die Entwicklung weiter vorantreiben zu können.

Daher wurde Julius Cäsar in den meisten Kolonien als Heiliger verehrt und mit einem Kranz aus Stroh dargestellt was an den Gott Saturn der für Ernte verantwortlich war, erinnern sollte und seinen Status als Wohltäter unterstrich.

Diese Darstellungen inspirierten das Christentum zu Jesus Dornenkrone, da das Stroh fast wie Dornen aussah.

https://www.youtube.com/watch?v=CNg0UNTsOYY

Was du meinst, trifft wohl eher auf den Begriff der Provinzen zu in seiner späteren Bedeutung.

Zunächst einmal gab es die Verwaltung durch einen von Rom bestellten Verwalter. Meist Konsule u.ä. Soweit als möglich sollte vorhandene Verwaltung beibehalten werden. Rom erhob Steuern, verwaltete das Militär und verhängte Todesstrafen. Ansonsten hielt es sich normalerweise zurück. In der Theorie.

In der Praxis mischten sich Konsule natürlich immer wieder bis ins Kleinste in die lokale Verwaltung ein, zumal viele eroberte Gebiete gar keine echte Verwaltung hatten, so dass ohnehin alles "röminisiert" wurde.

Meistens ging es der Bevölkerung besser, wenn man sich mit der Herrschaft Roms arrangierte. Der vorherige Adel, wenn man ihn so nennt, hatte zwar einen Teil der Privilegien verloren, hatte aber Sicherheiten durch Militär u.ä. und erlangte meist das Bürgerrecht, um in Rom Karriere (und Geld) zu machen. Dem kleinen Bürger brachte es meistens das, was man heute rechtsstaatliche Sicherheit nennen würde. Denn das kannten viele von den eroberten Gebieten zuvor gar nicht für die untere Bevölkerungsschicht.

Auch bewegten sich die Konsule in einem gewissen Rahmen, was man von vorher dort befindlichen lokalen Herrschern nicht immer behaupten konnte.

Wirklich geplündert wurde es nicht. Obgleich viele nach Rom strömten auf der Suche nach ihrem Glück. Allerdings galt es auch als schick und Zeichen von Anerkennung, in einer Provinz Karriere zu machen und sich Grundbesitz dort zu erarbeiten. Es wurde schon auch drauf geschaut, dass die örtliche Wirtschaft florierte. Soweit möglich.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

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