Haben die Flüchtlinge den Fachkräftemangel gelöst?

 - (Politik, Deutschland, Islam)

34 Antworten

die Realität ist komplizierter als die AfD Fans verstehen.

Klar haben die Einwanderer Probleme mitgebracht und klar sind nicht alle hoch qualifiziert. Leider gibt auch keine Statistiken, wieviele nach Anerkennung und Arbeitserlaubnis nach einem oder nach 2 Jahren in der Lage sind, sich und ihre Familie zu ernähren.

Ich denke es sind viele aber natürlich nicht 100 % ..Aber ein hoher Prozentsatz .. weil wir tatsächlich Vollbeschäftigung haben und nicht nur Professoren und Ingenieure suchen. Auch in der Pflege überlegt man, gezielt Ausländer anzuwerben, da werden auch viele "Flüchtlinge" eine Arbeit gefunden haben.

Und wenn jetzt jemand vom Millionen Arbeitslosen und Minijob Beschäftigten fabuliert .. frag mal jemand, der Leute sucht, was ihm das Arbeitsamt schickt (Bundesagentur heisst es, ich weiss) -- Und frag einen Minijobber ob er nicht 40h arbeiten will !

Die einzigen Probleme die ich sehe: warum werden abgelehnte nicht zeitnah ausgewiesen ?

Und zur Sozialhilfe, Harz IV ... warum bekommen arbeitsfähige, also nicht alt, krank oder Mütter mit kleinen Kindern, so leicht staatliche Unterstützung, und nicht Arbeit zugewiesen ? .. Und das trifft aber Deutsche genauso wie Neu- Eingewanderte.

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Jürgen63225:

Langzeitarbeitslose werden von den Jobcentern betreut.

Bevor Arbeit zugewiesen werden kann muss sie den Jobcentern gemeldet werden.

Ein ALG II Empfänger ist verpflichtet jede zumutbare sozialversicherungspflichtige Arbeit, sowie Minijobs, Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) sowie unentgeltliche Praktika, deren Dauer auf 6.Monate ausgedehnt werden darf, anzunehmen.

Des weiteren sind Langzeitarbeitslose verpflichtet einer Tätigkeit unterhalb des Mindestlohn anzunehmen.

Verweigert sich ein Leistungsbezieher, ist der Jobcenter berechtigt ihn in mehreren Stufen zu sanktionieren.

Die von dir genannten Vorschläge sind bereits im Gesetz vorgesehen.

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Mit den Fachkraeften ist man einer Luege aufgesessen.

Nehmen wir 5 % von den Fluechtlingen, die sich nahtlos in den Arbeitsprozess einfuegen lassen, weil sie gebildet sind und mindestens erst einmal Englisch sprechen.

Der Rest laeuft unter Hilfsarbeiter, der sich schon aus der sprachlichen Barriere ergibt.

Dann sind ja noch die Frauen, Kinder und alte Leute, die nicht zu den Fachleuten gezaehlt werden koennen.

Die halbe Welt ist auf das duale Ausbildungssysten Deutschlands neidisch und ausgerechnet Fluechtlinge sollen da auf Augenhoehe stehen?

Mindestens 5 Jahre und die Situation ist in dieser Frage uebersichtlicher, wuerde ich meinen.

Die Flüchtlinge wurden von unserem Land aufgenommen um sie aus einer Notlage zu befreien, nicht als Arbeitskräfte.

Ich arbeite in der Altenpflege und wir haben da bundesweit einen erheblichen Fachkräftemangel. Deshalb kann ich sagen, wer in Deutschland langfristig arbeitslos ist, ist jedenfalls nicht bereit oder nicht in der Lage in der Pflege zu arbeiten. Natürlich sind Flüchtlinge keine ausgebildeten Pflegekräfte. Aber viele scheinen bereit, im Pflegealltag zu bestehen um eine reguläre Arbeit zu finden.

Dazu müssen die Leute natürlich ausgebildet werden. Das Problem ist meist nicht so sehr die pflegerische Ausbildung oder die Vorbildung. Es gibt kaum Deutschlehrer die unsere Sprache vermitteln. Dieses Problem lässt sich auch nicht ohne Weiteres lösen.

Wir haben mittlerweile zahlreiche ehemaligen Flüchtlinge, die als Pflegehelfer arbeiten. Manche haben auch eine Fachkraftausbildung abgeschlossen und ich kenne auch Stationsleitungen, die Flüchtlinge waren.

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"Wir haben mittlerweile zahlreiche ehemaligen Flüchtlinge, die als Pflegehelfer arbeiten." Das sind dann eben keine Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsmigranten.

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@HardwareGuru99

Nein, das sind anerkannte Flüchtlinge mit subsidiären Schutz und anerkannte Asylbewerber, sonst bekämen die keine Arbeitserlaubnis. Die kommen aus Syrien, Äthiopien, dem Iran und Tschetschenien. In ihren Kulturen werden alte Menschen besonders geschätzt. Das macht sie meist zu guten Pflegekräften.

Wirtschaftsmigranten gibt es auch. Junge Leute, die vor allem in Serbien und Vietnam angeworben werden. Die haben dann Highschool-Abschluss und machen hier eine Ausbildung.

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@Kleidchen2

Diese Erkenntnis ist ganz einfach, niemand, der über viele sichere Länder bis nach Deutschland reist, tut dies wegen Krieg/Verfolgung. Dahinter stecken ausschließlich wirtschaftliche Interessen.

Wer wegen dem Krieg aus Syrien flüchtet (obwol eine Binnenmigration bereits ausreichen würde) ist lediglich im unmittelbar nächsten sicheren Land (z.B. die Türkei) ein Flüchtling.

In allen anderen Ländern ist er ein Migrant.

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@HardwareGuru99

Kann man so sehen wenn man sich völlig unsolidarisch in der Komfortzone Mitteleuropa eingerichtet hat. Man kann also drauf warten, dass die ersten Frachter mit Flüchtlingen an der Nordsee anlanden. Oder das die Südländer Pleite sind und dann das Geschrei losgeht, dass jetzt der Deutsche Steuerzahler gefordert wird.

Wie wäre es mit etwas Vernunft und weniger Egoismus?

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@Kleidchen2

Ja, gegen etwas mehr Vernunft hätte ich durchaus nichts.

Die Südeuropäischen Staaten werden den Euro sowiso nicht überleben, egal wie viel Steuergelder wir hineinpumpen, und unabhängig davon wie viele Migranten/Flüchtlinge dort ankommen.

Vernunft, wäre es, wenn man endlich ein Konzept zur nationalen Grenzsicherung erarbeiten würde.

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@HardwareGuru99

Das hätte vor 200 Jahren vielleicht mit Vernunft zu tun, nicht aber heute im europäischen Kontext. Innereuropäische Grenzsicherung ist genauso vernünftig wie die Wiedereinführung der Kutschen.

Die Südeuropäer werden den Euro übeleben. Das ist auch in unserem vernünftigen Interesse, denn sonst wären unsere Produkte viel zu teuer auf dm Weltmarkt. einen größeren wirtschaftlichen schaden kann man kaum anrichten als die Grenzen hochzuziehen.

Ich verstehe auc nicht, was diese nationale Kleinstaaterei bezwecken soll.

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Migrationspolitik; hat jemand weitere Antworten?

Hallo Leute,

Ich muss morgen ein Referat zum Thema Migrationspolitik halten und dabei muss ich mich mit der Frage "Welche Interessen verfolgen die unterschiedlichen Akteure mit der Einwanderungspolitik?" beschäftigen.

Bis jetzt habe ich nur, dass man mit Migranten die Wirtschaft ankurbeln kann, da man sie zu Fachkräften ausbilden könnte, und man somit mehr Waren (mehr Produktion) und Arbeiter hätte, was auch im Interesse der Arbeitgeber und dem Staat wäre.

Außerdem wäre dann das Problem mit dem Mangel an Fachkräften (ein bisschen) gelöst und der Staat würde auch mehr Steuern kriegen, da es ja mehr Facharbeiter wären, die auch Steuern zahlen müssten... (Ich hoffe ihr könnt mich bis hierhin verstehen...:'D)

Dann hab ich auch noch, dass Angela Merkel vor drei Jahren Flüchtlinge nach Deutschland geholt hat, um ihnen zu helfen und dabei auch Menschlichkeit zu zeigen. Oder hatte sie noch einen anderen Grund?

Fallen euch noch mehr Gründe ein...? Weil mir fallen keine mehr ein, aber es sind irgendwie so wenige...:')

Ich danke schon mal im Voraus^^

LG Kathi

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