Haben die Eltern ein Recht darauf?

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9 Antworten

15 Jährige dürfen rein rechtlich nur "Taschengeldgeschäfte" abschließen, also ein Heft, ein paar Süßigkeiten, kleinere Anschaffungen.

Sollte ein Verkäufer ihm einen Fernseher verkaufen ist das außerhalb des Rahmens. Der Vertrag ist also "schwebend unwirksam" da die Erlaubnis der Eltern eingeholt werden muss. 

Möchten Sie also den Fernseher von Ihrem Sohn wieder zurückgeben muss dieser (auch wenn der Fernseher schon ausgepackt wurde) zum vollen Preis zurückgenommen werden.

Persönlich würde ich dazu sagen: Wenn der Sohn schon so fleißig seinen eigenen Fernseher angespart hat, soll er ihn doch behalten. Das lehrt ihn dass man seine Ziele erreichen kann und vor allem, dass man dafür schuften (in diesem Fall warten und Sparen) muss. Er wird seine Prioritäten bald anders setzen, er möchte ja auch mal ein Auto oder vielleicht sogar ein eigenes Haus kaufen.

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Kommentar von nonamestar
11.01.2016, 16:35

Prinzipiell (fast) richtig.

Wenn ein 15-Jähriger 400 Euro ansparen konnte ohne selbst zu arbeiten, hat er zu viel Geld bekommen und kann den Gegenwert von 10 Euro gar nicht einschätzen.

Erst durch ARBEIT (Zeitungen austragen) erkennt er, dass man für so viel Geld extrem lange arbeiten muss und dass es kein leistungsloses Geld gibt (außer für Kapitalisten).

Er muss lernen, dass es wichtiger ist, Geld für wichtige Dinge anzusparen als sie für sinnlosen Konsum (wie eine Glotze, die nach 3 Jahren kaputt ist) auszugeben.

Eine sinnvolle Ausgabe kann z.B ein Führerschein mit 18 sein.

Letztlich - und das ist auch gut so - haben die Eltern zu entscheiden.

Dein Beitrag zu "schwebend unwirksam" ist juristisch treffend.

Der VK hat voller Umsatzgier einen Fehler gemacht und das Unternehmen muss das Gerät kommentarlos zurück nehmen.

DANKE dafür.

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Mit 15 Jahren ist man nur beschränkt geschäftsfähig und darf ohne Einwilligung der Eltern solch teure Geräte gar nicht kaufen. Das hätte der Verkäufer eigentlich wissen müssen und nach einer Einwilligung fragen müssen (entweder schriftlich oder ein Elternteil hätte Jan zum Einkauf begleiten müssen). 

Demzufolge haben die Eltern selbstverständlich das Recht zu verlangen, dass der Fernseher zurück gebracht und auch zurück genommen wird.

Und durfte der Verkäufer ihm das Spiel verkaufen? 

Welches Spiel? In der Frage ging es doch um einen Fernseher, oder habe ich da was überlesen?

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Ich hatte das erst letztens in der Schule: Bei dieser Sache kommt es auf den Betrag und das Alter an. Wenn er z.B. einen Comic am Kiosk kauft ist das seine Sache, weil es hierbei nur um wenige Euro geht. Aber wenn er z.B. ein Pferd für 2000 Euro kauft können die Eltern von ihm verlangen, den Kauf Rückgängig zu machen (Egal ob er das Geld selber gespart hat oder nicht). Genau so ist das bei dem Fernseher. Immerhin sind 500-600 Euro (nehme ich mal an) sehr viel Geld für einen 15 Jährigen.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, LG Porakk :) 

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Das Spiel, wenn es für sein Alter freigegeben ist, darf er kaufen. Dem TV -Kaufvertrag können die Eltern widersprechen und der Händler muss das Bargeld (kein Gutschein) zurückgeben, da der Wert über den so genannten Taschengeldbetrag hinaus geht.

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Die Eltern können das sagen hatte ich erst in Wirtschaft :) nur wenn sie gesagt hätten er dürfte alles mit dem Geld machen dann nicht aber so können sie den Fernseher zurück bringen

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Kommentar von MarinaBee
11.01.2016, 16:28

Haha ja, ich habe das Thema gerade und wollte mich damit auseinandersetzen. Danke :)

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Kommentar von nr6amg
11.01.2016, 16:30

kein Problem :)

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Laut Gesetz ist er nur Teilgeschäftsfähig und braucht die Einwilligung der Eltern. Uneingeschränkt Geschäftsfähig ist er erst mit 18J..



Teilgeschäftsfähigkeit

Den Begriff der Teilgeschäftsfähigkeit kennt das Gesetz selbst nicht, er wurde durch die Rechtsprechung und Rechtslehre entwickelt. Der Minderjährige ist insoweit für einen bestimmten Lebensbereich als voll geschäftsfähig anzusehen.

Teilgeschäftsfähig ist der beschränkt Geschäftsfähige, dem der gesetzliche Vertreter gemäß § 112 BGB den Betrieb eines Erwerbsgeschäfts gestattet hat. Dies gilt jedoch nur für Rechtsgeschäfte, die der Geschäftsbetrieb mit sich bringt. Willenserklärungen des beschränkt Geschäftsfähigen sind insoweit wirksam. Die Ermächtigung zum Betrieb des Erwerbsgeschäfts durch den gesetzlichen Vertreter ist aber nur mit Genehmigung des Familiengerichtes (§ 1645 BGB) bzw. bei einem Vormund des Familiengerichts möglich (§ 1823 BGB).

Die Ermächtigung ist auch für Dienst- und Arbeitsverhältnisse (das gilt nicht für Berufsausbildungsverhältnisse, da diese keine Dienst- oder Arbeitsverhältnisse sind) möglich (§ 113 BGB). Willenserklärungen des Betreffenden, die auf Eingehung, Aufhebung oder Durchführung eines solchen Verhältnisses gerichtet sind, sind dann wirksam. Ist der gesetzliche Vertreter ein Vormund, benötigt er für die Einwilligung die familiengerichtliche Genehmigung (§ 1822 Nr. 6, 7 BGB).

In Bereichen des öffentlichen Rechtes ist für Minderjährige ab einem bestimmten Alter eine Teilgeschäftsfähigkeit (dort Handlungsfähigkeit genannt) eingeführt worden. So sind im Bereich des Sozialrechtes Minderjährige ab dem vollendeten 15. Lebensjahr handlungsfähig (§ 36 Erstes Buch Sozialgesetzbuch).



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und wieviel hat der fernseher dann insgesamt gekostet?

das muss man im verhältnis zu den einnahmen des jungendlichen sehen

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