Haben die Beamten mehr Gehalt (Netto) übrig, da sie keine Renten- Arbeitslosen- und Krankenversicherung zahlen?

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7 Antworten

Da ja die Beamten keine Rente bekommen, werden auch keine Beiträge fällig. Sie "bezahlen" aber rd. 5% ihres Einkommens für die Pension und die Krankenversicherungsbeiträge sind oft ganz schön üppg. Mein Nachbar jault,  denn bei ihm sind das rd. 600 EUR/Monat für seine Frau und ihn, denn eine kostenfreie Familienversicherung gibt es bei denen auch nicht. Auch nicht für etwaige Kinder. Und die Pension wird in voller Höhe versteuert, auch nicht schlecht, oder?

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Kommentar von grubenschmalz
17.01.2016, 16:00

Wenn die Frau gesetzlich versichert ist, kann sie problemlos die Kinder auf ihre KV nehmen.

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Kommentar von moreblack
17.01.2016, 20:28

Also ich dachte, der Elternteil, der das höhere Einkommen hat muss die Kinder in "seine" Versicherung nehmen. Wenn derjenige Beamter ist, dann eben in die Privatversicherung.

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Kann man so pauschal nicht beantworten.

Es kommt auf die Familienmitglieder an, wie diese zu versichern sind.

Außerdem kann man die Einkünfte von Beamten und Angestellten nicht immer vergleichen. Oft kommt es vor, dass ÖD-Angestellte in höheren Gehaltsgruppen sind. Der Angestellte hat einen  Anspruch auf die Einstufung der Tätigkeit die er ausübt. Der Beamte muss warten, bis es der Stellenplan hergibt.

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Beamte zahlen keine Beiträge zur Sozialversicherung:" Die Beträge zur Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung werden nicht von der Bruttobesoldung abgezogen."

Sie zahlen aber Krankenkassenbeiträge: " Die Kosten, welche von der Besoldung abgezogen werden, sind deutlich geringer. Es werden lediglich die Steuern und die Beiträge für die private Krankenversicherung abgezogen."

Quelle:  http://www.helpster.de/welche-abzuege-haben-beamte-besonderheiten_218420

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Im angehängten Bild mal ein Beispiel für einen Berufsanfänger als Lehrer an Gymnasien und Gesamtschulen, Stufe A13Z/5 (Studienrat)


Brutto und Netto mal markiert.


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Kommentar von schleudermaxe
17.01.2016, 15:50

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn mein Einstiegsgehalt belief sich auf rd. 1.500 EUR/Monat (Geschichte/Latein Gymn. S-H.) Fragen?

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Ja, ist richtig. Ich bin Beamter. Ich zahle beispielsweise nur knapp 700 EUR Lohnsteuer und knapp 100 Euro Kirchensteuer und SoliZuschlag, habe also nur 800 EUR Abzüge (allerdings habe ich Freibeträge eingetragen)


Allerdings: Von meinem Nettogehalt muss ich a) noch meine private Krankenversicherung bezahlen, das sind knapp 200 EUR im Monat und b) habe ich einen Eigenanteil von 300 EUR bei Arztrechnungen pro Jahr. Gehe ich also viel zum Arzt, ist mein Lohn noch mal 300 EUR weniger.

Zudem muss ich, wenn ich Kinder habe, deren private Krankenversicherung auch noch selbst zahlen, da sie nicht gesetzlich familienversichert sind.

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Kommentar von schleudermaxe
17.01.2016, 15:37

Das verstehe ich nicht. Wo bleiben die 36 EUR für Pflegeleistungen, die auch kein Nichtbeamter vom AG abgezogen bekommt? Wo bleibt die fehlende Familienversicherung, die jeder "normale" heute aufgrund der so hochgejubelten in Berlin kostenfrei bekommt? Wo bleibt die fast kostenfreie Krankenversicherung im Ruhestand? Welcher AN muß seine Rente komplett mit Lohnsteuerkarte besteuern. Und für unsere Altersversorgung werden rd. 5% einbehalten, so jedenfalls das Deutsche Verfassungsgericht. Alles schon vergessen? Zudem gibt es reichlich Beamte, die jeden Monat vom Rathaus eine Aufstockung bekommen, weil die Alimentation unter den Grundbedarf von Harz IV gerutscht ist, ohne das es jemand in Berlin interessiert.

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@Barmalej22,

nein, das haben sie nicht. Ihre Krankenversicherung müssen sie ebenfalls monatlich bezahlen.

In Deutschland haben wir freie Berufswahl. Wer den Beamten irgend welche angeblichen Vorteile neidet, hätte ja die Wahl gehabt, ebenfalls Beamter zu werden.

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Kommentar von Barmalej22
17.01.2016, 15:28

Oh, wirklich?! - was für Freiheiten hat man hier....   Gibt es denn Länder, wo einem sein Beruf staatlich vorgeschrieben wird?

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Ja, logischerweise ist das so.

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