Haben die arabischen und nordafrikanischen Staaten keine eigenen Sprachen?

10 Antworten

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Die einheimischen Sprachen waren in diesen Ländern schon durch die Romanisierung ab dem 2. Jh. vor Christus und Christianisierung ( 3. - 6. Jh. nach Chr.) weitgehend zurückgedrängt worden! Nach der Islamisierung (7./8. Jh.) sprechen nur noch die verbliebenen Christen alte Sprachen (christl Syrer syrisch, Kopten koptisch etc.)! Ausnamen: Berber Bororo und Tuareg sprechen als Muslime auch noch andere Sprachen neben dem Arabischen!

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Vielen Dank für das Sternchen!

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Die Osmanen (Türken mitunter) reisten 502 nach Christus mit einer neuen Religion in der Tasche (Islam) durch ganz Europa, Asien und Nordafrika und regierten. Das osmanische Reich blieb einige Jahrhunderte vorhanden. Deshalb wird noch heute dort arabisch gesprochen. Viele Mazedonier, Kosovo. oder Albaner sind deshalb zum beispiel Moslems.

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Tut mir leid, aber das ist der größte Müll überhaubt. Die Osmanen gab es erst seit 1300 und im osmanischen Reich herschte Religionsfreiheit.

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Die Osmanen haben aber KEIN arabisch sondern osmanisches-türkisch gesprochen, das sind zwei völlig unterschiedliche Sprachen!!

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Unterschiedliche Sprachen entwickeln sich nur wenn die Menschen sesshaft werden, solange sie Nomaden bleiben und immer mit Menschen aus anderen Gebieten reden verändert sich die Sprache auf über die Jahrhunderte ähnlich. Die von Nomaden geprägten trockenen Gebiete Nordafrikas konnten deshalb lange keine eigenen Sprachen entwickeln. Man kann zwar beobachten wie sich die Sprache in den letzten Jahrhunderten immer weiter vom Hocharabisch entvernt, dieser Protzes ist aber noch nicht so weit fortgeschritten das man dabei von eigenen Sprachen reden kann. Das verhält sich ähnlich wie mit dem Englisch das in Australien, Kenia, Indien,... gesprochen wird, es ist mehr ein Dialekt (wie Bairisch oder Schwäbisch) als eine andere Sprache.

Sprachen sind etwas lebendiges, "konservierte" Sprachen wie Hocharabisch, Kirchenlatein, Hebräisch,... die sich über Jahrhunderte oder Jahrtausende kaum verändern (Hebr. ca 1000 v.C. K-lat. 400 n.C. H.arab. 750 n.C.) findet man nur in (Geistes)Wissenschaften. Selbst innerhalb der Bibel kann man erkennen wie sich das Hebräische über 1500 Jahre etwas verändert hat.

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Das Hocharabisch gewinnt in jüngster Zeit als Verkehrssprache eines sich globalisierenden Islam immer mehr an Bedeutung. Das ein Prozess fortschreitet sich vom Hocharabisch zu entfernen, waage ich zu bezweifeln. Das Gegenteil wird der Fall sein, zumal die arabische Sprache mittlerweile zu den großen Weltsprachen zählt und durch diese Tatsache wird das Hocharabisch wieder IN werden.

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@kosmikgirl

Das stimmt nicht. Das Hocharabisch wird zur Zeit versetzt durch das Kölscharabisch.

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@kosmikgirl

Es mag sein das die Globalisirung dazu führt das das Arabisch wider einheitlicher wird, trotzdem entwickelt sich die Sprache weiter, es gibt z.B. neue Worte für Flugzeuge oder Computer, auch betonungen ändern sich und da das Arabische als Vokalschrift nur wenig Information über die tatsächliche Aussprache gibt müssen wir eigentlich davon ausgehen das sich die Sprache erheblich verändern konnte ohne das man das nachvollziehen kann.

Man kann auch im Englischen beobachten das sich die Sprache durch Filme, Fernsehen, Internet, Globalisirung im allgemeinen wieder vereinheitlicht. Die Globalisirung in ihren verschiedenen Formen führt dazu das Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Erde miteinander sprechen und das sich die Sprache dadurch vereinheitlicht. Das ist der gleiche Effekt wie bei Nomaden.

Das ändert nichts daran das sich im Arabischen (Englischen...) während der letzten Jahrhunderte viele Dialekte bildeten. Es handelt sich dabei um natürliche Prozesse, die sich aus den Umständen ergeben in denen die Sprache Anwendung findet.

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@Klaus02

Seit dem 19. Jhr. wurde das klassische Arabisch, nachdem es zuvor in einigen Bereichen an Bedeutung verloren hat, von auf einen kulturellen Aufschwung bedachten Intellektuellen bewußt gefördert und paßte sich in der Folge in Wortschatz u. Ausdrucksweise den Erfordernissen der neuen Zeit an. Das so entstandenen Neuhocharabisch ist wie das klassische Arabisch in erster Linie eine allgemeinverbindliche Schriftsprache und erfreut sich einer neuen Beliebtheit. Natürlich existieren mehrer Regionalsprachen mit deren jeweiligen lokalen Dialekten, doch das ändert nichts daran, das sich die Neuhocharabische Sprache letztlich wieder durchsetzen wird, zumindest bei der gebildenten Bevölkerung. Der Formenbestand dieser Sprache ist charkterisiert durch meist 3-konsonatige Wortwurzeln, die eine Grundbedeutung tragen u. von denen durch die Vokalverteilung u.a. Wortbildungsmittel Nomina und Verben generiert werden. z.B. Zur Wurzel k-t-b (schreiben) die Nomina kitab (Buch), maktab (Büro, Schreibtisch) kaatib (Schriftsteller, Schreiber) und Verben wie kataba (schreiben), takaataba (einander schreiben), aktaba (diktieren), istaktaba ( zu schreiben bitten) Damit gehört die Arabische Sprache zum Typus wurzelflektierenden Sprachen und ist, wenn man es einmal verstanden hat, gar nicht so schwer, es ist lediglich die Aussprache die uns europäern schwer fällt.

Wie auch immer, wir werden sehen wie sich die Zukunft diesbezüglich entwickelt, warten wir einfach ab.

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