Haben alle Süchte den gleichen Ursprung?

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14 Antworten

Die neuere Suchtforschung hat herausgefunden, dass bei Süchtigen häufig ein Ungleichgewicht in der Hirnchemie herrscht, welches der Süchtige hofft, mit der Zuführung eines entsprechenden Suchtmittels bzw. einer Sucht-Tätigkeit (Spielen, Extremsport, Essen) auszugleichen. (Nichts anderes macht auch die Pharmaindustrie!)

Das Ungleichgewicht in der Hirnchemie ist oftmals vererbt und kann durch fachlich kompetente Interventionen - notfalls auch durch die Gabe von Antidepressiva - wieder behoben werden, falls die Süchtigen durch den Spießrutenlauf, den ihnen unsere Gesellschaft meist als einzige Alternative zum Entzug anbietet, hindurchfinden und tatsächlich eine gute Therapie antreten können.

Ja, Süchte haben was mit den Beziehungsgeflechten in der Familie zu tun, angefangen bei so "harmlosen" Süchten wie Selbstdarstellungssucht (sehr nervig für die Mitmenschen) oder Sucht nach Extremsportarten über gängige Süchte wie Alkohol/Drogen/Ernährung etc. bis hin zu den offen selbstzerstörerischen Süchten (Ritzen und andere Selbstverstümmelungen). Bei Therapien sollte nach der körperlichen die seelische Entgiftung (in Ordnung bringen der familiären Beziehungen) unbedingt folgen.

Dich würd sicher die DVD von Gerhald Hüther intressieren "Was Kinder heute brauchen", ist Neurobiologe. Ungefähres Zitat: "... fehlen den Kindern die Herausforderungen im Alltag! Das wird kompensiert. Und dafür haben Ärzte auch sofort eine Bezeichnung gefunden. Man hängt einfach das Wort Suchen nach Essen, Sport, Akohol, Tabletten, bzw. Workaholic, Magersucht. ..." Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Sind zwei DVDs. Gilt übrigens umso mehr für Erwachsene :-)

Man weiss es nicht so genau. Es gibt viele Theorien darüber. Süchte sind zum Teil genetisch bedingt, also vererbt zum anderen erworben. Die Ursprünge sind wohl bei allen Süchten die gleichen. Ob eine veranlagte Sucht zum Ausbruch kommt, hängt meist mit der jüngsten Entwicklung in den ersten Lebensjahre zusammen, mit Zuwendung der Eltern und Liebe. Später dann damit ob man Probleme bewältigen kann oder in eine Sucht als Ausweg nimmt. Das können dann eben alle möglichen sein: Esssen, Alkohol, Drogen, Spiele, usw.

Beste Antwort,DH!!

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Ich glaube, zu einem gewissen Grad schon. Irgendwo gibt es im Menschen ein Defizit. Dieser Mangel wird durch den Gebrauch des Suchtmittels ausgeglichen. Aber über einen Kamm scheren kann man die Suchterkrankungen nicht. Denn ein Stoffmittelerkrankter braucht seinen Stoff, um überhaupt leben zu können. Aber dieses Thema ist zu komplex, um ausführlich antworten zu können. Dazu gibt es unzählige Seiten im Netz, und auch verschiedene Theorien.

es kommt darauf an, es gibt ja körperliche oder seelische abhängigkeit....

Das ist eine gute Frage. Naja, letztendlich versucht man immer ein besseres Gefühl zu haben.

Meiner Meinung nach ja,da man wohl mit einer Sucht etwas anderes zu kompensieren versucht.....aber das ist nur meine Meinung!

Ja. Hat alles mit dem Gehirn zu tun. Dauerzustand. Und wenn es dann nicht mehr vorhanden ist, bekommt man Entzugserscheinungen.

Der Ursprung ist in jedem Falle die Psyche.

eigentlich ja -> die stimulieren das Gehirn zur Produktion der Glückshormone :-)

Du schmeisst Sucht und abhängigkeit in einen Topf, das geht nicht.

Wo ist der Unterschied?

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@kaesbrot

nein tut sie nicht,Sucht ist nicht gleich Abbhängigkeit...

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@kaesbrot

Sucht ist hauptsächlich psychisch bedingt, Abhängigkeit Körperlich..man bekommt ja auch Entzugserscheinungen und Körperliche Schmerzen (Hängt halt vom "Stoff" ab).

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@Smash

aber hallo,ich rauche zb,als Genuss,bin nICHT abhängig,da ich es genetisch schlecht werden kann!SMASH

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@Masoud53

Auf Grund der Genetik nicht von Zigaretten abhängig werden können? Damit währst du eine neue Spezies!Und nun überleg mal was denn "Genuss" ist ^°

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ja....alle Süchte sind (auch) Kopfsache

Nein, jeder hat ein Suchtpotential und jeder hat dafür völlig andere Auslöser.

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