Haben Ärzte immer Schweigepflicht?

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Wenn ein "rechtfertigender Notstand" vorliegt (§34 BGB), dann darf der Arzt seine Schweigepflicht brechen. Beispielsweise wenn er Kenntnis davon erhält, dass ein Verbrechen geplant ist.

"Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden."

Vor der Polizei gilt die Schweigeplicht aber nicht in Betreuungsverfahren, da dürfen sie sogar wie in meiner Frage was kann man tun wenn die STa. eine Anzeige nach 1. Jahr nicht bearbeitet..... Überal darf ein Arzt ohne Entbindung von der Schweigplicht nichts sagen, nicht mal bei einem Mörder, nur in einer Betreuungsache wird der Mensch Gesetzlich zum Tier und der Arzt zum Tierarzt und der hat ja bekanntliche keine Schweigeplicht.

Zur Aufklärung einer Straftat dürfen sie ihr Schweigen brechen, aber auch nur dann. Muss aber glaube ich ein Schwerwiegender verstoß sein und auf richterliche Anordnung erfolgen.

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