Habe vor das Kopftuch abzunehmen! Wie würdet ihr auf so etwas reagieren?

86 Antworten

In diesem Land kann jeder Mensch seine Religion frei ausüben und dementsprechend darfst du das Kopftuch selbstverständlich abnehmen.

Falls du meine persönliche Meinung wissen möchtest: Ich bewundere muslimische Frauen, die sich - trotz der scheinbaren Last - für das Kopftuch entscheiden. Sowas genießt meinen größten Respekt, denn gewiss ist es nicht einfach, wenn man so behandelt wird. Ich kann mich schwer in deine Lage hineinversetzen, weiß aber aus persönlichen Erfahrungen, dass - nun gut, wie formuliere ich das - geistig etwas begrenzte Menschen schnell Urteile über Menschen fällen, wenn sie in irgendeiner Hinsicht anders zu sein scheinen. Sei es nun die Religion, die Hautfarbe oder die Herkunft i.a.S. Bekanntlich ist es schwer, wenn man plötzlich auch noch über den eigenen Tellerrand schauen muss, denn so erkennt man urplötzlich, dass es verschiedene Lebensstile gibt und andere sich nicht zwangsläufig dem eigenen anpassen müssen, bis dato war man schließlich der Mittelpunkt dieses Planeten.

Ich persönlich würde diesen Menschen solch einen Gefallen nicht tun. Wenn du nach wie vor zu deinen Grundüberzeugungen stehst, dann denke nochmal darüber nach. Sich verändern, weil es anderen nicht passt? Das kann nicht die richtige Entscheidung sein, du schadest niemandem mit einem Stofffetzen. De facto würde ich es - sollte dem so sein - schade finden, denn so siegt die Dummheit über die Vernunft. Es kann gewiss nicht ein Merkmal der Vernunft sein, wenn man andere aufgrund solch einer Bagatelle schlecht behandelt - vor allem nicht im 21. Jahrhundert, in diesem Land stehen jedem Menschen Grundrechte zu und das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist gemäß Art. 4 GG jedem Menschen gegeben - auch dir. Darauf hättest du die werte Dame vielleicht aufmerksam machen sollen.

Und lass dir bitte keinen Unfug von Leuten einreden, die ihre eigene Intoleranz mit Sätzen wie "In Deutschland trägt man kein Kopftuch" begründen, solche Leute sind die gefährlichste Sorte: Haben von nichts Ahnung und wollen immer ihren Willen durchsetzen - die Begründungen sind (wie sonst auch) Nonsens. Wenn dieses Land auf etwas stolz sein kann, dann vor allem auf die Rechte, die die Menschen genießen. In dieser Hinsicht ist Deutschland meiner Ansicht nach ganz oben mit dabei. 

Jeder Mensch darf sich hier frei entfalten und soll dies auch tun, die Meinung irgendwelcher Kleingeister ist irrelevant und hat keinerlei Bedeutung. Lass dich nicht schlecht behandeln und öffne ruhig den Mund, wenn jemand dich verbal attackiert. Schaut die Person dich schief an, dann schaust du halt mal zurück. 

Das hat bei mir immer funktioniert, die Leute haben nur etwas zu melden, weil du bisher nichts unternommen hast. Es gibt da draußen genug Leute - mich eingeschlossen - die dir in solch einer Lebenssituation (sei es z.B. das mit der scheinbaren Freundin" zur Seite stehen, also solltest du dieses strikte Negativdenken ablegen. Mag sein das es da draußen intolerante Menschen gibt, diese machen aber gewiss nicht die Mehrheit aus. 

An dieser Stelle: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" Bertolt Brecht

WÄRE TOLL wenn islamische LÄNDER dies mal den Christen, Juden, Homosexuellen, Andersgläubigen gestatten würden, solange das nicht ist, haben Muslime hier keinen Spielraum mehr für FORDERUNGEN!

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@ChicagoBlues

"solange das nicht ist, haben Muslime hier keinen Spielraum mehr für FORDERUNGEN!"

Falsch. Diese Grundrechte stehen allen Menschen zu und nicht nur denen, die jemand wie du auserwählt. Jeder Mensch in diesem Land ist Grundrechtsträger und das kannst du in den Gesetzestexten gerne nachlesen.

Deine persönlichen Ansichten sind vollkommen irrelevant, bleibe bei den Fakten. Keiner dieser Leute kann die Umstände in den jeweiligen Ländern beeinflussen, dein Argument "In deren Ländern werden Minderheiten unterdrückt, also nehmen wir denen jetzt ihre Menschenrechte" ist kindisch, naiv und nicht verfassungskonform.


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Ich bedanke mich als Muslim für deine objektive Sichtweise, die bei vielen hier zu wünschen sind. Mmn hätte deine Antwort n Stern verdient.

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@Fujitora67

Ich muss ChicagoBlues insofern zustimmen, dass niemand hier das Recht hat, Forderungen zu stellen.

Man könnte auch einfach mal höflich um etwas bitten. Auf diese ständigen Forderungen von egal welcher Seite reagiere ich mittlerweile auch allergisch.

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@Kristall08

"Ich muss ChicagoBlues insofern zustimmen, dass niemand hier das Recht hat, Forderungen zu stellen."

Du verfügst über ein falsches Verständnis hinsichtlich der Tatsachen. Es existiert überhaupt keine Forderung. Das Grundgesetz ist die oberste Rechtsnorm in diesem Land, sie gilt für Bürger und Staat gleichermaßen, räumt den Bürgern Rechte und Pflichten ein und beschränkt die Staatsgewalt. Differenziere eine Forderung von einem Menschenrecht, das keine Forderung voraussetzt:

Artikel 4 GG:

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

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Du siehst das alles aus einer falschen Perspektive. Das Problem ist dein subjektives Empfinden, das sich in deinen Antworten manifestiert. Kein Mensch muss eine Forderung stellen, um Religionsfreiheit zu genießen. JEDER MENSCH in diesem Land darf sich in dieser Hinsicht frei entfalten. Du regst dich also über eine Forderung auf, die niemals präsent war.

De facto muss keine Muslima erst etwas fordern, dieses Recht genießt sie von Anfang an und dieses Recht steht nicht zur Debatte. 

"Man könnte auch einfach mal höflich um etwas bitten."

Wer soll wen um etwas bitten? Dich? Eine Bitte weist im Endergebnis die Option vor, dass sie abgelehnt werden kann.

"A fragt B, ob sie ein Kopftuch tragen darf. B möchte dies nicht und lehnt die Bitte der A ab".

Die Meinung des B ist vollkommen irrelevant. Das Grundgesetz steht über allem anderen und damit ist eine Diskussion überhaupt nicht notwendig, der B hat keine Entscheidungsfreiheit darüber.

" Auf diese ständigen Forderungen von egal welcher Seite reagiere ich mittlerweile auch allergisch."

Niemand stellt dir oder irgendwem sonst Forderungen. Du (oder sonst irgendein Bürger) hast nicht die Befugnisse, um irgendwelche Forderungen auch nur ansatzweise bejahen oder verneinen zu können. Und genau deshalb existieren Grundrechte, die allen Menschen die gleichen Freiheiten einräumen, die Entscheidung dahingehend unterliegt nicht irgendwelchen Bürgern, die ihre persönliche Ansicht auf ganze Menschengruppen übertragen wollen. Menschen sollten diese Macht niemals besitzen, sie hat immer nur irgendwelchen Psychopathen den Weg geebnet. Leider liegt es wohl in der Natur des Menschen, dass er andere beherrschen möchte.

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@Akainuu

Du unterschätzt gerade, mit wem du redest.

Ich sehe gar nichts aus einer falschen Perspektive. Ihr verkennt, dass auch Engelsgeduld mal ein Ende haben kann. Gesetze kann man ändern, selbst das Grundgesetz, da es nicht in Stein gemeißelt, sondern nur auf Papier geschrieben ist.

Es wäre allein schon eine Frage der Höflichkeit und des gepflegten Umgangs, erstmal zu bitten, statt immer gleich zu fordern.

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@Kristall08

Und ich weiß immernoch nicht, wo es eine Forderung ist, seine Religion frei wählen zu können und auch, in wie fern man diese lebt und nach außen zeigt. Das ist schlichtweg ein Grundrecht und da gebe ich Akainuu voll und ganz Recht, dass dort eine Forderung gar nicht nötig ist.
Das Grundgesetz erlaubt die freie Entfaltung der Persönlichkeit, solange kein anderer davon geschädigt wird. Und ich hatte bisher nie den Eindruck einen "Schaden" davon zu tragen, wenn eine Muslima mit Kopftuch an mir vorbeigegangen ist oder ich mich mit ihr unterhalten habe. 

Und ich wette du fragst auch nicht ob du am Bahnhof oder wo auch immer mal dein Handy benutzen oder diese oder jene Jacke/Hose etc. tragen darfst. Du machst es einfach, weil das Grundgesetz dir dieses Recht uneingeschränkt gewährt. 

Seine Grundrechte einzufordern ist das, was jeder normale Mensch tun würde. Komischerweise scheint es kein Problem zu sein wenn Juden, Christen etc. diese automatisch in Deutschland in Anspruch nehmen, aber wenn ein Moslem oder eine Musliam vor einem steht wird von unhaltbaren Forderungen gesprochen. Was ist denn das bitte für eine Doppelmoral?

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@Kristall08

"Du unterschätzt gerade, mit wem du redest."

Sieh mal einer an, wer bist du denn? Ich könnte dieser Aussage irgendeine Bedeutung zuordnen, wenn deine bisherigen Argumente wirklich überzeugend gewesen wären, aber der einzige erkennbare Inhalt ist "Sie müssen sich anpassen/erst bitten/Höflichkeit" und weitere Aussagen, die nichts - rein gar nichts - mit dem zu tun haben, was ich zuvor gesagt habe und ich habe dir nun mehrmals mitgeteilt, dass diese Dinge keine Rolle spielen, da die Religionsfreiheit durch das Grundgesetz gegeben ist, aber du kannst/willst das einfach nicht verstehen. 

"Ich sehe gar nichts aus einer falschen Perspektive."

Doch, aber sowas von.

"Gesetze kann man ändern, selbst das Grundgesetz, da es nicht in Stein gemeißelt, sondern nur auf Papier geschrieben ist."

Kann man, aber dies obliegt zum Glück nicht irgendwelchen Bürgern, sondern Leuten, die sich Gott sei Dank mit der Materie beschäftigt haben und wissen, was diesem Grundgesetz für eine Bedeutung anzurechnen ist/nicht aufgrund irgendwelchen subjektiven Geschwafels meinen, sie könnten das Grundgesetz nach Belieben beeinflussen. Das Grundgesetz wurde so konzipiert, dass es eben nicht aufgrund irgendwelcher traditioneller - vollkommen veralteter - Ansichten irgendwelcher Leute geändert werden kann.

Das Grundgesetz stammt aus dem Jahre 1949 und wurde von Menschen verfasst, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben und genau wussten, warum die Änderung des Grundgesetzes erschwert werden muss. Zudem hat man aus den Fehlern der weimarer Verfassung gelernt.

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Art. 79 II GG: (2) Ein solches Gesetz bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates.

--> Viel Erfolg, denn das muss man erstmal hinkriegen. Wer sich etwas in der Juristerei auskennt, der weiß, dass sowas wie der Art. 4 GG unter Garantie nicht geändert wird. Vor allem nicht nach dem "Alle dürfen ihre Religion ausüben, nur die Muslime sollen keine Kopftücher tragen" Prinzip, da:

Art. 79 III GG: (3) Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.

--> Ewigkeitsklausel, Art. 1 und 20 stehen unter dem höchstmöglichen Schutz. Die Religionsfreiheit ist bezogen auf den Artikel 1, wer gezielt bestimmte Religionsgruppen benachteiligt und diskriminiert, der tritt die Würde des Menschen mit Füßen.

Tut mir leid, aber deine Ansichten hier sind unglaublich undemokratisch und sehr fragwürdig, wie genau soll das Grundgesetz deiner Ansicht nach denn geändert werden? Würde mich brennend interessieren, ist schon sehr amüsant.

Und das ist es, was so unverständlich ist: Du legst die Dinge nach deinem Ermessen aus, aber so funktioniert ein zwischenmenschliches Miteinander und vor allem auch die Juristerei nicht. Vor dem Gesetz sollten alle Menschen gleich behandelt werden. 

"Es wäre allein schon eine Frage der Höflichkeit und des gepflegten Umgangs, erstmal zu bitten, statt immer gleich zu fordern."

NEIN! NEIN! NEIN! Zum 10. Mal nein. Wie oft soll man dir denn noch sagen, dass keiner irgendeine Person um seine grundlegendsten Rechte bitten muss? Diese Rechte kriegt jeder Mensch von Geburt an und niemand fordert irgendetwas - nochmal - eine Forderung ist und war nie vonnöten.

Hierbei nochmal die Frage: Wer soll wen bitten? Etwa dich? :D

Deine Geduld spielt keine Rolle, Kristall. Du stehst nicht in der Position, um irgendeine Ungeduld geltend machen zu können. Das meine ich überhaupt nicht abwertend, aber du nimmst dich als Person als so wichtig wahr ("Du unterschätzt gerade, mit wem du redest"), dass du meinst, du wärst in der Position, um - lediglich aufgrund irgendwelcher unbegründeten Ansichten - über die Religionsfreiheit anderer Menschen entscheiden zu können. Eine Bitte ist immer noch ein Verlangen, das wiederum die Möglichkeit bietet, dass es abgelehnt werden kann und das ist der Knackpunkt und eine unglaublich undemokratische und vor allem gefährliche Ansicht, die du da vertrittst. 

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@Rivkin

Selbstverständlich ist das eine Doppelmoral, Rivkin.

Mit diesen Leuten kann man sich aber nicht verständigen, da sie ihre Meinung als Maß aller Dinge definieren. Ich habe jetzt mindestens ein Dutzend Argumente gebracht, die auf dem GG beruhen, diese Argumente werden jedes Mal ignoriert und man bekommt als Gegenzug sowas wie "Ja, aber die sollen erstmal fragen" zu hören, was - wie wir beide nun erläutert haben - Nonsens ist.

Mal ganz ehrlich, man nennt hier sogar die dazugehörigen Artikel, begründet alles sachlich mit dem GG, aber kriegt dann nur sowas wie "Das Grundgesetz ist auch nur ein Gesetz und kann geändert werden" zu hören.

Mir geht es grundsätzlich darum, dass die Gefährlichkeit solcher Aussagen den Leuten gar nicht bewusst ist, die wollen elementare Bestandteile der Verfassung ändern, weil ihnen ein Stofffetzen nicht passt. 

Zu dieser Thematik braucht man sich aber auch nicht mehr äußern, wer wirklich objektiv ist, der erkennt, dass die Diskriminierung und derartige Unterdrückung von Minderheiten (die sollen erstmal fragen, vielleicht erlaubt ich denen das) nicht nur verfassungswidrig, sondern auch auf einer rein menschlichen Ebene echt widerlich ist.

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@Akainuu

Ich danke Dir @ Aikainuu, das sehen viele Menschen ganz genauso...und die meisten sind soweit, dass sie sich nicht mehr den Mund im eigenen Land verbieten lassen, von dann "beleidigten Muslimen", die zwar gerne austeilen, aber nicht einstecken wollen...dann geht nämlich wie nach meinem Beitrag das große Heulen los...Dir nochmals vielen Dank auch für Deine richtigen und wichtigen Ausführungen

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@ChicagoBlues

Es sind immer wieder irgendwelche merkwürdigen Leute, die diesen Beitrag hier kommentieren...

Chicago, ich habe mich nirgendwo auf deine Seite gestellt, sondern verteidige hier die ganze Zeit die Religionsfreiheit, die du an den Pranger stellst.

Lies den Beitrag, mein Gott :D 

Euch muss man ja nicht einmal argumentativ etwas bieten, da reichen lange Beiträge, die dann nicht gelesen werden - merke ich mir :D

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@Akainuu

Religionsfreiheit bedeutet nicht, der Kultur eines anderen Landes zu höhnen und zu spotten indem ich mit "Alienhead-Verkleidung" oder "Nachthemd" die Strassen bevölkere und meine "Flagge" der politischen Gesinnung so vor mir hertrage. So einfach ist das und lediglich das kritisiere ich. Mich stört niemand, der seine Religion (insofern es eine ist!!) im privaten für sich lebt.

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@ChicagoBlues

"Religionsfreiheit bedeutet nicht, der Kultur eines anderen Landes zu höhnen und zu spotten"

Nicht noch so einer...Was soll das denn für eine Kultur sein, wenn sie sich von einem Stofffetzen verspotten lässt? Oder ist es viel mehr so, dass du dich als eine Person siehst, die verspottet wird? Lacht das Kopftuch dich etwa aus und die Kultur ist ein Vorwand? 

Ich muss hier mal kurz etwas energischer werden: Tut mir leid, aber Leute wie du haben keinen Plan von unserer Kultur und das ist die traurige Wahrheit, der ihr nicht ins Auge blicken könnt und deshalb komme ich zu der Schlussfolgerung, dass die sogenannten "Verteidiger der Kultur" in Wirklichkeit die sind, die ihre Intoleranz mit der Verteidigung irgendeiner Kultur begründen wollen. Wir müssen uns nicht dieser hirnrissigen Idee anschließen, dass Intoleranz jemals ein Teil unserer Kultur gewesen wäre, ich distanziere mich von dieser Idee.

Eine Kultur lässt sich nicht durch einen Stofffetzen zerstören. Wenn dem so wäre, warum spricht man hier nicht all die anderen religiösen Symbole an, die in der Öffentlichkeit getragen werden? Ganz einfach: Weil die Kultur scheinbar nur dann verteidigt werden muss, wenn es irgendeine Frau mit einem Stofffetzen auf dem Kopf ist.

Wir leben im 21. Jahrhundert, die Leute laufen mit Haaren durch die Gegend, die alle Farben des Regenbogens tragen, in diesem Land leben X verschiedene Nationalitäten und es gibt X verschiedene Lebensphilosophien, doch bei einem Stofffetzen ist plötzlich unsere Kultur gefährdet? Bezüglich der Kleidung darfst du dich auch mal gerne umschauen, dann erkennst du, dass da draußen Leute rumlaufen, die die "Alienkleidung" noch bei weitem übertreffen und das ist okay so. Und bei einem Stofffetzen ist deine Kultur gefährdet? In früheren Zeiten hätte man die Leute wegen allen möglichen Dingen gleich an den Pranger gestellt und das haben wir zum Glück überwunden. Das Grundgesetz hat seinen Sinn, es wurde 4 Jahre nach dem WWII geschaffen und die Leute wussten, warum man Meinungen wie deiner Einheit gebieten muss - und sei es das Kleiderverbot/Einschränkung der Religionsausübung, das dich - bei etwas Geschichtswissen - an einen kleinen Mann erinnern dürfte. 

Der Art. 4 II GG gewährleistet allen Personen die freie Religionsausübung und zwar unabhängig davon, ob dies privat oder außerhalb geschieht. 

Das du in einem Stofffetzen irgendeine politische Botschaft siehst, ist viel mehr darauf zurückzuführen, dass du diesen Stofffetzen als Gefahr wahrnehmen möchtest - wofür auch immer. Ich frage mich, ob du dich auch dann so aufregst, wenn irgendeiner mit Markenklamotten durch die Gegend rennt, ist schließlich auch eine "politische Meinung", nicht wahr?

Solltest du weiteren Bedarf an einer Diskussion haben, dann melde dich doch mal per FA oder Kompliment bei mir.

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Ein Glaube muss man nicht rechtfertigen und das was andere über dich denken ist nicht dein Problem. Nein, du sollst nicht aufgeben und dein Kopftuch ausziehen, weil du unterdrückt wirst. Nein, du sollst nicht dein Kopftuch ausziehen, weil die Massenmedien es versuchen in das schlechte Licht zu bringen. Nein, zieh es nicht aus wegen mir oder den Menschen, den du am nähsten stehst.
Laut Koran, sollte es normal sein, dass das Leben für Muslmie schwieriger ist. Es hat sich dementsprechen auch so prophezeit. Ich bin Christ und lasse mir von keinen Muslim etwas über meinen Glauben kritisieren, aber ich höre immer sehr gerne zu. Ich liebe Muslime, weil ich ihre guten Seiten sehe und meine großteil meine Freunde sind Muslime.
Nein, es ist völlig okay zu zweifeln. Es ist in Ordnung das du darüber nachdenkst und der liebe Allah wird auch Rücksicht danach haben. Aber verdammt nochmal, lass es nicht zu. Du bist Du und dein Kopftuch wird nichts daran ändern.
Ich rate dir, wenn du im Norden von Deutschland leben solltes, in den Süden zu ziehen. Hier unten ist es eigentlich nicht so  (ich sage mal) rassistisch.
Wenn natürlich die Möglichkeit und Lust besteht. Aber mach es niemals wegen andere okay.
Wenn du kein Kopftuch mehr tragen willst ist es völlig okay. Es gibt wichtigere Dinge als das. Wenn du es tust, wird der gleiche Effekt aufdringen und zwar von dennen die dich bewundert haben ...

Hallo,

was Du schreibst, macht mich sehr traurig - und wütend über uns Deutsche. Ich finde es schlimm, wie intolerant und fremdenfeindlich viele von uns immer noch sind. Oder auch wieder zunehmend werden, sobald es vor allem um Muslime und den Hidschab geht.

Es macht mich auch traurig, dass Du Dich aufgrund dieser Anfeindungen mit der Frage auseinandersetzen musst, ob Du den Hidschab, für den Du Dich ja freiwillig entschieden hast, nicht doch besser absetzt. Das ist keine gute Voraussetzung, über eine solche Frage nachzudenken; denn es ist ja mehr als nur ein Stück Stoff.

Warum können wir einander nicht so akzeptieren, wie wir sind? Muslima oder Christ, mit Kopftuch oder ohne, mit Niqab oder mit viel Make-up oder was sonst?

Nun, Du fragst, was ich denke, wenn eine Frau, die ich schon länger kenne, das Kopftuch abnimmt. Ich würde mich bei ihr erkundigen - und in einem Falle wie Deinem mein Mitgefühl für diese schwere Entscheidung äußern ("ich stelle es mir schwer vor, in dieser Situation zu sein. Ich möchte dir gerne helfen"). Ich würde ihr sagen, dass ich in jedem Fall an ihrer Seite stehe - dass ich sie mag, ob sie nun Hidschab trägt oder nicht. Dass mir ihre inneren Werte wichtig sind, nicht was sie auf dem Kopf trägt.

Wenn ich weiß, der Hidschab ist ihr wichtig, dann würde ich vorsichtig versuchen wollen, ihr Mut zu machen, den Hidschab auch weiterhin zu tragen, ihr raten: Schreibe Dir jeden Tag auf, wenn Du ein gutes Erlebnis hattest, obwohl oder gerade weil Du Hidschab trägst.

Ich würde ihr also eher raten, zu ihrer Entscheidung zu stehen.

Und ich würde es ihren Feinden nicht gönnen, dass sie den Sieg davon tragen und über eine Frau triumphieren, die sie letzten Endes gedemütigt und entrechtet haben. Ich glaube, das würde mich wirklich ärgern - wenn solche Leute einen Sieg verbuchen können (und ich fürchte ja, sie würden dann nicht aufhören, sondern einfach weitermachen).

Aber ich weiß auch: Ich bin es ja nicht, der die Anfeindungen aushalten muss. Ich stecke ja nicht drin. Ich trage (zumal als Mann) keinen Hidschab, meine religiöse Zugehörigkeit ist äußerlich nicht zu erkennen (manchmal frage ich mich, ob das nicht eigentlich ein ganz großer Fehler ist, dass ich meine religiöse Zugehörigkeit in der Öffentlichkeit quasi verschleiere). 

Siehst Du Deinen Hidschab heute noch als religiöse Pflicht? Wenn ja, hast Du gläubige Freundinnen, die ebenfalls Hidschab tragen und mit denen Du Dich darüber in einer freien Atmosphäre austauschen kannst? Sie kennen ja vermutlich die Probleme, wegen des Hidschab angefeindet zu werden. 

Liebe Grüße

MIchael

Ich finde es schlimm, wie intolerant und fremdenfeindlich viele von uns immer noch sind.

Darüber müssen Sie sich in wenigen Jahrzehnten keine Gedanken mehr machen da die Deutschen selbst dann im eigenen Land die Minderheit sein werden, bis dahin müssen Sie noch tapfer durchhalten.

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@r6ttztu

Das wird noch ne Weile dauern. In Deutschland kommen 2 Asylanten auf 1000 Deutsche pro Jahr.

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@gamine

Es leben bereits jetzt schon über 20%"Menschen mit Migrationshintergrund" also Ausländer in Deutschland, es dauert nur mehr wenige Jahrzehnte. In den Niederlanden und Belgien ist bereits jetzt jedes zweite Neugeborene Moslem. 

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@r6ttztu

r6dingsda,

keine Sorge - die Mitbürger mit Migrationshintergrund, die zu uns kommen, erwerben früher oder später die deutsche Staatsbürgerschaft und sind dann Deutsche.

Übrigens: Das hier ist nicht "unser eigenes Land". Es gehört den Menschen, die hier leben. 

Schließlich kommen wir alle ursprünglich aus Afrika und sind nach Europa migriert (und haben dann erst 'mal die Neandertaler verdrängt).

Und die meisten von uns "Biodeutschen" werden aus dem Mutterleib ohne irgend einen eigenen Verdienst nach Deutschland migriert. Oder hast Du irgend etwas dazu getan, dass Du hier geboren wurdest und nicht in Syrien, dem Irak oder irgend einem anderen Land? Nein - es ist purer Zufall. Du kannst Dir darauf nichts einbilden und daraus keine Vorrechte für Dich ableiten. Du hast nicht mehr Recht, hier zu sein als irgend ein Migrant.

Grüße

Michael

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@325212

Dreizwofünfzwoeinszwo,

nicht jeder "Mensch mit Migrationshintergrund" ist Ausländer. Sobald er die deutsche Staatsbürgerschaft erwirbt, ist er Deutscher. Das "mit Migrationshintergrund" hat dann rechtlich keine Bedeutung mehr.

Außerdem lebst Du vermutlich auch nicht seit Staatsgründung in Deutschland, sondern bist irgendwann durch Zufall per Geburt in dieses Land (und nicht etwa nach Syrien oder in den Irak) migriert worden, nicht wahr?

Was unterscheidet Dich dann von jemandem, der nicht durch den Geburtskanal, sondern in einem Zug, einem Flugzeug oder auf seinen Füßen hierher migriert ist?

Genau: Du hast sogar weniger dafür geleistet, hierher zu kommen als einer, der vielleicht eine beschwerliche Flucht hinter sich hat, um Deutscher zu werden.

Grüße

Michael

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@325212

Nur weil Ausländer in Deutschland leben, bedeutet auch dies nicht und keinesfalls und nie, dass deswegen Deutschland seine Kultur und seinen religiösen Hintergrund abgibt....schlicht und ergreifend...da ist was falsch gedacht...denn die Ausländer übernehmen das Land nicht...das ist nur im Islam so, dass dieser nämlich keine Religion sondern eine höchst fragwürdige Politideologie ist, weiß zwischenzeitlich jedes 3-jährige Kind in Deutschland!!

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@youarewelcome

Deutschlands Kultur: Weltoffenheit, Toleranz, Akzeptanz auf Basis der Bereitschaft, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu akzeptieren

Deutschlands religiöser Hintergrund: Weltanschauliche Neutralität bei einem Rechtsmonopol des Staates

Das ist das, was zu "Kultur" und "religiöser Hintergrund" zu sagen ist. Deutschland hat ansonsten weder eine homogene Kultur noch einen homogenen religiösen Hintergrund - und das ist auch gut so.

Deutschland ist bunt.

Und muslimische Frauen mit Hidschab oder Niqab gehören zu Deutschland.

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@325212

Es leben bereits jetzt schon über 20%"Menschen mit Migrationshintergrund" 

Von allen Deutschen, die meinen sie hätten keinen Migrationshintergrund und damit meine ich auch Neo-Nazis, sind gerade mal noch 10 % "deutscher" Abstammung. Die meiszten sind romanischen Ursprungs oder slawischen Ursprungs. Was die meiszten "Nazis" heute als "Deutsch" empfinden, ist alles, nur nicht Deutsch. Würden alle, die nicht wirklich deutschen Ursprungs wären, so wie von den Nazis gefordert, das Deutsche Land verlassen, dann würde Deutschland recht leer sein. Acht millionen Hansel würden sich auf dem riesigen Gebiet verlieren. Natürlich müszten auch 9 von 10 Neonazis das Land verlassen. Genau genommen würde nur noch Niedersachsen incl. Bremen besiedelt sein. Bayern leer, Sachsen leer, Hamburg leer, NRW leer, Baden-Würtemberg leer, Mecklenburg-Vorpommern leer, Hessen leer, Schleswig-Holstein leer, Thüringen leer, Saarland leer, Sachsen-Anhalt leer, Brandenburg leer, Berlin leer, Reinland-Pfalz leer. Übrigens, die Deutschen stammen eigentlich aus einer Region nördlich des Schwarzen Meeres. Somit wäre ja die Deutschen selbst Menschen mit Migrationshintergrund. 

Grusz Abahatchi

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@youarewelcome

Nur weil Ausländer in Deutschland leben, bedeutet auch dies nicht und keinesfalls und nie, dass deswegen Deutschland seine Kultur und seinen religiösen Hintergrund abgibt

Waren die Germanen nicht Heiden? So gesehen ist doch bereits das Christentum eine Religion aus dem Nahen Osten, die den Germanen aufgezwungen wurde. Das Christentum ist gewisser Maszen eine Nachfolge vom jüdischen Glauben und der Islam eine besonders schlechte Kopie des Christentum. Allen diesen Religionen ist der Erzengel Gabriel gemein, der monotheistische Gott und viele Propheten. Ich verstehe auch nicht, was einige mit "Kultur abgeben" meinen. Viele vergessen, dasz es heute in Deutschland Menschen gibt, die durchaus über 100 Jahre alt sind und glaubt mir, die Deutschen selbst haben ihre Kultur in den letzten 100 Jahren extrem geändert. 

Wenn etwas in der Deutschen Kultur Beständigkeit hat, dann die Unbeständigkeit der deutschen Kultur.

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was Du schreibst, macht mich sehr traurig - und wütend über uns Deutsche.

Alle Deutsche über einen Kamm schären ist aber auch nicht nett. Ich persönlich kann mich noch an Zeiten in Deutschland erinnern, da hatten eigentlich alles Bauersfrauen Kopftücher getragen und selbst in den Städten war es üblich. Habe für Dich mal einen Link rausgesucht. Schaue mal, was da in der ersten Reihe alles hockt und vermutlich alles Christen. 

http://www.chroniknet.de/user/36/793_0.jpg

Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dasz nun alle, die Ihr begegnen sich komisch verhalten. Es mag sein, dasz der Mensch für gewöhnlich immer da hin schaut, wo etwas sich von der Menge abhebt. Würde ich mir wie Michael Jackson einen Mundschutz anlegen, mann würde mich vermutlich auch öfters anschauen, weil ich eben auffalle. 

Sie schreibt, dasz sie an einer Uni ist. Gerade Universitäten in Deutschland sind das Gegenteil von NPD oder Pegida. Vielleicht würde der einen Mann sie auch schief anschauen, wenn sie kein Kopftuch getragen hätte. Woher will sie denn so genau wissen, dasz es an ihrem Kopftuch liegt, dasz sich alle scheinbar ihr gegenüber so "ablehnend" verhalten? Sie kann ja mal Probeweise das Kopftuch abnehmen, um zu schauen, wie die anderen reagieren. Falls sie dann Fragen, ob sie nun Atheistin ist, weil sie kein Kopftuch mehr trägt, könnte sie ja sagen: ach das Kopftuch, das hatte ich nur getragen um so richtig typische bäuerlich und urdeutsch zu wirken. Hatte ich auf alten Fotos gesehen. Aber als ich dann so als richtig Deutsche hier mit Kopftuch rumlief, war es wo den Deutschen zu orthodox!

Angriff ist die beste Verteidigung!

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Ich möchte dazu 2 Sachen sagen, ich habe eine ganz tolle Freundin die Kopftuch trägt, ich selber bin eigentlich katholisch nur mal neben bei. 

Eines nachts hab ich geträumt das sie ohne Kopftuch zur Schule kam und ich war so enttäuscht, ich hab in ihr ein richtiges Vorbild gesehen und dieser Moment im Traum tat mir richtig weh sie ohne zu sehen. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben aber es hat sich angefühlt als ob alles was sie getan hat umsonst war.der ganze Stolz den ich ihr gegenüber hatte war weg. Zum Glück war es nur ein Traum.

Logisch wenn du es nicht mehr vertrittst und dazu nicht mehr stehen kannst lass es, aber in eurer Religion sagt man das Gott einem aufgaben gibt welche man überstehen muss und das es nie mehr wird wie das was man verkraftet, vielleicht ist deine Aufgabe zu beweisen das dir der Glaube wichtiger ist wie die Meinung der Leute 

Wenn ich diese Frau zwar länger kennen würde, aber eher nur vom Sehen her und nicht wirklich viel mit ihr zu tun hätte  (sprich: kein näheres privates Verhältnis zu ihr habe) würde ich gar nichts denken. Dann wäre es mir eigentlich egal, denn es ist ihre Privatsache und nicht meine. 

Wenn ich diese Frau schon lange und eventuell auch besser kennen würde, würde ich sie vermutlich fragen,wieso sie das tat. Wenn es ihre persönliche Entscheidung war bzw. sie zu dem Schluss kam, dass es doch nicht das Wahre für sie ist (aus religiöser Sicht!), dann wäre es mir schlicht egal -  das ist ihre Sache, nicht meine. 

Aber wenn sie, so wie du, von ihrem Umfeld dazu gezwungen würde, dann fände ich das zwar verständlich, aber sehr schade und traurig. Sowas zeigt, wie "vortschrittlich" und "modern" wir hier wirklich sind...Professoren und Studenten sollten sich definitiv anders Verhalten! Deine Mitstudenten und Professoren benehmen sich wie kleine Kinder, nein, eher wie pubertierende Tratschtanten und Schulhofschubser....

Sie mischen sich in deine Privatsphäre ein und "bestrafen" dich einfach nur dafür, dass sie eine andere Meinung haben als du. Du trägst das Kopftuch ja nicht, um es allen unter die Nase zu reiben, sondern weil es für dich  persönlich das richtige scheint. Es ist deine religiöse Überzeugung und kein Protest. Letztendlich musst du dich damit wohlfühlen -  wenn es dir zu viel wird und du es lieber abnehmen würdest (zumindest bis sich alles etwas gelegt hat), dann kannst du das natürlich tun. Sofern es in deiner Uni nicht verboten ist, kannst du aber auch den härteren Weg nehmen und dich wegen deiner Probleme mal an andere Professoren oder das Sekretariat (oder wen auch immer es bei euch so gibt) wenden und dich beschweren. Aber wie gesagt, das ist sicher nicht leicht und würde das kindische Benehmen vermutlich durch Missgunst und Eifersucht noch verstärken :/

Alles Gute auf jeden Fall :)

Danke für diese objektive Meinung. Nein, als ich mich dazu entschied, wollte ich das sicherlich niemandem unter die Nase reiben. Ich hatte auch wirklich nie vor, jemanden damit zu provozieren. Denn wenn ich wirklich das machen würde, so würde ich bei solchen Themen sogar in den Vorlesungen versuchen die Professoren verbal zu provozieren. Aber ich habe immer versucht auszuweichen. Vor allem im Jurastudium werden solche Themen wie Politik, Islam, Religion usw. öfters in den Vorlesungen angesprochen. Mich stört es nicht, dass über solche Themen gesprochen wird, sondern dass viele sich darüber lustig machen und ich dann zum zentralen Blickpunkt werde. Aber mich hat es manchmal auch enttäuscht, wie sich manche Professoren oder Wissenschaftliche Mitarbeiter geäußert haben. So als wäre jeder Muslim oder Muslima für sie ein Terrorist. Natürlich sind nicht alle so. Aber so manches hat mich wirklich verletzt.

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@for58ever

Mich stört es nicht, dass über solche Themen gesprochen wird, sondern dass viele sich darüber lustig machen

vielleicht haben die anderen ja auch mal den Koran gelesen und fanden es einfach nur amüsant, dasz eine so schlaue Frau, sich solchem selbstherrlichen Märchen hin gibt und nicht erkennt, dasz dem Islam eben der Koran als Grundlage dient und er eben einerseits nicht nur eine extrem schlechte Kopie der Bibel des Christentum ist, sondern eine Schrift, in der offen auch zu Mord aufgerufen wird. 

Wenn Du eben mit Deinem religiösen Kopftuch zeigst, dasz Du Anhängerin einer Menschenverachtenden Religion bist, dann solltest Du vielleicht erst einmal darüber nachdenken, was im Koran so steht.

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