Habe seit 2013 keine Krankenversicherung und fange jetzt nächste Woche einen neuen Job an. Was muss ich tun bzw. wie komme ich möglichst schaden Frei davon?

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9 Antworten

In Deutschland gilt Krankenversicherungspflicht. Wenn du dich nicht bei deiner Krankenkasse gemeldet hast, will diese von dir den Höchstsatz.

Bevor dieser Rückstand bezahlt ist, wirst du nur in Notfällen behandelt. Wenn du jetzt eine angestellte Tätigkeit aufnimmst, kannst du mit einer Lohnpfändung rechnen. Du solltest also so schnell wir möglich mit deiner Kasse eine Ratenplan ausarbeiten.

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Du bist immer noch bei der Krankenkasse, also der KKH versichert, bei der du zuletzt warst und an genau die musst du dich wenden. Eine neue wählen kannst du nicht.

Seit 2007/2009 gibt es die Krankenversicherungspflicht- damit endet eine Mitgliedschaft nicht mehr einfach sondern wird fortgeführt. Sicher hat dich deine Krankenkasse damals auch kontaktiert um zu erfahren, was du jetzt machst.

Die Anfragen zu ignorieren war nicht so klug. Jeder hat eine Mitwirkungspflicht und muss Veränderungen im Versicherungsverhältnis mitteilen. Seitens des Gesetzgeber ist die Krankenkasse verpflichtet, jemanden, der sich nicht meldet, per "obligatorische Anschlussversicherung"(OAV) zu versichern.

Meldet sich der Versicherte nicht, dann wird dieser in die Höchststufe eingestuft- liegt bei ca. 750,--Euro/ Monat.

Du solltest offen auf deine damalige Krankenkasse zugehen, klären, welche Forderungen da auf dich zukommen und eine Ratenzahlung vereinbaren.

Ein Krankenkassenwechsel kann nur erfolgen, wenn die gewählte Krankenkasse eine Kündigungsbestätigung der vorherigen Krankenkasse bekommt. Solange du dort nicht gekündigt hast, kann das nicht geschehen.

Und bevor du kündigen kannst, muss dein Beitragsschuldschlamassel geklärt werden. Vlt. hast du Glück, deine Krankenkasse senkt die Beiträge auf den Mindestbetrag von ca. 170,-- Euro/Monat ab- aber zumindest das, incl. Mahngebühren und Zinsen bleibt.



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... die Forderung incl. der Zinsen bezahlen und alles wird gut. Was denn auch sonst?

... Für mich kann da auch etwas nicht stimmen, denn als AzuBi gab es eine Kasse und das Ende kommt doch nur, wenn eine neue nachgewiesen wurde, oder übersehe ich etwas?

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da in Deutschland Versicherungspflicht gilt, musst du die Beiträge rückwirkend zahlen. und es ist per Gesetz so geregelt, dass man in die Krankenkasse zurück muss, bei der man letztmalig versichert war.

einfach eine neue suchen geht nicht, da diese Kasse von der alten eine Kündigungsbestätigung benötigt. da du die nicht hast, darf dich keine andere Kasse aufnehmen.

du gehst jetzt also zu deiner alten Krankenkasse und legst die Karten offen auf den Tisch. beantrage direkt damit eine Ratenzahlung und biete eine realistische Rate an.

aufgrund der Versicherungspflicht, wird deine Krankenkasse bereits eine sogenannte Anschlussversicherung gemacht haben. d.h. du hast bereits eine stolze Summe an Beitragsrückständen angehäuft. wenn du ganz viel Pech hast, dann hat dich die Kasse sogar in die Höchststufe eingeordnet. dann dürftest du aktuell einen Beitragsrückstand von ca. 23.000 Euro haben.

du musst auch berücksichtigen, dass du, wenn du dich nicht um eine Ratenzahlung bemühst, einen ruhenden Leistungsanspruch hast. d.h. es werden die Kosten nur noch in Notfällen oder bei Schmerzzuständen übernommen. alles andere musst du selbst zahlen. und dabei ist egal, ob du dann ein Beschäftigungsverhältnis hast, aus dem Beiträge fließen.

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Schadenfrei ist nicht so möglich, wie du dir das vorstellst.

Die säumigen Beiträge sind nachzuzahlen. Ratenzahlungen sind da aber in der Regel kein Problem. Du musst nur aktiv auf die Krankenkasse zugehen und das mit denen absprechen.

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Kommentar von beto13
08.09.2016, 11:32

Kannst du mir da eine Empfehlen ?

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Hey beto13,

bist du denn evtl. verheiratet und ohne Einkommen???
Dann wäre evtl. ja rückwirkend eine kostenlose Familienversicherung über den Partner möglich...

Gruß siola55

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Kommentar von siola55
08.09.2016, 20:43

Wenn das Familienmitglied über ein Gesamteinkommen verfügt, das monatlich 415 Euro nicht übersteigt oder bei geringfügig Beschäftigten liegt die Einkommensgrenze bei regelmäßig 450 Euro für einen kostenlosen Krankenversichschutz als Familienversicherung!

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Letztendlich ist das ja kein großes Problem. Du kannst dich doch jetzt in der GKV anmelden. Dein Job wird ja Sozialverischerungspflichtig sein. Bist du sicher, dass du während der Slebstständigkeit nicht PKV versichert warst?

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Kommentar von qugart
08.09.2016, 11:25

Man weiß als Selbständiger, ob man privat versichert ist oder nicht und entscheidet sich da explizit für oder dagegen.

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Kommentar von beto13
08.09.2016, 11:28

Ja weil mir das zu Teuer war leider

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@beto13,

wie warst du denn zuletzt versichert ? in der GKV oder PKV?

Wie hast du es denn fertig gebracht, dass du seit 2013 keine Krankenversicherung mehr hattest?

Wir haben seit 2009 eine Krankenversicherungspflicht in Deutschland für jeden der hier mit Hauptwohnsitz gemeldet ist!

Bei einer Anmeldung bei der Krankenversicherung wird geprüft wo du in den letzten Jahren versichert warst und musst die fehlenden Beiträge nachzahlen.

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Kommentar von beto13
08.09.2016, 11:27

Ich war vorher in einem Abbildungsverhältnis uns danach direkt in die Selbstständigkeit und mein Vater hatte damals weil ich Familien versichert war da raus gehauen. Deswegen bin ich da grad ein bisschen Ratlos

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Die Beiträge wirst du nachzahlen müssen. Vielleicht lassen die sich auf eine Ratenzahlung ein.

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Kommentar von Pucky99
08.09.2016, 11:19

Warum sollte er nachzahlen müssen? Es hat kein Versicherungsvertrag bestanden und es wurden keine Leistungen von einer Versicherung in Anspruch genommen.

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