Muss ich meine Schulden trotzdem abbezahlen wenn ich ins Ausland ziehen möchte?

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21 Antworten

Schulden können auf vielfältige Weise zustande kommen. Ein Kunde, zum Beispiel ein Konzern, erkennt, dass er einen kleinen Lieferanten nicht mehr benötigt. Er kauft noch einmal für ein paar Millionen ein und sagt dann unter dem Vorwand, dass die Verträge nicht zu 100% erfüllt wurden, ich zahle nicht. Der kleine Lieferant kann zwar klagen, da das aber Jahre dauern wird, könnte die Rechnung des Konzerns aufgehen, dass der kleine Lieferant in der Zwischenzeit pleite geht und sich dann der Konzern mit dem Insolvenzverwalter auf die Bezahlung eines Bruchteils der tatsächlichen Forderung einigen kann. Der Unternehmer hat dann oft die Schulden seines Unternehmens gegenüber Banken und Lieferanten zu tragen. 30 Jahre muss er dafür einstehen.

Ich bin kein Jurist und ein Anwalt kann sicher genauere Auskunft geben, aber soviel ich weiß, ist die Rechtlage in etwa so:

-In Deutschland kann der Schuldner durch ein Restschuldbefreiungsverfahren nach sechs Jahren Schuldenfrei werden.

  • In Großbritanien nach einm bis zwei Jahren
  • ähnlich in Spanien
  • In Frankreich im günstigsten Fall nach knapp einem Jahr.

Könnte also interessant sein sich bei einem Juristen zu erkundigen, ob es sinnvoll ist eine Zeitlang nach Frankreich oder Spanien zu ziehen, da auf Gund der EU-Situation die Restschuldbefreiung, die man in einem EU-Land erworben hat dann auch für Deutschland gelten müsste.

Die Frage kannst du dir eigentlich selber beantworten... wenn jeder, der Schulden hat ins Ausland geht und seine Schulden nicht bezahlt, dann werden das alle machen...

Vor allem bei einer Anmeldung innerhalb der EU oder aber auch bei einer Kontrolle bei der Wieder-Einreise in die BRD kann's dumm laufen.

Denn rechtskräftig festgestellte Ansprüche verjähren erst nach 30 Jahren... http://www.forum-schuldnerberatung.de/informationen/newsdetails/projekt/die-verjaehrung-von-forderungen.html

Manche Schulden verdienen es nicht sie zurück zu zahlen. Ich habe meine Ausbildung in einer Privatschule gemacht weil ich keine normale Ausbildung gefunden haben. Damals haben wir abgebamcht dass ich immer so viel zahle wie es mir möglich ist und ohne Zinsen. Nach der Ausbildung konnte ich nicht sofort einen Job finden und war ein paar Monate arbeitslos. Somit konnte ich auch nicht zahlen. Die Schule hat mich dann Betrieben und aus 19'000 Franken wurden es 26000 Tausend franken weil die Schule plötzlich noch 5% zinsen verlangt. Ich habe tausend telefonate mit ihnen gemacht und sie gebetelt dass sie die Betreibung zurückziehen und ich normal bezahlen kann. Sie machen das nicht und nun wird mein Lohn gepfändet und ich bin machtlos. Ich würde auch am liebsten abhauen und die Schulden zurücklassen. Die Schule verlangt jetzt 7000.- Franken mehr. Ist doch auch unrecht.

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