Habe privat ein Auto gekauft und jetzt ist die Katze aus dem Sack, was kann ich tun?

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10 Antworten

Ein 14tägiges Rückgaberecht gibt es so oder so nicht, es sei denn, es wurde ausdrücklich vereinbart oder du hast es im Fernabsatz (also Bestellung im Internet z.B.) gekauft - bei Gebrauchtwagen von Privat eher ungewöhnlich und kann von Privatverkäufern ohnehin dann auch ausgeschlossen werden.

Wenn du den ADAC-Kaufvertrag genutzt hast, dann ist die Gewährleistung ausgeschlossen, denn die Verträge, die vom ADAC zur Verfügung gestellt werden, sollen es ja grade sicherstellen, dass Privatverkäufer wirksam die Gewährleistung ausschließen. Es steht ausdrücklich und in fett gedruckt "das Fahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft" - eindeutiger geht es doch gar nicht mehr.

Du hast leider Pech gehabt: Wer ein altes Auto kauft - erst recht in der Preisklasse - muss jederzeit mit Mängeln rechnen! Nur wenn du dem Verkäufer eindeutig nachweisen kannst, dass er von dem Mangel wusste und er ihn dir bewusst verschwiegen hat, kannst du ihn haftbar machen. Das nachzuweisen dürfte aber mit ziemlicher Sicherheit leider nicht möglich sein.

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Kommentar von Ibo3838
30.06.2016, 16:25

Der Typ hat behauptet vor 2 Monaten eine Inspektion gemacht zu haben und danach das Auto abgemeldet. Bei einer Inspektion müsste so ein Wichtiges Teil doch aufgefallen sein. Wie kann es sein, dass er NICHT davon gewusst hatte? Kann ich dies nicht als Beweis geltend machen? Ich bin mir sicher, dass er es verschwiegen hat, nur wie soll man beweisen?

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Der ADAC Vertrag schließt die Sachmängelhaftung bei Privatverkäufen rechtsgültig aus. 

Ein 14 tägiges Rückgaberecht gibt es nur im Fernabsatzgesetz (z.B. Katalogbestellungen, Internetbestellungen), bei denen du die Ware, die du kaufst, nicht vor Ort in Augenschein nehmen konntest. Auch das Fernabsatzgesetz bezieht sich nur auf gewerblichen Handel, nicht auf private Verkäufe. 

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Wenn beim privaten Autokauf die Gewährleistungs- bzw.

Rücktrittsrechte nicht vertraglich ausgeschlossen wurden, können Sie bei

einem Mangel des Fahrzeugs, der sich erst im Nachhinein herausstellt,

unter Umständen vom Vertrag zurücktreten.Ein Sachmangel würde

dabei dann vorliegen, wenn sich der Ihnen verkaufte Wagen nicht für eine

gewöhnliche Verwendung eignet, wenn er also zum Beispiel erhebliche

Sicherheitsmängel aufweist.Sollte Ihnen der Verkäufer

zugesichert haben, dass das Fahrzeug kein Unfallwagen ist und sich dies

später doch herausstellen, dann liegt auch hierin ein Sachmangel. Denn

dann hat das Auto nicht die vereinbarte Beschaffenheit, vgl. § 434 Abs. 1

BGB.Wenn Sie vom Vertrag zurücktreten, muss dieser

rückabgewickelt werden. Das heißt, dass Sie Ihr Geld zurückbekommen und

dem Verkäufer den Wagen zurückgeben müssen.

setzt aber einen vertrag voraus !!

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In der Regel wird die Gewährleistung für einen Privatkauf komplett ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass keinerlei Rücktrittsrechte oder Forderungen an den Verkäufer gestellt werden stellen können. Sie kaufen hier das Auto wie gesehen - das bedeutet, wenn Sie einen Mangel übersehen haben, dann müssen Sie mit diesem leben.

Viele Autos werden privat verkauft, ohne dass sie noch einmal von einer Werkstatt durchgecheckt worden sind. Somit wissen Sie als Käufer nie, welche Mängel vorliegen. Dem können Sie aber entgegen wirken, indem Sie das Auto vor dem Kauf von einer Werkstatt oder dem TÜV überprüfen lassen.

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Wenn auf dem Kaufvertrag steht, "Gekauft wie besichtigt und probegefahren" hast du schlechte Chancen. 

Das es ein versteckter Mangel war, kannst du ihm nicht beweisen. Er muß ja davon nichts gewußt haben. 

Sieht leider schlecht aus. 

Merkst du was beim fahren ? Irgendein Rucken oder so ? 

Hast du irgendwo die möglichkeit das selbst zu machen ? Dann wäre es günstiger. 

Oder du fährst so lange die Karre noch hält und dann ab auf den Schrott

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Bei Privatverkäufen kann eine Garantie ausgeschlossen werden und auf normalem Weg kommst Du dann da nicht raus.

Ich würde etwas anderes versuchen:

Bei einem Großteil aller gebrauchten Fahrzeuge wurde der Kilometerstand manipuliert - wenn Du jetzt irgendwie (z.B. über ein Gutachen) beweisen kannst, dass der Tacho manipuliert wurde, dann wäre der Verkäufer auch ohne Garantie zur Rücknahme verpflichtet.

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ich bin kein Anwalt, würde aber sagen, wenn der Verkäufer im vertrag nicht ausdrücklich darauf hinweist das er keine garantie gewährt, so muss er reparieren.

sollte er ausdrücklich die garantie ausgeschlossen haben, so ist das Auto deins

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Kommentar von Fraganti
29.06.2016, 19:26

Garantie ist eine freiwillige Leistung, auf die ausdrücklich im Vetrag hingewiesen werden muss. Auch sind die Garantiebedingungen vertraglich zu nennen. 

Was du meinst, ist die gesetzliche Sachmängelhaftung und die ist durch den ADAC Privat-Kaufvertrag rechtsgültig ausgeschlossen worden. 

Dem Fragesteller blieben nur 2 Möglichkeiten. 

1. Der Verkäufer ist gar keine Privatperson, sondern ein Händler

2. Der Verkäufer wusste vom Schaden und verschwieg ihn arglistig

Beides müsste der Fragesteller allerdings beweisen können. 

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Wahrscheinlich steht in deinem Vertrag gekauft wie gesehen und somit hast du Pech! Ihr hättet vorher mal das auto in die Werkstatt bringen müssen! Leider Pech gehabt

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Darf ich Gebrauch vom 14-tägigem Rückgaberecht machen

Wo habt ihr das denn vereinbart?

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Du hast im Vertragsverhältnis Privat - Privat kein Rückgaberecht und auch keine Gewährleistungsansprüche.

Bei einem 1400-Euro-Auto kauft man eh die Katze im Sack.

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