habe neu-kfz bestellt,verkäufer wurde entlassen,preis vom kfz laut AH nicht mehr gültig,wird teuer

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4 Antworten

In meinen Augen hast du einen gültigen Kaufvertrag mit dem Autohaus geschlossen. Der Verkäufer war Vertreter des Unternehmers und somit hast du keinen Kaufvertrag mit dem Verkäufer als Person, sondern mit dem Unternehmer, der das Autohaus betreibt.

Wenn die Preisdifferenz nennenswert ist, würde ich rechtliche Erstberatung von einem Rechtsanwalt in Anspruch nehmen.

Auf jeden Fall nicht gefallen lassen. Es sieht auf den ersten Blick nach billiger Ausrede aus.

Ein unterschriebener Kaufvertrag ist ein rechtsgültiges Geschäft. Es gibt immer Möglichkeiten von diesem Vertrag zurückzutreten für Käufer und Verkäufer. Viele Möglichkeiten sind in der Regel in den AGB`s (Allgemeine Geschäftsbedigungen) dem "KLeingedruckten" schon festgelegt. Aber es muss schon so ein Grund oder ein anderer schwerwiegender Grund vorliegen. Einfach mal so kann das AH nicht vom Vertrag zurücktreten! Das Ausscheiden des Verkäufers ist kein Grund!

Im Zweifel zum Anwalt. Meistens reicht aber bereits die Drohung damit ;o) LG

wenn der ausgehandelte preis mit im vertrag steht, dann ist der händler daran gebunden.

wenn der preis allerdings nur auf einem zettel steht und nicht im vertrag, dann könnte es probleme geben. könnte.

dieses ist keine rechtsberatung sondern stellt lediglich meine eigene meinung dar

Hi, wenn der Verkäufer unterschriftsberechtigt war und seitdem keine Reklamation des Autohauses erfolgte, ist der Preis gültig. Andernfalls kannst Du vom Kauf zurücktreten. Anscheinend gibts ne 5% Klausel? ggf.Rechtsverdreher kontaktieren. Gruß Osmond
http://archiv.jura.uni-saarland.de/sr/iv0504.htm Zitat:
Der Käufer kann von einem Autokaufvertrag gem. der zugrundeliegenden, allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) zurücktreten, wenn sich der Kaufpreis zwischen Vertragsabschluß und geplanter Auslieferung des Fahrzeugs um insgesamt mehr als 5 % erhöht. Dies gilt auch dann, wenn der Verkäufer innerhalb des besagten Zeitraumes den Preis mehrmals jeweils unterhalb dieser 5 % - Grenze anhebt.

Sachverhalt : Der Kläger klagt auf Kaufpreisentschädigung nach einem gescheiterten Autokauf. Der Beklagte hatte einen Neuwagen bestellt. Bis zur geplanten Auslieferung des PKW's hatte der Kläger den Preis zweimal erhöht. Die erste Preiserhöhung wurde mit einer normalen Teuerung, die zweite mit der verbesserten Ausstattung ( Airbag ) begründet. Die einzelnen Preiserhöhungen lagen jeweils unter 5 %. Die Preiserhöhung insgesamt betrug dagegen 5,3 % . Der Beklagte hatte unmittelbar nach Erhalt des Schreibens, in dem ihm die Preiserhöhung mitgeteilt wurde, den Rücktritt vom Vertrag erklärt.

Der Kläger hatte vor Gericht geltend gemacht, daß der Airbag ja zusätzlich geliefert werde.

Entscheidungsgründe : Der vom Kläger geltendgemachte Zahlungsanspruch ist unbegründet, da der Beklagte berechtigterweise vom Kaufvertrag zurückgetreten ist.

Nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) des Klägers, welche Inhalt des Kaufvertrages waren, ist eine Preisänderung des im Kaufvertrag angegebenen Preises nur dann zulässig, wenn zwischen Vertragsabschluß und vereinbartem Liefertermin mehr als vier Monate liegen und der Hersteller nach Vertragsabschluß den Listenpreis ändert. Der Verkäufer kann in diesem Fall den Kaufpreis anpassen. Erhöht sich der Preis dann allerdings um mehr als 5 %, kann der Käufer schriftlich binnen zwei Wochen ab Zugang der betreffenden Mitteilung vom Vertrag zurücktreten.

Diese Rücktrittsvoraussetzungen lagen hier vor. Das Rücktrittsrecht wird nicht dadurch in Frage gestellt, daß sich die 5,3 - prozentige Erhöhung aus einer zweifachen Preiserhöhung ergeben hat. Es ist unerheblich, daß die zweite Erhöhung mit einem weiteren Zubehör (Airbag) begründet wurde. Allein maßgebend war, daß der Kaufpreis um mehr als 5 % höher war als im Kaufvertrag vereinbart.

OLG Hamm, 19 U 28 / 94, BB'94, 1739 ff

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