Habe mein Arbeitszeugnis schlecht geschrieben: Was tun?

8 Antworten

Liebe(r) K123456789, das ist ja nun schon ein wenig putzig.

Du hast dir ein Zeugnis selbst erstellt (was gar nicht deine Aufgabe war), es wurde vom Arbeitgeber ohne Einwände übernommen, durch Unterschrift gültig gemacht, von dir akzeptiert - und nun gefällt es dir nicht mehr.

Zeugnisse müssen immer wahrheitsgemäß ausgestellt werden, demnach ist das, was da drin steht, inhaltlich richtig. Welchen Hebel willst du denn unter diesen Umständen ansetzen und vor allem, wo?

Die damalige Vorgesetzte hat mit der Sache nichts mehr zu tun, denn sie gehört dem Betrieb nicht mehr an. Es müsste also eine andere befugte Person tätig werden und wenn die niemanden findet, der als "Zeitzeuge" über deine Leistungen berichten kann, geht das, wenn überhaupt, nach Aktenlage. Selbige dürfte in der Hauptsache aus dem damaligen Zeugnis bestehen.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst: Da passiert nichts mehr.

Ich würde ein neues Zeugnis als Datei erstellen, so dass der Betrieb möglichst geringen Aufwand hat und Deinen Text direkt in einen der in Personalabteilungen üblichen Zeugnisgeneratoren kopieren kann. Wenn Du sonst keinen bleibenden Eindruck im Betrieb hinterlassen hast, wird sich eh' keiner mehr finden, der Dich über den grünen Klee lobt.

Dann kannst Du nur auf Entgegenkommen hoffen, ein Anspruch besteht nicht mehr. Nur bei langjährigen Mitarbeitern und fehlenden Ausschlussfristen im Arbeitsvertrag wäre eine längere Frist zumindest theoretisch denkbar.

guck mal nach den Umschreibungen im sog. Prager Schema, das ist die Zeugnissprache. Da gibt es einige Floskeln

Wenn Du das schon selbst schreiben kannst, würde ich dann schreiben. ...hat stets zu unserer vollsten Zufriedenheit...

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