Habe ich wirklich keinen Platz in dieser Welt?

10 Antworten

Hallo NimexAnimex,

zunächst einmal möchte ich Dir raten, Dich in ärztliche Behandlung zu begeben! Mit einer schweren Depression wird man nämlich allein nicht fertig. Auch wenn Du den Eindruck hattest, dass die früheren Therapien Dir nicht viel gebracht haben, solltest Du dennoch professionelle Hilfe suchen. Du könntest Dich z.B. von Deinem Hausarzt beraten lassen.

Dann könntest Du selbst etwas dafür tun, um Dein angeschlagenes Selbstwertgefühl aufzubesseren. Bedenke: Der Feind eines ausgeglichenen Selbstvertrauens ist eigentlich in Dir selbst: Deine innere Stimme, die Dich verurteilt und kritisiert. Du solltest begreifen, dass dieser innere Kritiker Dir eigentlich keinen Gefallen tut, im Gegenteil: Er ist die Ursache dafür, dass Du Dich selbst ablehnst und Dich Deiner Selbstachtung beraubt. Ein wichtiger Schritt ist es, nicht diesen Kritiker über Deinen Selbstwert bestimmen zu lassen, sondern wieder selbst die Regie zu übernehmen. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie kann das gelingen?

Wenn Dich wieder einmal Deine innere Stimme verurteilt, warum dies widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen und infrage zu stellen? Statt sich also selber zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "Das schaffe ich nie", könntst Du Dir klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, Dich zu schämen oder Dich zu verurteilen. Besser ist es, für die eigenen Fehler und Schwächen Verständnis aufzubringen und sich selbst anzunehmen.

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein und zeige Verständnis für Deine Fehler und Schwächen. Versuche Dich selbst immer so zu behandeln, wie Du einen Dir sympathischen Menschen behandeln würdest: Liebevoll, geduldig und verständnisvoll. Wenn Du Dir jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machst und Selbstkritik übst, streust Du in gewisser Weise Salz in Deine Wunden. Sei Dir darüber im Klaren, dass Du Dich und Dein Leben nicht verbesserst, wenn Du Sich selbst ablehnst oder Dein eigenes Ich hasst. Halte Deinen inneren Kritiker möglichst klein, in dem Du Dich nicht immer wieder von Deiner unerbittlichen Selbstkritik herunterziehen lässt.

Was einer gesunden Selbstachtung entgegen läuft, ist, wenn Du Dich immer wieder mit anderen vergleichst, oder an dem Idealbild misst, das Du von Dir selbst hast. Dieses Idealbild stammt meistens nicht von einem selbst, sondern von Menschen, die einen im Laufe des Lebens geformt haben: Z. B. die Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige. Somit stammt das Idealbild, dem Du möglicherweise hinterher läufst, nicht von Dir selbst, sondern andere haben es für Dich ausgedacht. Wäre es nicht viel besser, zu dem zu werden, der Du sein möchtest?

Manchmal sind es auch recht kleine und einfache Dinge, die Dir zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen können. Du kannst z. B. mit einem Lächeln innerhalb kürzester Zeit Deine Gefühle positiv beeinflussen. Das funktioniert selbst dann, wenn Dir nach Lachen gar nicht zumute ist. Das kommt daher, weil unser Geist mit unserem Körper verbunden ist. Auch die Körperhaltung ist mitbestimmend dafür, ob Du Dich klein und mickrig oder gar selbstbewusst fühlst. Eine aufrechte, gerade Haltung vermittelt ein anders Gefühl, als wenn Du mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern umher läufst. Ein weiterer Tipp ist die richtige Atemtechnik. Sobald Du hektisch und aufgeregt bist, wird Deine Atmung automatisch flach. Wenn Du ganz bewusst darauf achtest, immer dann, wenn Du erregt bist, langsam tief ein und auszuatmen, wirst Du sehen, dass Du ruhiger wirst.

Auch kann körperliche Bewegung wahre Wunder wirken. Fahre Fahrrad, gehe joggen oder mache einfach nur einen Spaziergang. Ganz bestimmt wirst Du Dich hinterher besser und ausgeglichener fühlen. Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Für andere da zu sein und sich selbstlos für jemanden einzusetzen, macht ein gutes Gefühl! Das Bewusstsein, etwas Sinnvolles geleistet zu haben, hebt letztendlich auch Dein Selbstbewusstsein.

Es ist auch ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Ein Bibelschreiber, der berühmte König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt. Du hast meine Gedanken von fern bemerkt.   Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, Und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden." (Psalm 139:2,3). Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Sein Interesse ging sogar so weit, dass er sich mit den innersten Gedanken Davids beschäftigte. Ein solches persönliches Interesse hat Gott auch heute an jedem einzelnen von uns. Wie bei David, so blickt er auch auf Dein Leben und hat persönliches Interesse an Dir.

Ich hoffe, Du fühlst Dich mit all diesen Ratschlägen nicht überfordert. Du kannst sicher nicht von Heute auf Morgen gleich alles eins zu eins umsetzen. Doch je mehr Du an Dir arbeitest, umso mehr wirst Du Dich verändern und ausgeglichener über Dich selbst denken. Viel Kraft und Erfolg dabei!

LG Philipp

Hallo NimexAnimex,

hm.... wie könnte denn "ein Platz in dieser Welt" für Dich aussehen, wo Du Dich wohl fühlst?

Du schreibst, dass Du ein "so anstregender Mensch mit Problemen bist".... die Probleme sind häufig nicht das Problem, sondern der Umgang damit. Mit anderen Worten: wie gehst Du mit Deinen Problemen um? Fühlst Du Dich ihnen ausgeliefert oder gehst Du dagegen an? Wenn ja, was tust Du dafür?

Du hast geschrieben, dass Du vom SVV weggekommen bist. Das ist eine große Leistung: wie hast Du das geschafft?

Und weißt Du, warum Deine Freundin den Kontakt zu Dir abgebrochen hat?

Lieben Gruß an Dich :)

Du hast einen Platz in der Welt, sonst wärst du nicht da. Ich fühlte mich früher auch oft wie du. Mein Tipp wäre für dich ein Arztbesuch der dich in eine offene stationäre Klinik überweist. Dort wirst  du erstmal runterkommen.

Auch wirst du dort auf Medikamente eingestellt die dich unterstützen werden, das Leben besser anzugehen. Nebenbei entstehen in einer Klinik oft auch soziale Kontakte die dir helfen können.

Du bist am Boden und du willst nicht so weiter leben? Befolge meinen Rat.

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