Habe ich wirklich Depressionen?

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6 Antworten

Hi Kleine lady1,

ich kenne diese Anzeichen genau. Ich war vor einem Jahr für drei Monate in einer psychiatrischen Klinik, weil ich Angstzustände/Depressionen hatte. Aber nicht auf einer geschlossenen Station, ich konnte immer raus wenn ich wollte.

Bei mir haben die Probleme schon vor acht Jahren angefangen, mit 18. Aber die Angst ist am Anfang nur unterschwellig gewesen und selten. Im laufe der Jahre wurde es immer schlimmer, ich hab aber nie jmd davon erzählt, weder Familie noch Freunden noch meinem Freund. Ich hab mich geschämt und dachte irgendwas mit meinem Gehirn stimmt nicht. Vor einem Jahr dann wurde es so schlimm, dass ich nicht mehr aus dem Haus gegangen bin, mich vollkommen zurückgezogen habe, nichts mehr gegessen habe, etc. dann musste ich esnatürlich meiner Familie und meinem Freund sagen. Erst hab ich versucht da allein wieder rauszukommen, ich war nämlich auch immer extrem selbstbewusst und vernünftig, und ich war zu Stolz um Hilfe anzunehmen. Aber so ging es nicht mehr weiter, und dann hab ich mich entschlossen in die Klinik zu gehen. Die BESTE Entscheidung meines Lebens!!!

Dort hab ich andere Leute kennengelernt mit den gleichen Problemen wie ich, ich wusste endlich das ich damit nicht allein war auf der Welt und das man mir helfen konnte. Es waren auch viele in meinem alter da (25) , auch jüngere und auch ältere. Durch verschiedene Therapien, aber vor allem durch die Hilfe neuer Freunde die ich sort kennenlernte, hab ich mich in diesen drei Monaten "wieder ans Licht gekämpft". Und jetz geht es mir viel besser, bin mit meinem Freund zusammengezogen und glücklich. Natürlich sind die Ängste nicht vollkommen weg, ab und zu hab ich auch noch schlechte Tage, aber im Grunde gehts mir viel besser als vor der Klinik.

Ich weiß nicht ob es dir nicht viell schon helfen würde zu einem psychologen zu gehen, oder ob eibe klinik in deinem Fall schon besser wäre, abert mach irgendwas! Solche Krankheiten erledigen sich nicht einfach von selbst, sei nicht zu Stolz um Hilfe anzunehmen, und lass dir nicht einreden das das nur ne Phase wäre oxder so. Aber glaub mir, es kann besser wären! Und das saagt dir jmd der sich schon mal gewünscht hjat er würde am nächsten morgen einfach nicht mehr aufwachen. Also Mädel, mein Mitgefühl hast du. Kämpf dagegen und such dir jmd der dir dabei hilft!

Viel Glück und gute Besserung

Hi KleineLady1,

Bevor du da in eine Magersuchst trudelst, solltest du so eine halbwegs sinnvolle Beziehung zum Essen wiederfinden. Dein wenig Essen kann zwar mit anderen psychologischen Dingen bzw. Ursachen zusammenhängen (vermute ich), so dass da was gemacht werden sollte, aber das kann schon etwas dauern, bis du das alles geregelt bekommst. Bis dahin solltest du dir doch schon mehr als nur die paar müden Happen gönnen. Versuch doch mal irgendwas dir zuzubereiten, was du mal gerne mochtest und vielleicht(hoffentlich) immer noch magst. Gönn dir das, es steht dir zu und dein Körper und auch deine Seele brauchen das.

Zu den Gründen, die vielleicht für deine Appetitlosigkeit mitverantwortlich sind bzw. die dir scheinbar auf jeden Fall Kummer zu bereiten scheinen:

Ganz so selbstbewusst, wie du dich empfindest, scheinst du nicht zu sein, wenn du schreibst:"Ich habe immer Angst, das mich andere Leute auslachen (ich weiß selber nicht wieso) oder in der Schule wenn wir zur Klasse gehen dann schäme ich mich richtig".

das ist gar nicht so außergewöhnlich, es kann schon vorkommen, das Menschen, die eigentlich in bestimmten Situationen selbstbewußt auftreten können, das in anderen nicht so hinbekommen. Vielleicht spielen da bei dir auch deine Familienverhältnisse als Ursache eine Rolle? Wenn deine Familie deine Mum & dich ignorieren, dann kann das schon mal auf das Selbstwertgefühl durchschlagen. Und so wie du schreibst hört sich das an, dass deine Mutter und dein Vater getrennt leben(sonst würde der wohl kaum eine 19 jährige zu sich nach Hause holen, wenn deine Mum noch da wäre)?

Falls dem so wäre, die Trennung der Eltern belastet die mitbetroffenen Kinder oft psychsich stark. Das kann auch zu Selbstwertproblemen und Verunsicherungen führen. Da kannst du was gegen machen: sag dir erst mal, dass du wertvoll bist. Das bist du- so wie jeder mensch. Lächel dich an, wenn du dich im Spiegel siehst und wenn du das nächste mal auf die Straße gehst, dann sage dir "Warum sollte mich jemand auslachen wollen? Wer?" Schau mal kurz zu den Leuten rüber und wenn mal jemamd lachen sollte, dann worüber der lacht, vermutlich nicht über dich!

ich würde nicht sagen, dass du dir dann nur was positives einredet, du setzt nur der vermutlich wenig realen bisherigen negativen Einbildung mal eine neue mehr neutrale Nicht-Einbildung gegenüber.

Wenn du dich selber magst und mal davon ausgehen kannst, dass andere dich vielleicht auch mögen können und dich nicht ablehnen, dann geht vermutlich vieles leichter und besser und vielleicht gönnst du dir dann aus freien Stücken auch wieder einen ordentlichen Happen, anstatt dich vielleicht mit deiner Diät zu "bestrafen"?

Du hast besseres verdient, Eigenliebe, gute Freunde und genug Kalorien, damit du das alles richtig mitnehmen kannst.

Liebe Grüße, Thomas

KleineLady1 25.11.2011, 17:53

Hallo Lieber Thomas,

Vielen vielen Dank für deine super liebe Antwort. Ich sag mal so, ich bin so eigentlich total zufrieden mit mir, ich mag meinen Körper bin auch nicht so ein Mädchen wie viele andere die immer sagen "Äh guck mal meine Beine die sind voll dick !" . So bin ich überhaupt nicht. Das einzige was mich wenn stört wäre meine Nase. Von der 6ten bis zur 9ten Klasse wurde ich ständig als Big Nose, Nasenbär etc. beschimpft. Aber dazu muss ich sagen das ich mich wirklich immer mit gegen Argumenten gewehrt habe. Ich habe mich nie beleidigen lassen, es kam immer was zurück von mir. Und Diät Wünsche habe ich auch gar nicht, ich habe wirklich schrecklich abgenommen, sieht man auf den ersten Blick nicht so, aber wenn einem Hosen in Größe 38 nicht mehr passen & plötzlich nur noch in 34, da bekomme ich nun wirklich Angst. Ich bin bzw. war immer ein sehr sehr guter Esser, schon als kleines Kind habe ich immer den Teller noch mit leer gegessen von meiner Schwester. Auf Sardinien bei meiner Tante esse ich auch alles mit, Schwein, Salat, Nudel alles esse ich hinter einander weg. Aber es hat sich ziemlich krass geändert. Zu meiner Mutter habe ich das beste Verhältnis was man sich nur wünschen kann, ich kann mit ihr so gut wie über alles sprechen wirklich. Sie sagt auch immer "Wenn das wirklich nicht besser wird, geh zum Arzt" . Aber wie gesagt, ich habe halt immer Angst das die Ärzte mich nicht ernst nehmen. Ich gehe jeden Tag in die Schule, bin zurzeit auch wieder total erkältet aber ich gehe trotzdem. Ich gehe wirklich nur zum Arzt wenn es hart auf hart kommt. Ich habe auch total tolle Freunde, einen besten Freund der Welt an meiner Seite, wirklich. Und das mit der Trennung meiner Eltern, fand bzw. finde ich gar nicht jetzt so schlimm. Ich war als ich klein war, immer alles für meinen Papa, er hat alles für mich getan, habe auch Bilder hier noch wo ich bei ihm auf dem Schoss sitze & er mich kitzelt und wie ich in seinem Gesicht sehe wie glücklich er ist. Heute ist das gar nicht mehr so, als ich dann 14 war, habe ich mich eher meine schlechte Seite gezeigt. Habe ihm ne Handyrechnung geliefert in Höhe von 800 Euro. Er hat seit dem fast 2 Jahre nicht mit mir gesprochen, in der Zeit habe ich so oft das Gespräch mit ihm gesucht, ich habe bitterlich geweint vor ihm aber er hat mich einfach ignoriert und mich hinterher nach Hause geschickt. Letzten Endes musste ich dann allen Ernstes erfinden, das ich vom Auto angefahren wurde (GOTT SEI DANK NATÜRLICH NICHT !! Ich weiss es war gar nicht richtig!!) und dann hat er direkt angerufen als er das gehört hatte und hat mir sozusagen verziehen und hat mir gezeigt das ich ihm doch was bedeute .. Ich habe auch eine Freundin, mit der ich oft darüber gesprochen habe das tat auch gut, sie hat auch schlimme Probleme, aber ich weiss nicht .. Ich finde einfach irgendwie nicht den Weg zur Hilfe.. Ich würde gerne mit einem Profi drüber sprechen, finde ich auch gar nicht schlimm oder peinlich zu einem Psychologen zu gehen, ich würde mir auch locker eine Überweisung klar machen können, aber ich habe irgendwie unwohl Gefühl dabei, das ich vielleicht falsch liege, wenn ich dem Therapeuten erz. das ich jeden Abend weine & nichts esse. Halt, das er das vielleicht nicht so schlimm sieht weil er eventuell tausendmal schlimmere Fälle kennt. Oder wie soll ich denn bitte anfangen ? Doofe Frage aber die beschäftigt mich. Toll ich sitze im Wartezimmer, werde aufgerufen und dann sitze ich ihm gegenüber "So Frau **** , dann erzählen Sie mal!" . Ich meine, ich weiss ja nicht wie das funktioniert da, aber so eine Vorstellung habe ich. In dieser Situation müsste der Arzt auf mich zu kommen, alleine alles zur erzählen könnte ich nicht schaffen. Da ist so viel was es zu erzählen gibt .. Ohman, aber danke dir nochmal das du dir so viel Zeit genommen hast um meine Frage zu beantworten.. Wirklich vielen Dank ..

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Kleinlok 27.11.2011, 15:40
@KleineLady1

Hi KleineLady1,

freut mich, wenn du mit meiner Antwort was anfangen kannst.

ich denke schon, dass du professionelle Hilfe brauchen könntest, Und deine darauf bezogenen Ängste sind glaube ich etwas überzogen, nur sehr schlechte Therapeuten würden sich so verhalten, wie du befürchtest:

  1. Jeder Patient gehört ernst genommen. Das hat was mit einem Mindestmaß an Wertschätzung zu tun, die jeder Mensch braucht, besonders Menschen mit psychischen Problemen.

  2. Kaum ein Psychologe wird denke ich so anfangen, wie du befürchtest: ""So Frau **** , dann erzählen Sie mal!"

Auch wenn es sich vielleicht so anhören sollte und diese Worte fallen sollten, es dürfte dann nicht so salopp gemeint sein, denn die Psychologen wissen genau, dass es gerade am Anfang für die Patienten sehr schwer sein kann, was zu erzählen. Einem fremden Menschen das zu sagen, was einen sehr traurig oder depressiv macht, fällt vielen menschen schwer und bei nicht wenigen dauert es mitunter ja auch deswegen sehr lange bis sie überhaupt den ersten Schritt wagen und den Weg in eine psychologische Praxis finden.

Die Psychologen kennen das Problem und jeder gute Psychologe wird versuchen, dieses Problem zu entschärfen und dir zu helfen, den Einstieg in das Gespräch möglichst unkompliziert zu schaffen.

Und wenn es Fälle geben sollte, die tausendmal schlimmer sein sollten, für dich ist dein Problem schlimm genug, so dass dir der Apetitt vergangen ist und du jeden Abend weinst und das allein zählt für dich!

Außerdem ist es schlimm, wenn die Beziehung zum eigenen Vater leidet, so dass du diese Geschichte mit dem Autounfall erfinden musstest, damit er dir wieder Aufmerksamkeit schenkt.

Da du da scheinbar mit überfordert bist, kann Hilfe zur Selbsthilfe nicht schaden. Sonst läufst du weiter Gefahr, dass du durch die mögliche eigene Hilflosigkeit weiter sehr traurig bleibst und weiter auf indirekten, aber für dich schmerzhaften weg um Hilfe rufst.

Es ist meistens schwer um Hilfe zu bitten und die Position als Bittsteller um eine solche Hilfe scheint vielen Menschen als belastend, besonders in einer solchen Gesellschaft, wo so einen auf Erfolg und Leistung gemacht wird.

Und wenn es so viel zu erzählen gibt, wie du sagst, dann warte nicht mehr unnötig, es dauert ohnehin bisweilen, bis man einen Platz bekommt. Fang am besten die nächste Woche mit der Suche nach einer Erstberatung an.

Liebe Grüße, Thomas

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Sprich unbedingt mit jemandem darüber, dem du vertrauen kannst. Erstens wird dir dabei vielleicht selbst klar, woran das liegen kann, zweitens fällt einem anderen bestimmt was ein, drittens hilft es immer mit jemandem darüber zu reden, den man mag und vielleicht hat die person ja selbst schon mal das problem gehabt und kann dir helfen. Ansonsten wechsel den artzt wenn dir dein jetziger nicht zuhört. Gib auf keinen fall auf. Viel Glück

KleineLady1 24.11.2011, 18:57

Danke für deine liebe Antwort, ja ich rede so auch eigentlich über meine Probleme, auch mit meiner Mutter - einer Freundin von mir geht es noch schlechter, ihre Mutter beleidigt sie als Hur** Schlam** usw. das ist bei ihr noch krasser. Ich DENKE das viel daran liegt das ich so ein schlechtes Verhältnis zu meinem Vater habe, er ist total stur..

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ich würde es ebenfalls mal genauer abklären lassen und mir noch mal eine Überweisung geben lassen. Wenn du dich damit unwohl fühlst und du darunter leidest, gibt es keinen Grund, da länger zu warten und/oder irgendwie zu hoffen, dass es schon wieder besser wird. Theoretisch kann es dem Krankheitsbild Depression entsprechen (etwas gedrueckte Stimmung, veraendertes Essverhalten), aber das muss ueberhaupt nicht. Aus der Entfernung koennen wir da wenig sagen, sondern bedarf das auf jeden Fall weiterer Abklaerung. Es ist aber schon mal gut, dass du selbst erkennst, dass es so nicht weiter gehen kann und es waere klasse, wenn du nun den naechsten Schritt gehst und dir professionelle Hilfe holst. Viel Erfolg!

Bei mir war das auch so ähnlich in der Pubertät, das ist eine psychische Sache und sollte genau analysiert werden- ich tippe auf bipolare Störung.

wananchi 24.11.2011, 18:52

so ein quatsch. das kannst du aus der Entfernung doch nicht im Ansatz behaupten!

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Dir scheint es ja wirklich nicht gut zu gehen. Lasse Dir eine neue Überweisung von Deiner Hausärztin geben und nimm diese auch in Anspruch. Dir kann geholfen werden, aber Du musst Dir diese Hilfe holen.

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