Habe ich weiterhin Anspruch auf Krankengeld?

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5 Antworten

Anspruch auf ALG I hat, wer mindestens 12 Monate "Versicherungspflichtige Beiträge" zur Arbeitslosenversicherung abgeführt hat, hierzu zählen auch die Beiträge während des Krankengeldbezuges.

Krankengelt steht Dir auch nach deiner Kündigung zu, vorausgesetzt die AU besteht fortlaufend seit der Beschäftigung (es darf kein Tag ohne AU zwischen Kündigung und Krankengeldbezug liegen.

Solltest Du inklusive des Krankengeltbezuges nur auf 12 Monate Pflichtbeiträge kommen, steht Dir im Anschluss ALG I zu, dieses wird allerdings auf fiktiver Basis (Ausbildungsniveau, Berufsgruppe) bemessen, wenn innerhalb des auf 2 Jahre (24 Monate) erweiterten Bemessungszeitraum "keine 150 tage mit Arbeitsentgelt vorliegen" Arbeitsentgelt heist hier es müssen 5 Monate mit Arbeitslohn bzw. Gehalt abgerechnet worden sein, egal ob es tatsächlich gezahlt wurde oder nicht.

BluePapillion 08.01.2014, 20:51

Danke, für die Auszeichnung. ;-))

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habe gerade die Kündigung von meinem Arbeitgeber bekommen. Grund: ich bin noch in der Probezeit gewesen, und seit ca. 8 Wochen arbeitsunfähig. Bin noch für min. zwei weiteren Monaten krank Habe ich jetzt weiterhin Anspruch auf Krankengeld oder stehe ich jetzt ohne alles da?

Solange sie krankgeschreiben sind haben Sie auch über die Kündigung hinaus Anspruch auf Krankengeld.

Siehe auch hier:

Betroffene können sich dort jetzt auf das Bundessozialgerichtsurteil (Az.: B 1 KR 19/11 R) berufen und stehen nicht mehr ­ohne Krankengeld und ohne Job gleichzeitig da.

UPD-Tipp

Die Krankschreibungen vom Arzt dürfen auch bei langwierigen Erkrankungen keine Lücken aufweisen. Andernfalls geht der Anspruch auf Krankengeld verloren. Die Folgekrankschreibung vom Arzt muss bereits ausgestellt worden sein, bevor die alte abläuft.

Die UPD berät im gesetzlichen Auftrag zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen in 21 regionalen Beratungsstellen. Die nächste UPD-Beratungsstelle finden Sie in Berlin. Da die regionale Beratung zurzeit sehr stark nachgefragt wird, wenden Ratsuchende sich bitte zunächst an das bundesweite UPD-Beratungstelefon.

http://www.vdk.de/berlin-brandenburg/pages/presse/vdk-zeitung/28168/krankengeld_trotz_kuendigung

Das Krankengeld geht weiter. Trotzdem musst du dich umgehend "arbeitssuchend" melden, damit die Arbeitsagentur bereits Vermittlungsvorschläge unterbreiten kann.

Der Bezug von Krankengeld ist ebenfalls pflichtversichert für die Arbeitslosenversicherung. Dafür werden auch Beiträge einbehalten.

Hallo,

wenn die Arbeitsunfähigkeit während des Arbeitsverhältnisses begonnen hat, besteht auch bei Kündigung des Arbeitverhältnisses weiter Anspruch auf Krankengeld. Wichtig ist, dass die Arbeitsunfähigkeit nahtlos der Krankenkasse nachgewiesen wird (auch bei Urlaub des Arztes!). Auch die Krankengeldhöhe verändert sich nicht.

Vermutlich wird die Krankenkase aber zeitnah den Medizinischen Dienst (MDK) einschalten, um die Arbeitsunfähigkeit überprüfen zu lassen und Anregungen für weitere Maßnahmen (Krankenhaus, Reha, Hilfsmittel ...) zu erhalten. Ggf. Berichte der behandelnden Ärzte für diese Untersuchung sammeln. Den behandelnden Arzt regelmäßig fragen, wie es weiterhgehen soll und was man noch tun kann.

Das Krankengeld wird für maximal 78 Wochen ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit gezahlt (frühere Arbeitsunfähigkeitszeiten mit gleicher Krankheitsursache werden angerechnet!).

Gute Besserung!

Gruß

RHW

RHWWW 05.01.2014, 11:38

Wenn das Krankengeld zu niedrig ist, kann man ggf. zusätzlich beim Wohnungsamt der Stadt auch Wohngeld beantragen.

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ALG 2 steht dir immer zu.

Jedem Arbeitnehmer steht ab dem 29. Beschäftigungstag Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für die Dauer von 6 Wochen zu. Innerhalb der ersten 4 Wochen eines neuen Arbeitsverhältnisses muss der ArbG keine Lohnfortzahlung leisten. Diese Vorschrift ist vollkommen unabhängig davon, ob der Arbeitsvertrag befristet oder unbefristet geschlossen worden ist.

Ab der 7. Krankheitswoche hat der ArbN Anspruch auf Krankengeld, wenn es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt. Minijobber haben keinen Anspruch auf Krankengeld. Auch das steht in keinem Zusammenhang mit befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnissen.

Da du kein sozialversicherungspflichtes Verhältnis mehr hast steht dir auch kein krankengeld zu.

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