Habe ich Trinkergene geerbt?

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4 Antworten

Juhu,

keiner steht eines morgens auf und beschließt, dass er jetzt Alki wird. Mein Onkel ist jetzt trockener Alkoholiker, wenn du mich fragst, hat er sich eher in den Alkohol hinein geflüchtet. Von dem was ich so mitbekommen habe und das jetzt nicht nur von meinem Onkel, ist es eher so, dass diese Personen mehr oder weniger festgestellt haben, sich statt ihren Problemen zu stellen oder einen Ausweg zu suchen, lieber zur Flasche gegriffen haben und damit mehr oder weniger ihre Probleme wegtrinken und sie für eine Weile zu vergessen. Gibt bestimmt auch welche die den Genuss einfach mögen und daher abhängig geworden sind. Ich kenne allerdings nur welche die sich in den Alk geflüchtet haben.

Meiner Meinung nach, sollte man einfach einen "gesunden" Umgang mit Alkohol haben. Dadurch, dass ich halt bildlich oft genug sehen konnte, wie man im Leben Enden kann wenn man davon abhängig ist, kann ich mir nicht vorstellen, jemals so zu Enden. Alkohol, habe ich auch nie als Problemlöser oder als Helfer genommen um zu vergessen und ich denke, bei sowas fängt der Unterschied auch schon an.

Was aber nicht heißt, dass ich dem Alkohol total entsagte. Ich finde, gegen ein Glas Wein (was bei mir vielleicht 1x im Monat, wenn überhaupt vorkommt) ist nichts einzuwenden, so lange man nicht jeden Tag eine ganze Flasche oder mehr braucht.

Es ist auch schwer zu Urteilen, ab wann man sagen kann, wer sooo und so viel trinkt, der muss ein Alki. Sorgen sollte man sich machen, wenn man es täglich braucht und sich dann irgendwann nur noch die Gedanken darum drehen. Dann würde ich raten sich Hilfe zu suchen.

Und was eventuell auch ein Faktor sein kann, ist die Gesellschaft von Freunden die einen eventuell dazu drängen bzw. wo das trinken ein "normal " Zustand ist. Da würde ich mir dann Gedanken machen, ob man sich wirklich in der richtigen Gesellschaft befindet. Freunde kann man sich aussuchen, bei der Familie wird es da ein wenig schwieriger. Man kann niemanden verbieten zu trinken, aber man kann darüber sprechen (wie nachdem wie die Person reagiert) und eventuell eine Lösung suchen. Außer du hast da so jemanden wie meinen Onkel, der so relativ inkonsequent gewesen ist und immer wieder (trotz mehreren Kuren) in sein altes raster gefallen ist. Er hat es erst mit  60 Jahren fertig gebracht nüchtern durchs Leben zu gehen. Das tut mir sehr leid, das jemand so sein ganzes Leben verbracht hat, aber an der ersten Stelle ist man für sein eigenes Leben verantwortlich und welchen Weg man einschlägt liegt da ganz bei einem selbst.

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Hallo! ca 50% sind soziale Einflüsse als Förderungsfaktoren. Diese greifen nicht, wenn nicht gleichzeitig genetische Faktoren vorhanden sind.
Der 3. Faktor ist: Alkohol trinken.
Du kannst nur erfahren, ob du das Gen geerbt hast, wenn du Alkohol trinkst. Anders ist es ?noch? nicht nachweisbar.
Meine Mutter war Alkoholikerin. Mir ist das Risiko zu groß, es auszuprobieren.
Es gibt Alkoholiker, die schon beim ersten Schluck mehr wollen, schnell süchtig sind. Meine Mutter hat über 50 Jahre wenig Alkohol getrunken, wurde also sehr spät zur Alkoholikerin, dann brauchte sie aber ziemlich schnell große Mengen Alkohol.

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Es gibt keine "Trinker-Gene" . Kinder übernehmen halt oft die Gewohnheiten der Eltern , auch die schlechten. Dein Dad hat wenn es ihm schlecht ging wohl getrunken. Dieses Verhalten hat dein Halbbruder wohl übernommen. Da du mir aber nicht dumm vorkommst , kannst du deine eigenen Entscheidungen treffen. Und du weißt ja selbst wie schlimm es ist . Nimm dein dad als abschreckendes Beispiel und mach es besser

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Kommentar von AppleTea
26.11.2015, 01:35

Doch sowas wird zum Teil in den Genen gespeichert und an das Kind weitergegeben, sodass diese eine gewisse Disposition besitzen. Ansonsten geb ich dir recht. Das was man aus dem Elternhaus mitbekommt, wirkt sich natürlich oft auf einen selbst aus.

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Es gibt kein Trinkergen.

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