Habe ich Rudols Otto´s Definition von Religion richtig zusammengefasst?

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Ich weiß natürlich nicht, ob das in dem Text auch vorkam, aber Rudolf Otto sagte auch, um die Religion zu erforschen und zumindest im Ansatz zu begreifen, bedarf es einer religiösen Musikalität. D.h. ein Atheist, könne sich diesem Phänomen nicht nähern, sondern nur jemand, der in der Lage sei das mysterium tremendum auch zu empfinden, er gehörte damit der Religionsphänomenologie an, die heute einiges an Ansehen eingebüßt hat, denn etwas, was nicht beweisbar ist, ist auch nicht empirisch belegbar und dementsprechend nicht wissenschaftlich.

Dieser Definitionsversuch klingt echt gut, obwohl es eine unzweideutige Definition, mit der sich die Mehrzahl der gläubigen und nichtgläubigen Menschen sowie Wissenschaftler aller Richtungen anfreunden könnten, offensichtlich nicht gibt!

Ich habe eine gefunden, die Ake Hultcrantz 1973 in seinem Buch "Methods Within the Comparative Research of Religion" brachte, und die mir auch sehr zutreffend und moderat erscheint:

"Religion ist die Überzeugung von der Existenz einer übernatürlichen Welt, eine Überzeugung, die sich vor allem in Glaubenskonzepten verschiedener Art ausdrückt, die konkret durch Rituale und Feiern und epische Darstellungen illustriert wird".

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