Habe ich Recht oder meine Vermiterin, frage zum Thema einschreiben per rückschein?

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4 Antworten


"Bei der Form des Einschreibens sollte man das Einwurfeinschreiben dem Einschreiben mit Rückschein vorziehen, da das Einschreiben mit Rückschein bei Abwesenheit des Vermieters vom Postboten wieder mit zur Poststelle genommen wird und nur der Rückschein in den Briefkasten des Vermieters eingelegt wird. Damit geht das Einschreiben mit Rückschein dem Vermieter erst dann zu, wenn dieser es von der Poststelle abholt!"

Lies auch den Absatz: "Wann muss die Kündigung spätestens beim Vermieter sein?"
Quelle: http://www.mietrecht.org/kuendigung/mietvertrag-richtig-kuendigen/

Wir sind insgesamt 13 x umgezogen, weil wir auch im Ausland tätig waren. Wenn wir den Mietvertrag kündigten, haben wir das Kündigungsschreiben IMMER persönlich mit einem Zeugen bei dem Vermieter abgegeben.

Wenn du in keinem Mieterbund bist, kannst du auch zur Verbraucherzentrale deiner Stadt gehen. Gegen eine geringe Gebühr erhältst du dort Informationen von Fachleuten.

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Ob meine Kündigung vom 1.10 trotzdem gild, da ich ja nachweisen kann das sie die nicht abgeholt hat, oder liege ich da falsch?

Du liegst falsch. Bei einem Einschreiben mit Rückschein liegt die Gefahr gerade darin, daß der Empfänger das Schreiben entweder nicht annimmt oder nicht rechtzeitig abholt. Entscheidend für die Rechtzeitigkeit der Kündigung ist nicht, das Absendedatum oder ein Benachrichtigung der Post, daß das Schreiben auf dem Postamt hinterlegt wurde. Das Kündigungsschreiben selbst muß nämlich in den Machtbereich des Empfängers z.B. Briefkasten gelangen. Das war bei der ersten Kündigung nicht der Fall, folglich ist diese nicht wirksam.

Besser wäre es gewesen, die Kündigung per Einwurfeinschreiben an die Vermieterin zu schicken. Dann hätte der Postbote nämlich den Brief in den Briefkasten geworfen und den Tag des Einwurfs notiert. Per Sendungsverfolgung hättest Du dann die fristgerechte Kündigung nachweisen können.

Aber auch ein Einwurfeinschreiben birgt gewisse Risiken.

Die sicherste Methode ist die Zustellung der Kündigung per Gerichtsvollzieher oder mit einem (nicht zur Familie gehörenden) Zeugen.

http://www.mietrecht.org/kuendigung/kuendigung-eines-mietvertrag-einschreiben-normaler-brief-oder-gerichtsvollzieher/

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da ich ja nachweisen kann das sie die nicht abgeholt hat,

Niemand ist verpflichtet Einschreiben anzunehmen oder sie von der Post abzuholen.

Auf dem Benachrichtigungsschein steht lediglich das ein Einschreiben auf der Post liegt. Nicht wer der Absender ist und schon gar nichts zum Inhalt.

Der Benachrichtungsschein kann zusammen mit dem Werbekram in der Papiertonne, die Mails im Spamordner gelandet sein und/oder die Vermieterin im Urlaub gewesen sein.

Fazit, sie hatte keine Gelegenheit von der Kündigung spätestens am 5. Oktober Kenntnis zu nehmen.

Folglich ist sie im Recht.

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Die erste Kündigung ist nicht zugegangen.

Ev wäre es eine sogenannte Zugangsvereitelung (also gewußt was da auf der Post liegt und mit Absicht nicht abgeholt) aber das mußt du dann nachweisen können. Und gerichtlich durchsetzen.

Vielleicht war sie 3 Wochen nicht da.

Das Einwurfeinschreiben hätte wochenlang im Briefkasten der Vermieterin liegen können, es ist schon zugegangen.

Deine 2. Kündigung zählt.

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