Habe ich Recht auf Kindergeld bzw. wie soll ich vorgehen?

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8 Antworten

Grundsätzlich ist es wo, wenn das volljährige Kind nicht mehr zu Hause wohnt und die Eltern nicht mindestens Unterhalt in der Höhe des Kindergeldes zahlen, dann kann das Kind einen Abzweigungsantrag bei der Familienkasse stellen, damit es das Geld selbst erhält.

Bei dir ist halt die Schwierigkeit, dass der AG das Kindergeld zahlt und das geht nur mit der Gehaltsauszahlung. Meiner Meinung nach müsstest du daher bei der Familienkasse den Abzweigungsantrag stellen.

Ich weiss nur, als ich mich damals von meinem Ex-mann getrennt habe, der Kindergeld für unser Kind vom Arbeitgeber erhalten habe, da habe ich bei der Familienkasse sofort einen Antrag gestellt, die wollten aber die Kindergeldnummer von meinem Ex haben (habe ich auf noch bei mir liegenden Unterlagen gefunden). Ich bekam daraufhin das Kindergeld sofort ausgezahlt und die haben dem Arbeitgeber mitgeteilt, dass mir das Geld jetzt zusteht und gezahlt wird.

Ist zwar ein etwas anderer Fall, aber bei dir sollte es dann genauso gehen.

Ich würde daher einfach mal einen Anzweigungsantrag schriftlich bei der Familienkasse stellen mit der Begründung, dass dir das Geld zusteht, da du keinen Unterhalt bekommst und nicht mehr zu Hause lebst und auch keine sonstigen Zuwendungen erhälst und gib den Arbeitgeber deiner Mutter an, damit dort das Geld eingestellt werden kann. Mehr als den Antrag ablehnen kann man ja nicht.  Aber die Ablehnung muss begründet werden.Kindergeld kriegt man auch rückwirkend, also angeben, seit wann du alleine lebst.

Für eine Anwaltsberatung kannst du dir einen Beratungsschein beim Amsgericht holen, dann zahlst du nur so 10 Euro beim Anwalt.

Für die anderen Schulden, da brauchst du hinreichende Beweise, dass das Geld geliehen wurde und nicht geschenkt. Da kann dir nur ein Anwalt helfen.

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Für Beamte und Beschäftigte im öffentlichen Dienst gilt die
Besonderheit, dass die Familienkasse nicht zuständig ist. In diesem Fall
wird das Kindergeld beim Dienstherren bzw. der Vergütungsstelle
beantragt und monatlich direkt an den Anspruchsberechtigten zusammen mit
den Bezügen ausgezahlt.

Das Kindergeld soll das steuerliche Existenzminimum des Kindes freistellen und dient dessen Grundversorgung. Es steht daher den Eltern als Anspruchsberechtigten zu, nicht  dem Kind.

Solange du in Erst- Ausbildung stehst, steht deiner Mutter weiterhin Kindergeld zu. Und  sie ist dir gegenüber zu Unterhalt verpflichtet, allerdings kann sie den in Naturalunterhalt gewähren, meint, sie kann vortragen, dir davon Kost und Logis bereitzustellen, einen warme Mahlzeit, Waschmaschine, W-LAN, ....

Ziehst du ohne Notwendigkeit, etwa Unzumutbarkeit der elterlichen Wohnsituation oder unzumutbarer Pendlerdistanz zur Ausbildungstätte in eine eigene Wohnung, besteht kein Anspruch auf Überleitung des Kindergeldes, solange der Unterhalt (in Naturalunterhalt) gewährt, aber nicht angenommen würde :-(

Volljährigen-Unterhalt soll dir eine Erstausbildung ohne Notwendigkeit einer eigenen Erwerbstätigkeit ermöglichen, aber eben keinen Komfort, gar Luxus des  Zusammenlebens mit deinem Freund in eurer eigenen Wohnung, eigenes Auto, Schulden usw. finanzieren :-O

Auch zu dem großväterlichen Erbe habe ich keine guten Nachrichten: Es mag dir zugestanden haben, war aber erst mit Volljährigkeit beanspruchbar. Deine Mutter kann vortragen, davon in den letzten Jahren ein "Familientaxi", das ausgerechnet für dich und deine Fahrten notwendig war, gekauft zu haben. Und weitere Anschaffungen oder Ausgaben für dich getätigt zu haben: Markenkleidung, Abschlussfahrten, ...

Ohne schuldrechtliche Anerkennung besteht kein Darlehensverhältnis, dass man fällig stellen und die restsumme einklagen könnte. Und die Überweisungen sind als Extra-Zuwendungen oder ratenweise ausgekehrtes Resterbe erklärbar :-(

G imager761



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Kommentar von Markus1804
03.01.2016, 11:52

Wenn Du von Deinem Großvater das Geld testamentarisch geerbt hast, dann kommt es darauf an, was Dein Opa im Testament verfügt hat, was mit dem dir vermachten Geld geschehen soll. Er kann Einschränkungen / Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung machen, die dann insbesondere für Deine Mutter gelten. Wenn das so ist, dann würde ich mal nachschauen, was genau im Testament steht. 

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Das klappt nur mit Anwalt. Natürlich steht Dir das Kindergeld und ggf. weiterer Unterhalt zu.

Mache Dir wegen der Anwaltskosten keine Gedanken, Du bekommst Prozesskostenhilfe.

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Das Kindergeld steht dir auf jeden Fall zu, egal, wie die finanzielle Situation deiner Mutter aussieht. Das solltest du einfordern können. Und es gehört definitiv nicht zum  Einkommen, die Aussage ist falsch.

Ich habe meiner Mutter vor ein paar Jahren eine weitaus geringere Summe Geld geliehen, aber trotzdem eine Menge Geld, die werde ich nie wiedersehen, weil wir nie einen Vertrag abgeschlossen haben, da hab ich, wie du, Pech.

Bei Geld hört die Freundschaft oftmals auf, die Familie leider auch :(

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Kommentar von franzixwhatever
03.01.2016, 03:46

Hast du eine Idee wie ich das einfordern kann, also wo ich da melden kann? Anwalt ist glaube zu teuer, bzw. weiß gar nicht wie viel das kosten würde oder so. 

Ach das ist doch immer so ein Mist mit dem Geld. Naja, wenigstens einer der mich da versteht. :/

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Während einer schulischen Ausbildung kann doch auch Bafög beantragt werden?

Desweiteren, du bist Ü18 und musst ggf. deinen Unterhalt (per Anwalt) selber einfordern.

Sprich ernsthaft mit der Mutter, eine einvernehmliche Regelung wäre die beste Lösung.


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Also hab mir nich alles durch gelesen aber sie muss das kindergeld für dich ausgeben wenn du 18 bist und nicht mehr zuhause wohnst... Schwierig geh zu einer anwalts kanzlei und lass dich beraten

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Kommentar von franzixwhatever
03.01.2016, 03:39

Wie soll ich mir denn den Anwalt leisten, also wie viel kostet das oder kostet so 'ne Beratung nichts? 

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Kommentar von AiSalvatore
03.01.2016, 03:48

Informier dich mal. Beratungen gibt es durchaus kostenfrei. Als Azubi bekommt man oft einen Anwalt gestellt. Schau auf jeden Fall mal, dass ihr euch auch versichert. Versicherungen sind wichtig.

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Also sie darf kein kindergelgeld mehr bekommen wenn du nicht mehr zu Hause lebst. Das ist betrug.
Du bekommst es nur bis zum 21. Lebensjahr wenn du eine Ausbildung machst.
Ansonsten bekommst auch du kein kindergeld mehr.
Gehe zur zuständigen kindergeldkasse

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Kommentar von franzixwhatever
03.01.2016, 03:35

Danke, aber lies' dir den bitte den Abschnitt mit der Frage nochmal durch. 

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Kommentar von KleineLady
03.01.2016, 03:35

achso und das Geld was du ihr geliehen hast...da kannst du leider nichts machen. es ist eben geliehen (privat)

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1.
Also Du hast Anspruch auf das Kindergeld, da Deine Mutter Dir ja offenbar keinerlei Unterhalt bezahlt. Suche in Google die für Dich zuständige Familienkasse/Kindergeldstelle/Arbeitsagentur (ist alles das gleiche, wir nur unterschiedlich bezeichnet).

Wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich der Familienkasse einen Brief (Einschreiben mit Rückschein) schreiben, in dem ich nach § 74 EStG beantrage das Kindergeld an mich direkt auszuzahlen (Bankverbindung etc.), da meine Mutter, die das Kindergeld erhält, mir gegenüber unterhaltspflichtig ist und mir weder Unterhalt noch das Kindergeld zahlt. 
Dann würde ich eine Frist von 14 Tagen setzen, bis wann ein Änderungsbescheid ergehen möge. Anderenfalls müsste ich wegen meiner schlechten finanziellen Situation dann einen Eilantrag beim Sozialgericht stellen.

Also das würde ich schreiben, wenn ich in den Umständen wäre.

2.
Solltest Du Dich mal informieren, ob Du nicht Anspruch auf Schüler-Bafög hast. 

3. Du hast Anspruch auf die Rückzahlung Deines Darlehens. Ob das Familie ist oder nicht, spielt da keine Rolle. In diesem Zusammenhang (aufgrund der EK-Verhältnisse Deiner Mutter): bezieht Deine Mutter Hartz 4 ? Bzw. hat sie das vor 2 Jahren bezogen ? Wenn ja, dann ist Dein Darlehensproblem gelöst.

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Kommentar von siola55
03.01.2016, 05:32

Mein erstes Problem: Meine Mutter verweigert mir mein Kindergeld. Sie arbeitet im öffentlichen Dienst - d.h. dass ihr Arbeitgeber die Familienkasse darstellt und meine Mutter von ihm also das Kindergeld bekommt.

Hey Markus1804, hast die Frage wohl leider nicht richtig gelesen:

die Mutter bekommt das Kindergeld nicht von der Familienkasse/Arbeitsamt, sondern beim öffentlichen Dienst wird das Kindergeld über den Lohn vom AG ausbezahlt!!!

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