Habe ich nach einem schweren Arbeitsunfall bei einem 1 Euro Job irgendwelche Ansprüche

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Hallo Maternus12, ganz sicher muss die Berufsgenossenschaft dafür aufkommen. Mich wundert dabei nur, dass Dein 1-Euro-Job in dem Verein dafür angedacht war, dass Du die Datenverarbeitung dort aufbauen und vermutlich Betrieb nehmen sollte. Der Geschäftsführer dann aber meinte, dass die Daten, die Du dann einsehen konntest, nicht für Dich bestimmt waren. Danach solltest Du als Hausmeister fungieren. Das mit der anderen Aufgabe ist meines Erachtens ein Problem. Die ARGE hat die Maßnahme für Dich anders, nämlich die EDV, eingeplant. Nun hast du aber eine andere Arbeit dort ausgeführt, die sicherlich mit der ARGE abgesprochen war. Dann noch eine Leiter und Hausmeistertätigkeit anzunehmen, da liegen Welten zwischen. Hast Du denn eine techn. Ausbildung um einen solchen Job zu übernehmen? Falls nein, dann kennst Du die Unfallverhütungsvorschriften ja auch nicht, und dann fängt das Problem an. Keine Unfallverhütungsvorschriften, trotzdem auf eine Leiter geklettert, und leider Pech gehabt. Tut mir sehr leid, dass das passiert ist, aber Dein Unfall, so habe ich den Eindruck soll aus versicherungstechnischen Gründen -sprich Geld und Fehler bei der ARGE- totgeschwiegen werden. Du hast jetzt noch Hartz IV, gehe zum Amtsgericht in Deinem städtischen Umfeld, nimm Deinen letzten ALG II-Bescheid, Mietvertrag und einen Kontoauszug (auf dem selbstverständlich kaum noch Geld auf dem Konto ist) mit und beantrage einen Beratungsschein für einen Fachanwalt für Sozialrecht in Deiner Umgebung. Such Dir den Anwalt aus dem Internet oder Gelbe Seiten raus, ruf in vorher an und mache einen Termin. Diesen Anwalt gibtst Du beim Amtsgericht als Deinen Anwalt an. Mit dem Schein zumAnwalt und beraten lassen. Nimm alles bzgl. des 1-Euro-Jobs mit, und schildere ihm Alles. Ohne einen Fachanwalt wirst Du hier nicht weiterkommen, weil Dein Unfall dem Verein und der ARGE bzw. den entscheiden Personen aufzeigen, dass nicht alles astrein war. Lass Dir das von denen nicht bieten. Dir steht viel mehr zu, und das sollst du Dir wieder holen. Die Gesundheit kann Dir keiner wieder geben, aber wenigstens dafür die richtige und rechtmässige Entschädigung solltest du mit Deinem Anwalt einklagen. Vor allen Dingen soll Dein Anwalt, aber der weiss das, den Unfall erst einmal bei der Berufsgenossenschaft melden, und die in die Verantwortung nehmen. Lass Dich nicht weiter von denen verar...... Regi

Die Berufsgenossenschaft muss dafür aufkommen, du musst nur zu deinen ehemaligen Träger gehen.Denn der muss es weiter geben zur BG. Hol dir dort die BG addresse,und dort schickst du dann Kopien über deine Praxisgebühren, Kilometerstände die du zu deinen Ärzten zurrücklegen tust...Hatte auch mal einen Unfall Beim MAE job,bin letztlich auch daraufhin geflogen! Und auf die Frage WARUM? Haben die nur gesagt wir hätten Sie auch schon nach Zwei Tagen Rausschmeissen können... Da kommt man sich erstmal bekloppt vor...Sprich mit deinen Äzten über Erwerbsminderungsrente!!Viel Glück noch...

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Selbstverständlich hast du auch höhere Ansprüche. Das Übergangsgeld, das die Berufsgenossenschaft bei Arbeitsunfällen zahlt. liegt höher als das normale Krankengeld. Es richtet sich normalerweise nach dem letzten Gehalt. In deinem Fall müsste es jedenfalls den Mindestsatz geben. Der leigt aber jedenfalls noch weit über den Hartz IV-Bezügen. Ich bin immer noch sprachlos, dass ein Unfall bei einem Arbeitgeber der öffentlichen Hand nicht als Arbeitsunfall gemeldet wurde. Wie bereits ein anderer geschrieben hat, kannst du den Arbeitgeber wegen der unterlassenen Meldung auf Schadensersatz verklagen. Das wird jeder einigermaßen versierte Anwalt mit Kusshand übernehmen.

Deine Anfrage wundert mich. Bzw. bin ich entsetzt. Ist denn dieser Unfall überhaupt der Berufsgenossenschaft gemeldet worden. Dass du für ein Attest Geld bezahlen musst, spricht eigentlich dagegen. Bitte schildere doch einmal kurz welche "gemeinnützige Arbeit" du geleistet hast. Selbstverständlich warst du bei der Ausübung dieser Tätigkeit gesetzlich unfallversichert. Die gesamte Abwicklung muss über die Berufsgenossenschaft laufen. Dass du im Rollstuhl gesessen hast, sprich ja für einen schweren Unfall. Was und wie ist denn überhaupt passiert?

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