Habe ich mich strafbar gemacht oder nicht?

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6 Antworten

Hallo,

nennt sich Sozialleistungsbetrug, mag weder das Arbeitsamt, noch die Staatsanwaltschaft besonders.

Und spätestens nächstes Jahr wird es das Amt wissen, da diese regelmäßig die Kontobewegungen der ALG II Empfänger bei den Banken abfrägt.

Alternative: Du meldest das jetzt noch nach und bezahlst dein zuviel bekommenes ALG II zurück.

Sobald du Einkommen erzielst und Unterhalt gehört auch dazu,dann hast du das umgehend dem Jobcenter mitzuteilen !

Machst du das nicht,dann kann eine Strafanzeige wegen Betrugs folgen,was aber auf jeden Fall kommen wird,wenn die Sache raus kommt,dass die zu unrecht bezogenen Leistungen zurück gefordert werden.

Hab ich jetzt das Amt betrogen weil ich nix gesagt hab?

Ja.

Als ALG-II-Empfänger bist Du verpflichtet, jegliches Einkommen (dazu gehört auch Unterhalt) der ARGE zu melden.

Du hast doppelt abkassiert, das ist Betrug.

(Amt weiß das nicht)

Ich korrigiere diesen Satz mal:

"Amt weiß das noch nicht."

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, die Doppel-Zahlung zu melden und die zu viel gezahlten Beträge zurück zu zahlen. So entgehst Du vielleicht einer Strafanzeige.

Wenn dein Vater Unterhalt an dich zahlt kannst du davon ausgehen, dass er die Zahlungen an dichbei seiner Einkommenssteuererklärung angeben wird, weil er dadurch seine Steuerlast mindern kann.

Heutzutage wo alle staatlichen und öffentlichen Stellen vernetzt sind
bleiben solcherlei Schwindeleien und Betrügereien also nicht unentdeckt.
Jedenfalls nicht ewig. Es ist lediglich eine Frage der Zeit.

Ich denke eine Selbstanzeige ist hier angebracht und wenn du Glück hast kommst du glimpflich davon. Natürlich wird das Amt die zuviel (unrechtmäßig) bezogenen Leistungen zurück verlangen. Wahrscheinlich wird auch eine Anzeige wegen Leistungsbetrug erfolgen und du noch zusätzlich zu einer Strafe (meist Geldleistung) verdonnert werden.

Je länger du wartest um so heftiger wird das "Donnerwetter". Denn ab einem bestimmten Zeitpunkt wird dir Keiner mehr abkaufen, dass du "unwissend" warst, sondern man wird dir ganz einfach vorsätzlichen Betrug vorwerfen...

Das Unwissenheit nicht (ganz) vor Strafe schützt ist auch klar, oder?

Wenn du bei Beantragung der Leistungen den Unterhalt verschwiegen hast oder diesen - wenn er erst nach Bewilligung der Leistung eingetreten ist - nicht gemeldet hast und deshalb zu unrecht Leistungen bezogen hast, so liegt ein Betrug vor!

Du hast dich - wenn überhaupt - nur strafbar gemacht, wenn der monatliche Unterhalt höher als die gesamten Alg 2 Leistungen, inklusive Kosten der Unterkunft, monatlich waren.

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