Habe ich genug Muttermilch?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hallo, zufüttern ist der erste Weg zum langsamen Abstillen. Deine Milch wird somit mehr und mehr reduziert. Dein Gefühl ist also vollkommen richtig. Wenn Du die Milchmenge wieder steigern willst, dann geht das nur, in dem Du Deine Tochter öfter anlegst und die Flasche weglässt. Das wird ein paar Tage stressig sein. Aber dann pendelt es sich auch gut ein. Im Endeffekt ist es viel praktischer zu stillen, als eine Flasche zuzubereiten. Und für das Baby ist Muttermilch bekannterweise sowieso am Besten. Durch das häufige Anlegen wird die Milchproduktion langsam wieder angeregt. Du machst es am Besten so, dass Du Dein Kleines die eine Brust "leertrinken lässt" und dann an der anderen Brust "antrinken bis zum Sattwerden". Beim nächsten Stillen lässt Du die angetrunkene Brust leertrinken und dann die andere wieder antrinken usw. Das kann phasenweise auch in sehr kurzen Abständen (auch nachts) passieren, weil am Anfang der Hunger natürlich noch nicht gestillt werden kann. Aber sowohl die Milchmenge als auch die Zusammensetzung passt sich nach ein paar Tagen an. Es kann sein, dass Dein Kind durch die Flaschenmahlzeiten eine so genannte Saugverwirrung bekommen hat. Dann wird es mit dem Saugen an der Mutterbrust schwieriger, weil das Trinken aus dem künstlichen Sauger einfacher geht. Hier musst Du Geduld haben. Wenn Deine Tochter nicht so zunimmt, wie sie sollte, dann wäre es besser, nicht zuzufüttern, sondern einfach öfter anzulegen. Das kann auch während eines Wachstumsschubes immer mal wieder passieren, dass die Gewichstzunahme zeitweise hinterherhinkt. Aber wenn Du dann anfängst, wieder die Flasche zu geben, reduziert sich die Muttermilch wieder. Sie produziert nämlich immer automatisch aufgrund der Nachfrage. Je mehr durch das Saugen gefordert wird, desto mehr wird produziert. Da der Körper hierfür mehr Flüssigkeit benötigt, musst Du natürlich immer viel trinken. Selbstverständlich kein Alkohol. Auch Kaffee und schwarzer Tee sollte nur in Maßen genossen werden. Besser gar nicht. Auch Säfte sind nicht gut, weil die Säure für einen wunden Po sorgen kann. Gut ist klares Wasser mit oder ohne Kohlensäure, Käuter- und Früchtetee, gelegentlich auch ein Malzbier. Ansonsten ist natürlich eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Wenn Du die Produktion wieder gut in Gang gesetzt hast, wirst Du auch wieder mehr Zeit für Dich haben, weil es langfristig wirklich viel praktischer ist, zu stillen. Und schöner und gesünder und billiger sowieso!

Das täuscht oft.

Die Brust wird langsam "leichter" - nicht mehr so prall wie zu Anfang. Besonders gegen Abend kann das "nicht genug Milch" Gefühl kommen, weil Babys dann oft unruhig werden und mehr saugen als sonst.

Flasche geben ist der falsche Weg, wenn du ernsthaft weiterstillen möchtest. Jede Flasche lässt deine Milchproduktion zurückgehen. Denn die Brust muss durch das Saugen deines Babys das Signal bekommen "es wird vermehrt gesaugt - Milchproduktion erhöhen".

Du bist ja noch im Wochenbett. Nimm es wörtlich. Mache es dir so gemütlich wie möglich und lass andere den Haushalt schmeißen. Meide Stress - nervige Menschen, die nur blöde 'Ratschläge haben - nach Möglichkeit erst gar nicht rein lassen. Denn Stress wirkt sich negativ auf die Milchbildung aus.

Sorge dafür, dass du genug zu essen und trinken hast. Achtung: nicht zu viel trinken. Das verwässert deine Milch. Bis 2 Liter sind okay.

Flasche hat wie Schnuller auch noch den Nachteil, dass es eine Saugverwirrung durch die unterschiedliche Saugtechnik geben kann. Am besten weg mit beidem.

Lege an, nochmals anlegen und wieder anlegen.

Außerdem, wenn sie gut zunimmt, hast du auch genug Milch.

Andere Faktoren für genügend Milch sind

  • 4-6 nasse Windeln
  • rosige, pralle Haut
  • munteren Eindruck in den Wachphasen
  • wenn du etwas Haut von ihrer Hand hochhebst und wieder loslässt, sollte sie ohne Spuren wieder zurückgehen

Wachstumsschübe wirst du noch ein paar Mal erleben - mehr anlegen, dann wird das schon.

www.uebersstillen.org

hallo.. also wenn du stillst und dein baby trinkt deine brust leer -wobei sie nie wirklich leer ist--dann produziert die brust soviel nach wie getrunken worden ist..wenn dein baby älter wird und dementsprechend trinkt sprich dann schon länger gestillt wird dann ändert sich der nährstoffgehalt das fett und die menge und zwar genau auf dein baby abgestimmt bzw. optimal aufs baby abgestimmt...am anfang sprich die ersten wochen ist es normal das abgenommen wird oder nur minimal zugenommen wird das stellt sich ein....wenn du jetzt zufütterst trinkt dein baby weniger aus der brust da es ja satt ist oder eben eine mahlzeit durch flasche ersetzt wird..dadurch produziert deine brust auch nur das nach was getrunken wurde und dadurch stellt sich auch der nährstoffgehalt und fett nicht dementsprechend aufs kind ein ..deswegen wird dein kind an deiner brust nie richtig satt werden -ein kreislauf--übrigens trinkt ein säugling nie die ganze brust leer da die brust in vier teile aufgeteilt ist die milch haben -das baby trinkt immer die kammer leer auf die das kinn zeigt-deswegen sollte man baby rundherum anlegen--das funktioniert..einfach mal hebamme fragen...in deinem fall würde ich bei der flasche bleiben ..da man auch die kraft und nerven haben muß eben auch in dieser zeit wirklich keine zeit für sich zu haben da stillkinder auch öfter in der nacht kommen- weil die natur es so eingerichtet hat das nicht soviel aufeinmal am anfang verdaut werden muß....im gegensatz bei der flasche ..da sind sie proppervoll ...mittlerweile sind aber flaschennahrungen bestens abgestimmt also muß man es selbst wissen was man tut--aber man sollte sich für eines von beiden entscheiden finde ich..es geht zwar nichts über muttermilch vor allem in den ersten 6 monaten.::aber wie gesagt.als mutter muß man das selbst entscheiden!! alles gute euch beiden LG =)

Maria994 27.10.2011, 22:40

Bevor sie die Flasche bekommt leg ich sie ja trotzdem auf beiden Seiten jeweils etwa 15 Minuten an und trotzdem trinkt sie meistens die 150ml aus der Flasche. Und anfangs hat sie ca. 15% ihres Geburtsgewichts verloren und meine Hebamme meinte das sie höchstens 7% abnehmen darf weswegen ich zufüttern musste. Aber das mit den Kammern wusste ich nicht. Danke ich werde deinen Rat beherzigen ;))

0
elliota 27.10.2011, 22:53
@Maria994

gern geschehen..leider ist es halt manchmal so das es halt nicht so klappt wie es soll beim stillen ..hatte auch schon streß damit...und dann braucht man sich wirklich nichts denken und gibt halt dann die flasche..viele versuchen es erst gar nicht und das find ich nicht so toll....jede hebamme ist nicht gleich und manchmal muß man sich gut durchsetzen und auf sein gefühl hören...meine hebamme war auf deN neuesten stand und vorher in thailand und die methode mit dem rundherum anlegen war super-babys trinken in jeder lage..und dadurch wird die brust gleichmäßig ausgetrunken und man entgeht entzündungen und ausstreifen oder quarkwickeln..wobei die am anfang ganz gut tun...wünsch euch alles gute!!!

0
kiniro 28.10.2011, 21:23
@Maria994

Ich finde es schade, dass alternative Fütterungsmethoden anscheinend zu wenig bekannt sind.

  • weicher Plastiklöffeln
  • Softcup
  • Brusternährungset

sind alle mal besser als Fläschchen.

Dass sie so viel aus der Flasche trinkt, ist normal - ist ja auch weniger anstrengend.

Nur könnte das auf Dauer schmerzhaft für deine Brustwarzen werden, wenn deine Kleine anfängt, sie nicht mehr richtig (einschließlich dem Vorhof) in den Mund zu nehmen.

0

Nur als Ergänzung zu den sehr guten ausführlichen Antworten: Für Dein Baby ist das Stillen ja nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Kuscheln - da fühlt es sich einfach am wohlsten. Daß es dann nicht wegwill, obwohl es eigentlich gar nicht mehr trinken müßte, sondern nur nuckeln und genießen will, ist doch aus seiner Sicht sehr verständlich! :-)

du hast genug milch lass dein kind solange wie möglich trinken dein kind ist sicher im bereich des notwendigen, es ist schließlich kein mastschwein sondern ein kind das seine zeit noch vor sich hat

Was möchtest Du wissen?