Habe ich einen Werksvertrag oder Dienstleistungsvertrag? (Freelancer)

3 Antworten

Tätigkeit: Entwicklung von Webanwendungen
So, wie du es schilderst, ist beides möglich. Es kann ein Rahmenvertrag sein, in dessen Rahmen dir einzelne Projekte zur selbständigen Erledigung vom Auftraggeber zugewiesen werden + Honorarrechnung nach Projektabschluß (Werkvertrag). Es kann aber auch ein Dienstvertrag sein, bei dem du fortlaufend an neuen Projekten arbeitest, bis du auf Weisung wieder an einem anderen Projekt arbeitest, usw. + Honorarrechnung nach geleisteten Stunden.

Zu was bin ich verpflichtet?
In beiden Fällen leistest du nach bestem Wissen und Gewissen. Sollten Änderungswünsche des Auftraggebers kommen, dann berechnest du diese Mehrarbeit. Sollte dir mangelhafte Arbeit vorgeworfen werden, ergeht es dir wie jedem anderen Selbständigen: Er muß seine Rechnung einklagen und sich gegen die Vorwürfe wehren.

In Zukunft könntest du z.B. eine Toleranzschwelle von 10% an Zeitaufwand vorher mit einkalkulieren (du erhebst also 10% mehr Honorar), weil alle Auftraggeber ständig 'was zu meckern haben. Du läßt sie also Nachbesserungen im voraus bezahlen.

Vielen Dank! Das ist bisher die beste Antwort. Tatsächlich habe ich fortlaufend Aufgaben bekommen(Vergleich Baustelle: Bitte das Dach decken, Kabel verlegen...), nicht aber ein komplettes Projekt.

Ich habe stets nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet und meiner Meinung nach eine gute Arbeit abgeliefert. Wie im Vertrag beschrieben "Grob fahrlässige Mängel" sind mit Sicherheit nicht vorhanden. Da er aber das Wort "Abnahme" in Vertrag und E-Mail benutzt, habe ich Angst dass er nun weitere Dinge von mir verlangt auf Basis des Vertrags die ich quasi Kostenlos erledigen soll. (Vergleich Baustelle: Das Dach ist noch nicht fertig gedeckt. Bitte kostenlos weiterarbeiten bis es fertig ist. Zudem bitte noch die Isolierung einbauen und das Richtfest vorbereiten)

Gearbeitet habe ich stets auf Stunden-Basis.

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@hollistercal

Kann es sein, daß du neu als Selbständiger arbeitest? Was du jetzt erlebst, ist das Los aller (!) Selbständigen. Ständig meckert der Auftraggeber und will dich auf deine eigenen Kosten weiterarbeiten lassen, scheibchenweise ("nur noch hier, dann fertig - und jetzt nur noch hier, dann fertigt - und jetzt nur noch das noch, dann wirklich fertig usw.). Es gibt kein Ende. Das Ende setzt du. Mit vollem Risiko. Wie gesagt, Handwerker, Designer etc. kalkulieren einen "Nachbesserungszuschlag" von vornherein in ihre Rechnung ein, dann führen sie ohne zu Murren bis zu 10% Aufwand aus und sagen "Nun ist aber Schluß!". So verdirbt man es sich nicht mit dem Auftraggeber, denn er hat ja einen Erfolg zu verzeichnen.

Gearbeitet habe ich stets auf Stunden-Basis.
Dann ist es ein Dienstvertrag. Aber das Ergebnis ist fast dasselbe. Mein Vorschlag: Bessere bis zu 10 % an Zeitaufwand nach, dann ist Schluß. So hast du deinen guten Willen gezeigt und er hatte einen Erfolg, entweder er zahlt dann oder du kommst um eine Klage nicht herum.

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@Monxxos

Neu nicht wirklich. Aber bisher habe ich immer für Festpreis gearbeitet und komplette Projekte abgeliefert. Hier habe ich natürlich immer einen großzügigen X-Faktor mit einkalkuliert da ich das Kundenverhalten ja auch kenne. Ich habe dann auch den Willen ein schönes Endergebnis abzuliefern. Bei der Agentur hatte ich jedoch stundenbasiert gearbeitet also eine reine Dienstleistung abgeliefert und nicht ein fertiges Produkt.

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Müsste ein Werkvertrag sein, da du einen Erfolg schulden dürftest wie ein Handwerker oder nicht? Ein Dienstvertrag wäre z.B. eine Arztbehandlung, wo kein Erfolg geschuldet wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Werkvertrag

Angaben ohne Gewähr.

Ich würde mich eher als Dienstleister bezeichnen. Ich komme in das (große) Projekt, helfe mit wo es geht, und gehe wieder. Ein Handwerker der kurz angestellt wird schuldet ja auch nicht den kompletten Hausbau nur weil er kurz mitgeholfen hat?

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@hollistercal

Es kommt drauf an was deine Aufgabe war, z.B. eine Website nach Kundenwünschen zu programmieren dann Werkvertrag oder einen Fehler zu beheben (ohne Garantie auf Erfolg), dann wäre es eher ein Dienstvertrag.

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Erstma bist du laut FA kein Freelancer sondern gewerbetreibender. Webdesigner sind keine Freiberufler sondern müssen sich obligatorisch als gewerbe anmelden.........

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"Erstma bist du laut FA kein Freelancer sondern gewerbetreibender.
Webdesigner sind keine Freiberufler sondern müssen sich obligatorisch
als gewerbe anmelden........."


Designer sind aber trotz eventueller Gewerbeanmeldung immer Freiberufler, wenn sie als solche beim FA angemeldet sind.

Es interessiert das FA in keinster Weise, ob ein Designer auch noch ein Gewerbe anmeldet. Das interessiert nur das Gewerbeaufsichtsamt.

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