Habe ich eine Glutenunverträglichkeit oder nur eine Weizenallergie ?

...komplette Frage anzeigen Nahrungsmittelunverträglichkeit - (gluten, Weizenallergie, Nachrungsmittelunverträglichkeit)

4 Antworten

Nur eine Magenspiegelung mit Dünndarmbiopsie kann dir sagen, ob du an Zöliakie leidest. Suche bitte unbedingt einen Gastroenterologen auf.

Diese "Selbstdiagnosen" bringen doch nichts.

Klar, du kannst jetzt richtig schön glutenfrei leben. Weißt du denn auch, was das bedeutet?

Erstmal wird es teuer! 4 Brötchen kosten da locker mal 2-3 Euro. Ein Paket Nudeln ebenso.

Dann musst du alles getrennt machen. Du kannst nicht mehr das Waffeleisen von Freunden oder der Familie benutzen. Nicht mehr den Toaster.

Du musst jeden Krümel normales Getreide meiden. Reis und Mais, Kartoffeln, Amaranth und Quinoa sind erlaubt.

ALLES andere: Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste (Bier!), Grünkern, sogar Haferflocken sind verboten.

Hafer ist eigentlich glutenfrei, wird aber bei der Ernte und der Produktion verunreinigt.

Du kannst keinen Döner, keine Pizza, Nudeln, Brötchen, Brot, Kekse, Kuchen, panierte Sachen und auch viele Süßigkeiten nicht mehr essen.

Nicht mal Pommes, wenn in der Friteuse auch Chicken Nuggets zubereitet wurden.

Ich hoffe sehr für dich, dass es keine Zöliakie ist. Bei einer kleinen Unverträglichkeit ist es nicht so schlimm, wenn du mal nen Krümel im eigenen Essen hast. Bei Zöliakie musst du jedes Gramm Gluten dein Leben lang meiden.

DAS kann hier nur ein Arzt feststellen. Wie gesagt, mit Dünndarmbiopsie. Hier werden deine Darmzotten angeschaut.

Die Darmzotten transportieren die Nährstoffe vom Darm ins Blut. Sind die Zotten geschädigt, ist der Transport gestört und du wirst nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Außerdem gelangt das Gluten dann in den Dickdarm, wo es nichts zu suchen hat. Durchfall, Übelkeit, Unwohlsein können die Folgen sein.

Hi neugier95,

sieht für mich auch nach einem IgG-Test aus. Da wird über dein Blut getestet, ob dein Immunsystem auf bestimmte Allergene reagiert und wie sehr. Daraus ergeben sich diese Abstufungen von rot bis grün.

Grundsätzlich: Diese Tests sind tatsächlich umstritten. Einige Allergologen sind der Ansicht, dass das nur die Bereitschaft des Immunsystems widerspiegelt, aber nicht eine wirkliche Allergie, andere sagen, dass man damit überhaupt nichts sagen kann, weil man heute so und morgen so getestet werden kann und wieder andere schwören darauf, dass das eine super Testmethode ist.

Ich habe auch schonmal einen IgG-Test machen lassen und kam mit dem Ergebnis gut zurecht. Mir hat das weitergeholfen – ist aber nur eine persönliche Erfahrung. Allerdings habe ich das gemeinsam mit einem Allergologen gemacht und danach auch mit ihm besprochen, wie die Ergebnisse zu verstehen sind und was ich am besten wie umstellen soll. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du deinen Test "nur" eingeschickt und die Ergebnisse zurückgeschickt bekommen.

Zu deiner Frage mit der Auswertung: Ich bin kein Experte, aber ich lese es so, dass alles auf der rechten Seite in Ordnung ist. Der Balken darüber ist grün bis gelb, Referenzwerte "Neutral". Da liegt keine Reaktion vor. Deine Vermutung mit dem Zucker würde ich in dem Fall nämlich nicht unbedingt genauso interpretieren.

Alles in der Mitte unter dem orangenen Balken ist "gering unverträglich". Bei mir stand damals dabei, dass man alles aus dem Bereich für 3-6 Monate konsequent vom Speiseplan streichen soll. Nach dem Zeitraum kann man mit kleinen Mengen testen, ob man es besser verträgt.

Alles auf der linken Seite steht unter dem roten Balken und scheint im Test bei dir ausgeschlagen zu haben. Die Milchprodukte spielen da bei dir wohl eine große Rolle. Das hat im Übrigen nicht zwingend etwas mit Laktose zu tun oder einer Laktoseintoleranz. Dein Immunsystem kann auch einfach "nur" allergisch auf Milcheiweiß reagieren und deswegen fällt der Test so aus. Bei den roten Sachen stand bei mir, dass man sie 6-12 Monate lang konsequent meiden soll.

Ich sage es nochmal: Das ist nur meine Einschätzung. Ich bin weder Allergologe noch Ernährungsberater oder anderweitig medizinisches Fachpersonal. 

Am sinnvollsten wäre es, wenn du dir einen Allergologen suchst, der auf Lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert ist und mit dem die Ergebnisse durchsprichst. Der kann dann mit dir gemeinsam austüfteln, was gut für dich ist und ob beispielsweise eine Untersuchung auf Zöliakie notwendig erscheint oder nicht.

LG, Laura

War das ein IgG-Test? Ist sehr umstritten.

Ich würde dir trotzdem empfehlen, drei Monate auf Gluten zu verzichten. Wenn deine Beschwerden verschwunden sind, kannst du es ja mit einzelnen Getreiden wieder versuchen.

Ich persönlich hatte jahrzehntelang Beschwerden, die erst u.a. durch vollständigen Verzicht auf Gluten und glutenähliche Moleküle verschwanden. Ich habe nachweislich keine Zöliakie. Es gibt auch Unverträglichkeiten die gar nicht mit diesen Tests erfasst werden.

Ob es ein IgG-Test war, weiß ich leider nicht. Aber ich hatte Beprobungsmaterialien bekommen. Dort musste ich  ein Bluttropfen (Finger) auf ein glasähnliches Teil draufmachen und paar Sekunden warten, bis es trocknet. Ich habe seit 2 Tagen bereits eine große Menge an Glutenfreie Produkte eingekauft, und werde dann ab dem 1. Januar 2017 anfangen konsequent für einige Monate ohne Gluten, Laktose und zuckerarm zu ernähren.

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@neugier95

Künstlich glutenfrei gemachte Mehl-Produkte konsumiere ich gar nicht. Ich esse von Natur aus völlig glutenfreie Produkte. Sellerie, Möhren, Fleisch...

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Lass dich anhand einer magenspiegelung mit dünndarmbiopsi auf zöliakie testen dann weißt du ob du dich glutenfrei ernähren musst oder nicht (über das Blut kann man das nicht festlegen)

Zumal diese Angaben der verwirrend sind hast du mit dem Arzt gesprochen?

Bisher habe ich noch kein Arzt aufgesucht, sondern habe meine Blutprobe ins Labor (Institut) per Post geschickt.

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Na dann wird es msl zeit

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