Habe ich eine gespaltene Persönlichkeit? (Ausführlicher Text)?

9 Antworten

Hallo!

Ich beschäftige mich sehr viel mit DIS, DDNOS, C-PTSD, Borderline. Also allen Traumafolgestörungen, die nach früher merhfach-Traumatisierung auftreten können und stets mit Dissoziation einher gehen.
Außerdem bin ich selbst diagnostiziert mit Erkrankungen aus diesem Bereich.

Ich kann verstehen, dass dich das sehr besorgt und dir auch Angst macht! Wem würde dabei schon behaglich sein?

Dennoch muss ich wichtige Aussagen treffen:

1: Es ist ein riesiges und schädliches Vorurteil, dass Menschen mit DIS (dissoziativer Identitätsstörung) eine nette Persönlichkeit und eine böse Mörder-Persönlichkeit haben. Dieses Vorurteil wurde bekräftigt durch verschiedene Filme und auch durch reale Gerichtsurteile, wo Mörder so getan haben, als hätten sie DIS um damit eine mildere Strafe zu erhalten ("ICH habe den Mord nicht begannen")

Die Wahrheit ist typischerweise eher so, dass ein Mensch mit DIS ein paar Anteile hat (ausgearbeitete Persönlichkeiten, meist jünger als der Host) und eine Reihe von Fragmenten (so etwas wie eigenständige Gefühls-Zustände oder Handlungs-Zustände). "Böse" werden können da vielleicht die Beschützer-Anteile oder Täter-Introjekte. Da aber der eigentliche Patient oft sehr sensibel und verletzt ist, geht das selten nach hinten los.
Das ist ein riesiges Thema, falls du mehr wissen willst, recherchier oder guck gern bei meinen Antworten nach , zum Beispiel diese hier https://www.gutefrage.net/frage/zweite-persoenlichkeit?foundIn=list-answers-by-user#answer-245024626

2: Gehe in dich und reflektiere, vor allem zu folgenden Fragen: Wie geht deine Familie mit Aggression um? Wie deine Mutter? Dein Vater? Wie gehen Außenstehende mit Aggression um, zB. Freunde? Ist da ein Unterschied?

Wird zum Beispiel in deiner Familie viel unter den Teppich gekehrt? Wurde dir beigebracht, deine Wut lieber runterzuschlucken, als damit umzugehen?

Bleiben wir bei dieser Metapher: Deine runtergeschluckte Wut, die wir uns als schweren heißen Klumpen vorstellen Das passt zu deiner Aussage, dass du dich fühlst, als hättest du einen Fremdkörper in dir.

Vor allen Dingen Mädchen wird beigebracht, das Wur und Aggression verboten und schädlich und gefährlich ist. Viele Frauen haben damit ihr Leben lang ein Problem. Sie werden dann passiv-aggressiv oder auto-aggressiv oder sie spalten diese verbotenen Gefühle ab, sodass sie ganz verdrängt werden oder, wie vielleicht bei dir, einem inneren Anteil zugeschrieben werden.

Ja, du hast schreckliche Dinge erlebt! Und die haben ganz sicher Wunden und Narben hinterlassen.
Aber für mich klingt es laut deiner Schilderung eher nach abgespaltener und extrem konzentrierter verbotener Wut.

Vielleicht konnte ich dir damit ein paar Anregungen geben, vielleicht bist du aber jetzt auch wütend auf mich weil du ja schon eine Theorie hast?

Naja, trotzdem liebe Grüße :> Mika

Hallo,

DIS (also dissoziative Identitätsstörung, ''multiple Persönlichkeit'') wäre nur Möglich, wenn du an Amnesien leidest - du würdest das Erscheinen der anderen Persönlichkeit(en) garnicht mitbekommen, würdest dich an anderen Orten, evtl mit anderen Menschen (die dich sogar vlt mit anderen Namen ansprechen), wieder finden.

DIS bekommt man ausschließlich durch sehr schwere und langen Traumata. Ich bin auch durch sehr sehr viel Mist gegangen, wurde jahrelang schwer körperlich und psychisch misshandelt, sexuell missbraucht (nicht vergewaltigt), gemobbt,.... und ich habe keine DIS - dafür aber eine komplex Posttraumtische Belastungsstörung (kPTBS/''ESD'') und ein Symptom dieser ist, dass ich ''mehrere Egos'' habe (meist sich selbst ''als Kind'' und seinen ''Wirt''). Man kann sagen, dass es die Vorstufe der DIS ist.

Ich wechsel meine Persönlichkeiten ungewollt, dissoziere, kann sie kaum bis garnicht kontrollieren - ja, wie ein Rausch. Meine Aussprache, mein ''Aussehen'', meine Schreibweise, Denken, Weltbild, Alter, ''Geschlecht'',... ändert sich (diese Folgen können aber auch von meinen anderen Erkrankungen kommen!). ABER ich bin immer da, ich sehe was passiert, ich bin immer ich, irgendwie, und meine Vorgeschichte ist immer die selbe.

Du solltest dies auf jeden Fall deinem Psychotherapeuten erzählen! Wenn du magst, können wir auch darüber reden. Zwar sind solche Gedanken, bei mir nicht so krass, aber ich kann sie schon nachvollziehen.

Liebe Grüße,

Skogsdottir

Danke für die ausführliche Antwort! Ich würde sehr gern mit dir darüber reden, da das, was du beschrieben hast, auch auf mich zutrifft

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@soph33

Kannst mich gerne anschreiben, wann immer du willst. Ich hab viel Zeit. ^^

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du bist absolut ein Fall für die Couch, damit ein Fachkundiger erstmal das Sammelsurium in deinem Kopf (ein)ordnet... Fatalerweise bist du noch so jung, sodaß zu befürchten ist, daß auch dein zukünftiges Liebes- und Berufsleben davon nachteilig betroffen ist

Du mußt erstmal lernen, Vertrauen aufzubauen, und normalerweise wäre hier die erste Adresse deine Eltern,

das dürfte schwer sein, denn sie haben wohl alles falsch gemacht, daß du so gestrickt bist.. da tun sich Abgründe auf

eine gewisse Gespaltenheit - nenn es meinetwegen auch Schauspielerei - gibt's immer und (fast) bei jedem, aber du überschreitest das Maß der Toleranz - wenn du niemanden finden solltest, Caritas usw.., die dir helfen (könnten), dann auf jeden Fall zu deinem Arzt, weil du dringend Hilfe brauchst

Danke für die hilfreiche Antwort :) Die andere Seite von mir tritt meistens auf, wenn ich allein bin, da ich immer den Gedanken habe: Du darfst es nicht nach außen zeigen, sonst verurteilen dich die anderen. Von daher führe ich momentan auch eine glückliche Beziehung. Ich denke es macht eher mich kaputt als andere Menschen, da die meisten nichts davon mitbekommen. Das Hauptproblem zu Hause ist meine Mutter und ich hoffe, dass sich unser Verhältnis entspannt, sobald ich ausziehe. Versuche positiv in die Zukunft zu schauen

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Wie weit geht Notwehr? Was passiert wenn ich jemanden töte der mir droht?

Hi
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Lg und schönes Wochenende noch..

Ps: all eure Meinungen Infos etc. sind mir wichtig!

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