Habe ich eine (ADS-bedingte) Zwangsstörung?

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1 Antwort

Deine Schilderungen sind für ADS/ADHS Leute vollkommen normal. Euch fehlt Dopamin, das der Körper eigentlich selbst herstellen kann und ohne Dopamin läuft das Gehirn nicht "normal". Erst wenn genügend Dopamin wieder da ist kann man sich was merken und aufmerksam sein. .

ADS Leute sind durchaus intelligent, haben gute Elternhäuser, sind gebildet aber können nicht mehr. Sie stehen unter extremer Dauerspannung, können sich nicht ausreichend entspannen und verbrauchen hierfür ihr Dopamin bis nichts mehr für den Alltag übrig ist.

Die  o.g. Medikamente helfen nur solange man sie einnimmt, also einige Stunden. Sie unterdrücken die Spannungen, aber ändern nichts - also keine heilenden Effekte wie bei vielen anderen Medikamenten für andere Krankheiten.  

Lerne Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training, etc. und übe täglich. Entspannen - entspannen - entspannen.

Info: Leider hat Ritalin etc. so negative Nebenwirkungen, das Leute die dieses  Medikament über längeren Zeitraum eingenommen haben, in USA nicht mehr in der Armee aufgenommen werden. Zu gefährlich. Unberechenbar. 




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Kommentar von ViciousCircle
09.03.2016, 15:44

Erstmal vielen Dank für die Antwort. Die Sache mit dem Dopamin wusste ich noch nicht.
Das leuchtet mir auch alles ein, denn diese Art von zwanghaftem Verhalten habe ich nur, wenn die Medikamente-Wirkung abgeklungen ist.
Was ich dennoch nicht verstehe ist, das ich eigentlich nicht sagen kann,nicht genügend Entspannung zu bekommen. In den auftretenden Situationen bin ich weder aufgewühlt ( also bevor der "Zwang" auftritt), noch stehe unter einer Dauerspannung. Ich dachte immer, sowas kommt eigentlich nur bei ADHS-Personen vor, die mit den Medikamenten,unter anderem, eine Art Hyperaktivität und ein aufbrausendes Verhalten mindern wollen. Mein Problem als ADS-Person ist zwar ja auch die ganze Geschichte mit der fehlerhaften Datenverarbeitung, dem unaufmerksam sein usw, was aber nicht einhergehend mit Hyperaktivität o.ä. ist. Außerdem klärt sich dann für mich nicht, wieso ich oft diese vollkommen willkürlich-auftretenden Zwänge mit den Namen habe. Ich entschuldige mich, wenn das,was ich schreibe totaler Mist ist, vielleicht habe ich mich mit meiner ADS-Problematik nicht ausreichend auseinander gesetzt, denn ich kann fast nur von den Dingen ausgehen, die ich damals als Kind in Behandlung erzählt bekam.

 Ich hab über das alles auch schon mit meiner Neurologin geredet, leider scheint sie aber entweder auch nicht recht zu wissen, wie man damit umgeht, oder sie will  mich lieber nicht so umfassend darüber informieren, was da eigentlich zugrunde liegt. Sie meinte bloß, dass ich mir eventuell einen Phsychotherapeuten suchen sollte. Mir wäre eine vorerst nicht ärztliche Lösung aber wesentlich lieber.

Ich werde dennoch auf jeden Fall deinem Tipp mit den Entspannungstechniken folgen, schaden kann es in keinem Fall.

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