Habe ich ein Recht auf ein Wertpapierkonto, dass mein Vater angelegt hat?

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6 Antworten

Hallo lieber Fragesteller,

zunächst einmal:

Brauchst du das Geld denn so dringend?

Du sagst du bist 50, verheiratet und hast Kinder.

Da hast du bestimmt einen Job, oder wie kommt ihr über die Runden?

Wenn du das Geld brauchst, dann sprich ihn doch einfach mal auf das

Konto

an. Es läuft auf deinen Namen. Irgendeinen Sinn wird das doch haben,

dein Vater hat doch bestimmt nicht aus "Spaß" ein Konto nicht auf seinen

sondern auf deinen Namen eröffnet.

Frage ihn doch einfach mal welchen Zweck das verfolgt.

Das ist jetzt, wenn du dich da rechtlich nicht beraten willst,

denn in deinem Falle würde ich mich da nicht auf irgendein Online-Portal verlassen was rechtlichen Beistand angeht.

Aber versuch es doch erst einmal auf der zwischenmenschlichen Ebene :)

Viel Glück wünsche ich dir!

LG

Utau

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Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder. -> und du hast kein eigenes Geld? Lass Ihn doch. Im Fall seines Ablebens ist es deins. Kannst du nicht warten.

Ansonsten, verstehe ich das er mit deinem Namen arbeitet ist keine tolle sache mit 50. Lass es ihn auflösen. Er kann ein eigenes Depot anlegen

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Kommentar von Etuvali25
09.09.2016, 12:18

Selbstverständlich habe ich eigenes Geld. Mein Mann und ich haben nie nach Geld von meinem Vater gefragt, zumal mein Mann immer gut verdient hat. Das wir im Augenblick in einer finanziellen. Schieflace sind, liegt einfach daran, dass mein Mann 9 Monate krank geschrieben war und das Krankengeld gerade unsere laufenden Kosten abgedeckt hatte. Eigentlich sollte ein Konto, dass auf meinem Namen läuft auch mir gehören, noch dazu zahle ich die Depotkosten, aber mir wird ständig gesagt, dass er nicht gewillt ist ein paar Aktien daraus zu verkaufen. Er konnte meinen Mann noch nie leiden und sieht nicht ein sein hart erarbeitetes Geld ihm in den Rachen zu werfen. Das verunsichert mich immer sehr und ich getraue mich nicht einfach ein paar Aktien zu verkaufen. Eines sollte ich noch erwähnen. Vor 20 Jahren wurde ich ohne Benennung von Gründen zum Notar zitiert. Dort wurde mir dann ein Pflichtteilsverzicht vorgelegt. Da ich bis zu dem Zeitpunkt immer alles unterschrieben habe, was mein Vater mir vorgelegt hat, habe ich aus Angst vor seiner Reaktion diesen Vertrag unterschrieben. Seitdem fühle ich mich von meinen Eltern hintergangen. Ich bin verzweifelt, denn ich habe ihnen nie einen Grund gegeben, dass sie diesen Schritt in Erwägung gezogen haben. Mein Mann war immer fleißig und trotzdem waren meine Eltern nie zufrieden und bezeichnen ihn als Nichtsnutz. Diese Meinung hat sich bei ihnen festgesetzt, weil mein Mann manche berufliche Entscheidungen anders getroffen hatte, als mein Vater es sich von ihm gewünscht hätte. Es ist ein untragbarer Zustand!

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"Wertpapierkonto auf meinem Namen laufen"

Wenn das auf deinem Namen läuft, darfst du darauf zugreifen? Einfach zur Bank gehen, du brauchst deinen Vater dafür nicht, die müssen dir Auskunft geben was dort auf deinem Namen läuft und dir natürlich auch Zugriff darauf gewähren, du bist ja alt genug.

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Wenn das Depot rechtmäßig auf deinem Namen eingetragen ist, dann hast du auch vollen Zugriff auf deine Wertpapiere.

Du kannst ihn dem Zugang verweigern, jedoch wird das vermutlich kein ruhiges Blut zwischen euch geben.

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Das kommt auf die genaue Ausgestaltung des Kontos an. Was genau bedeutet, dein Vater verwaltet das Konto? Wird er bei der Bank als Bevollmächtigter geführt? Bist du tatsächlich als Kontoinhaber eingetragen? Dann müsstest du eigentlich auch die Eröffnung mit unterschrieben haben....ist das so?

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Bei der Frage gibt es durchaus Klärungsbedarf. Hat er die Depotwidmung mit deinem Wissen und Wollen (Unterschrift, deine Rechtsfähigkeit bei Abschluss) angelegt oder ist das so eine halbseidene Steuervermeidungsgeschichte?

Es kann auch sein, dass er das auch einfach nur ausgelobt (versprochen) hat, es dir zu einem bestimmten Zeitpunkt oder bei Eintritt bestimmter Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen.

Unter den von dir geschilderten Umständen würde ich den Vater auffordern, das Konto wieder auf sich umzuschreiben oder es vollumfänglich zur Verfügung zu stellen. Es ist nämlich so, dass, egal ob du Zugriff hast oder nicht, dich als Inhaberin die Steuerpflichten (Dividenden, Spekulationsgewinne) dieses Depots treffen.

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Kommentar von Etuvali25
09.09.2016, 12:39

Ich muss ihm wohl mal eine Vollmacht erteilt haben. Bis zu dem Tag, an dem ich von meinem Vater zum Notar zitiert wurde, um einen Pflichtteilsverzicht zu unterschreiben, hatte ich immer treudoof alles unterschrieben was er mir vorgelegt hatte. Da ich erst beim Notar mit dem Pflichtteilsverzicht konfrontiert wurde und ich Angst vor der Reaktion meines Vaters hatte, habe ich leider den Vertrag unterschrieben. Seitdem brodelt es in mir und ich fühle mich schrecklich hintergangen von meinen Eltern. Hinterher hatten sie mir dann erklärt, dass es nur deswegen von Nöten war, weil sie verhindern wollen, dass, wenn ein Elternteil verstirbt, ich diesen nicht aus dem Haus werfen könnte, um selber dort einzuziehen. Schließlich weiß man nie, wie  die Ehemänner drauf sind. Mein Mann könnte mich ja negativ beeinflussen. Die Antwort hat mich nie befriedigt und irgendwann habe ich mich erstmal mit diesem Thema Pflichtteilsverzicht vertraut gemacht. Normalerweise unterzeichnet man so einen Vertrag nur, wenn man im Gegenzug einen gewissen Erbteil noch vor Ableben der Eltern erhält. Da ich von diesem Wertpapierkonto auf meinem Namen weiß (Sparkasse führt das Konto immer auf), denke ich eigentlich ein Anrecht darauf zu haben, nur fühle ich mich schlecht, weil ich es nicht erwirtschaftet habe.

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