Habe ich ein Recht auf ein Wertpapierkonto, dass mein Vater angelegt hat?

6 Antworten

Hallo lieber Fragesteller,

zunächst einmal:

Brauchst du das Geld denn so dringend?

Du sagst du bist 50, verheiratet und hast Kinder.

Da hast du bestimmt einen Job, oder wie kommt ihr über die Runden?

Wenn du das Geld brauchst, dann sprich ihn doch einfach mal auf das

Konto

an. Es läuft auf deinen Namen. Irgendeinen Sinn wird das doch haben,

dein Vater hat doch bestimmt nicht aus "Spaß" ein Konto nicht auf seinen

sondern auf deinen Namen eröffnet.

Frage ihn doch einfach mal welchen Zweck das verfolgt.

Das ist jetzt, wenn du dich da rechtlich nicht beraten willst,

denn in deinem Falle würde ich mich da nicht auf irgendein Online-Portal verlassen was rechtlichen Beistand angeht.

Aber versuch es doch erst einmal auf der zwischenmenschlichen Ebene :)

Viel Glück wünsche ich dir!

LG

Utau

Bei der Frage gibt es durchaus Klärungsbedarf. Hat er die Depotwidmung mit deinem Wissen und Wollen (Unterschrift, deine Rechtsfähigkeit bei Abschluss) angelegt oder ist das so eine halbseidene Steuervermeidungsgeschichte?

Es kann auch sein, dass er das auch einfach nur ausgelobt (versprochen) hat, es dir zu einem bestimmten Zeitpunkt oder bei Eintritt bestimmter Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen.

Unter den von dir geschilderten Umständen würde ich den Vater auffordern, das Konto wieder auf sich umzuschreiben oder es vollumfänglich zur Verfügung zu stellen. Es ist nämlich so, dass, egal ob du Zugriff hast oder nicht, dich als Inhaberin die Steuerpflichten (Dividenden, Spekulationsgewinne) dieses Depots treffen.

Ich muss ihm wohl mal eine Vollmacht erteilt haben. Bis zu dem Tag, an dem ich von meinem Vater zum Notar zitiert wurde, um einen Pflichtteilsverzicht zu unterschreiben, hatte ich immer treudoof alles unterschrieben was er mir vorgelegt hatte. Da ich erst beim Notar mit dem Pflichtteilsverzicht konfrontiert wurde und ich Angst vor der Reaktion meines Vaters hatte, habe ich leider den Vertrag unterschrieben. Seitdem brodelt es in mir und ich fühle mich schrecklich hintergangen von meinen Eltern. Hinterher hatten sie mir dann erklärt, dass es nur deswegen von Nöten war, weil sie verhindern wollen, dass, wenn ein Elternteil verstirbt, ich diesen nicht aus dem Haus werfen könnte, um selber dort einzuziehen. Schließlich weiß man nie, wie  die Ehemänner drauf sind. Mein Mann könnte mich ja negativ beeinflussen. Die Antwort hat mich nie befriedigt und irgendwann habe ich mich erstmal mit diesem Thema Pflichtteilsverzicht vertraut gemacht. Normalerweise unterzeichnet man so einen Vertrag nur, wenn man im Gegenzug einen gewissen Erbteil noch vor Ableben der Eltern erhält. Da ich von diesem Wertpapierkonto auf meinem Namen weiß (Sparkasse führt das Konto immer auf), denke ich eigentlich ein Anrecht darauf zu haben, nur fühle ich mich schlecht, weil ich es nicht erwirtschaftet habe.

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Das kommt auf die genaue Ausgestaltung des Kontos an. Was genau bedeutet, dein Vater verwaltet das Konto? Wird er bei der Bank als Bevollmächtigter geführt? Bist du tatsächlich als Kontoinhaber eingetragen? Dann müsstest du eigentlich auch die Eröffnung mit unterschrieben haben....ist das so?

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