Habe ich die richtigen Materialien um die Elektronik Bauteile zu entlöten und abzunehmen?

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5 Antworten

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Lötwasser ist was für Installateure und nicht fürs Elektroniklöten gedacht. Da verwendet man idR Flussmittel zB in Stiftform oder als Gel.

Ein sehr gutes Flussmittel ist das

https://store.rossmanngroup.com/index.php/amtech-nc-559-v2-30-cc-16160.html

für die Verwendung von diesem schau dir einfach die Videos von Luis Rossman auf Youtube an ;)

Zum auslöten von großen Komponenten mit vielen Anschlüssen brauchst du aber am besten Heißluft. Diese muss einstellbar sein, die richtige Temperatur ist normal in der Gegend um 320°C und man sollte nicht zu lange drauf heizen sonst wird die Platine kaputt, eine Minute ist definitiv zu lange.

Den Lötkolben solltest du btw auch auf etwa 320°C heizen.

Auch Kondensatoren oder andere Bauteile bekommst du mit der Entlötlitze nur schlecht weg. Für bedrahtete Bauteile verwende ich daher eine Lotaubsaugpumpe.

SMD Bauteile mit wenigen Anschlüssen entlöte ich für gewöhnlich so, dass ich eine Lötzinnkugel über die Anschlüsse mach und über diese Kugel alle Anschlüsse gleichzeitig erhitze und dann das Bauteil abhebe. Die Entlötlitze verwende ich danach um zu viel Lot von den Pads zu entfernen bzw um Kurzschlüsse nach dem auslöten von neuen Bauteilen zu entfernen.

Ich kann dir an dieser Stelle nur raten, dass du dir mal die Videos von Luis Rossman auf YT ansiehst, der macht professionelle Reperaturen und die Videos sind ungeschnitten und man sieht den Workflow.

Und noch ein Tipp kauf dir gutes Equipment, viele Reperaturen scheitern einfach daran, dass deine Ausrüstung nicht gut genug ist. Ich würde dir daher zu einer Weller oder Ersa Lötstation raten, die gehen idR recht gut, sind aber nicht gerade billig, aber dennoch ist das Preis/Leistungsverhältnis meiner Meinung nach gut.

Mindestens 320, höher ist in dem Fall besser. Ich löte bleifrei immer mit 350 grad. Die hohe Temperatur verkürzt die Zeit Die benötigt wird um das Lötzinn zu verflüssigen. Es gibt Bauteile, besonders Halbleiter, die nehmen es einem übel wenn man zu lange daran herum brutzelt. Bei THD Teilen kann man mit einer spitzen Zange mit der man die Anschlussbeinchen des Bauteiles hält auch die Wärme von diesen Bauteilen etwas ableiten. Den Trick habe ich aus alter Fachliteratur von Telefunken über Halbleiter aus den 1960ern.

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@germi031982

Ja ich habe hier von verbleitem Lot gesprochen, Bleifrei muss man natürlich höher löten.

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Das Lötwasser ist überflüssig (habe ich jetzt gerade zum ersten Mal von gehört. Sanitärbereich?).

Du brauchst einen Lötkolben.

Die Entlötlitze ist das Mittel der Wahl: Auf die Lötstelle legen und dann den Lötkolben drauf (so dass die Litze dazwischen ist). Das Lötzinn sollte nun in die Litze reingezogen werden, wodurch es zur Auslötung kommt.

Nun hast du dir da auch gerade eine Platine ausgesucht, wo das Auslöten nicht so einfach ist (Bauteile sind von beiden Seiten gelötet). Hier hilft es machmal, zunächst erstmal ein wenig Lötzinn dazuzugeben.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich beschäftige mich schon mehrere Jahre damit.

Dein Lötkolben wird nicht heiß genug... Mit welcher Temperatur löst du ?

Kann ich nicht ab lesen. Der Lötkolben ist von Top Kraft. ( Aldi) ^^

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@Schnitzelpaste

Dann hast du ja schon die Antwort - der Lötkolben taugt nichts...

Mindestens 60 - 80 Watt und regelbar sollte er sein...

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