Habe ich das Recht, mich als Selbstzahler ohne Info an die PKV behandeln zu lassen?

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9 Antworten

Mein Versicherungsfritze riet mir dazu, eine chronische, wenn auch leichte, Erkrankung vor Vers.-Abschluss mit der neuen privaten KV zu verschweigen.

Bedeutet, dass Du falsche Angaben im Vertrag gemacht hast und das Versicherungsunternehmen die Möglichkeit hat, deinen Vertrag aufzulösen, bzw. in einen Basistarif um zu wandeln.

Eine Terminanfrage bei der Praxis ergab, dass die meine Versichertenkarte scannen wollen.

Dies ist Unsinn, denn ein PKV-Versicherter muss eine Versichertenkarte beim Arzt nicht abgeben.

Habe ich das Recht mich auch ohne Info an die PKV als Selbstzahler behandeln zu lassen?

Das musst du noch nicht einmal, denn ein PKV-Versicherter zahlt die Arztrechnung selbst und entscheidet, ob er diese Rechnung zur Erstattung an seine PKV einreicht.

Allerdings, spätestens bei einem Krankenhausaufenthalt, wenn Du die Kosten einreichst, wird dein Betrug herauskommen.

Ein Tipp, melde deine chronische Erkrankung deiner Krankenversicherung nach - und informiere den Versicherer, dass Du diese Tatsache nur verschwiegen hast, weil dies dir dein Versicherungsfritze so gesagt hat.

Gruß Apolon

PS: schick diesen Versicherungsfritze in die Wüste!

Zunächst die Antwort auf Deine eigentliche Frage: die liquiditation erhälst Du und nicht Deine PKV. Es obliegt dir allein ob Du sie einreichst oder nicht. Somit kann es eine Weile dauern bis die PKV von Deiner vorvertraglichen Anzeigepflicht Verletzung Wind bekommt. Mit dem Antrag zur privaten Krankenversicherung hast Du auch eine Schweigepflicht Entbindung unterzeichnet, auf die Dein Versicherer zurück greifen kann und damit auch frühere Behandlungen einsehen kann. Die Folgen haben die Kollegen ja schon sehr ausführlich beschrieben. Dem "versicherungsvebrecher" gehört mächtig in den Hintern getreten. Ein auf diese Weise zustande gekommener Vertrag ist anfechtbar und das würde ich Dir auch dringend empfehlen. Besser jetzt die Flucht nach vorn weil Deine glaubwürdigkeit noch nicht in Frage gestellt ist, als später dem Vorwurf der vorvertraglichen Anzeigepflicht Verletzung wehrlos ausgeliefert zu sein. Ich sag Dir morgen auch gern den Paragraphen des BGB dazu. Bei Anfechtung des Vertrages hast Du auch Anspruch auf Schadensersatz, den Du später nicht mehr hast, wenn der Versicherer Dir den Vertrag kündigt. Bei entsprechendem Richterspruch erhältst Du Deinen Schaden in jedem Fall erstattet, da für den Vermittler zur Zeit der Antrags Aufnahme eine Vermögensschaden Haftpflicht Versicherung bestand. Bei dieser Sache ist ein versierter Fachanwalt für Versicherungsrecht aus meiner Sicht unumgänglich. Kostenlos kannst Du auch den neutralen Ombudsmann für PKV anrufen. Möglicherweise kann er den Vertrag derart legitimieren, dass deine Erkrankung nachträglich angezeigt und vielleicht sogar ohne risikozuschlag mit versichert wird. Du kannst es drehen und wenden wie Du willst.... Noch hast Du alle Vorteile des unbeschadigtinen guten Rufs. Ombudswww.pkv-ombudsmann.deann.de

Hallo,

Mein Versicherungsfritze riet mir dazu, eine chronische, wenn auch leichte, Erkrankung vor Vers.-Abschluss mit der neuen privaten KV zu verschweigen.

Da ging es anscheinend um die Provision dieses Menschen. Es würde mich nicht wundern, wenn dieser Mensch auch die Unterschrift des Versicherten fälscht oder Unterlagen nicht an die Versicherung weiterleitet - wenn es sonst zu seinem Nachteil wäre (Fälle kann man hier im Forum nachlesen). Ich würde mir schnell eine vertrauenswürdige Person suchen!

Falsche Angaben bei den Gesundheitsfragen führen oft zu einer kompletten Beendigung der Krankenversicherung bei diesem Unternehmen. Oft bleibt dann nur der Basistarif bei einem anderen Unternehmen: mehr als 600 Euro monatlich, zuzüglich Pflegeversicherung.

Das kann sehr hilfreich sein:

https://www.test.de/Gesundheitsfragen-Was-Sie-der-Versicherung-sagen-muessen-4648167-0/

Oft gibt es hier gute Tipps:

patientenberatung.de

Gruß

RHW

Als erstes solltest du diesen Vertreter in die Wüste schicken.

Es gibt keine Gesundheitsfragen, die vernachlässigt werden können.

Bei einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung kann der Versicherer sogar nach Jahren noch vom Vertrag zurück treten.

Dann hast du ein ECHTES PROBLEM

Dann geniesse Deine PKV noch so lange Du kannst denn Du hast eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung begangen und das vorsätzlich.

Wenn die PKV das spitz kriegt, wird sie erstens den Rücktritt vom Vertrag gem. § 19 ff VVG erklären und zweitens den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Das "Gute" ist, dem Versicherer stehen dann gem. § 39 Abs. 1 VVG auch noch sämtliche Prämien bis zur Wirksamwerdung der Rücktritts- oder Anfechtungserklärung zu.

Da es ja eine generelle Versicherungspflicht gibt, darfst Du Dich dann um einen alternativen versicherungsschuzt bemühen, eine andere PKV wird Dich nicht nehmen, in die GKV kannst Du nicht zurück. Herzlich Willkommen im Basistarif der PKV !

Dein "Versicherungsfritze" ist kriminell und würde mit drin hängen, aber natürlich ist nichts dokumentiert und so wirst Du von ihm auch keinen Schadenersatz erwarten können.

Ich hoffe Dein "Versicherungsfritze" kriegt dabei richtig was mit, Dir einen solchen Rat zu geben zeugt von unverantwortlicher Provisionsgier.

Dir bleibt genau eine Lösung, sofort mit deiner PKV sprechen und reumütig nachmelden und den dann wahrscheinlichen Risikozuschlag erfreut akzeptieren.

Hallo,

dein Versicherungsberater hätte dich über die Konsequenzen aufklären sollen. Die Argumentation ist nur geeignet, wenn der Vertreter unbedingt einen Abschluss machen möchte.

Die Gesundheitsfragen beziehen sich nicht auf registrierte Fälle bei einer Krankenkasse, sondern auch auf Behandlungen die selbst gezahlt werden. Eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung begehst du mit diesem Verhalten so oder so. In deinem Fall handelt es sich schon um Vorsatz.

Ich kann dir davon nur abraten, da Ärzte sowieso Aufzeichnungen machen und die private Krankenversicherung bei deinem Arzt anfragen kann, wenn du später mal in Behandlung bist.

Beantworte die Fragen ordentlich und gib deine Behandlungen an. Kriegst du einen Zuschlag, dann zahle diesen.

DolphinPB 04.11.2015, 21:57

Das Kind ist doch schon längst in den Brunnen gefallen.

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... da kann aber etwas nicht stimmen. Es gibt also eine Familie und wo bitte ist die denn versichert? ... keine private KK versichert eine ganze Familie zu dem genannten Beitrag! ...zudem haben privat versicherte keine Versicherungskarten wie die gesetzlichen Kassen sie ausgeben, so jedenfallls bei meiner KV.

TerhorstAgentur 05.11.2015, 16:35

sorry, aber die meisten PKV Versicherer geben auch eine Versichertenkarte aus. Jedenfalls bei der HanseMerkur, DKV und Central und soweit ich weiß, auch viele andere. Aber ich gebe dir recht, dass nicht alle eine Karte ausgeben, oder nur bei Abschluss bestimmer Tarife

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Ich würde die PKV so nicht wechseln. Einfach verschweigen kann sich negativ auf den gesamten Versicherungsschutz auswirken.

Warum willst du wechseln?

thekokyo 04.11.2015, 21:08

Ich habe meine Frage korrigiert - ich bin bereits bei der PKV versichert und das habe ich oben nicht ganz klar geschrieben. Der Wechsel wurde einfach aus finanzieller Sicht nötig. Mit den 50% Kosten, die ich ggü. der GKV spare, kann ich meine Familie unterstützen.

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Apolon 05.11.2015, 01:18
@thekokyo

Sorry - aber dies geht nach hinten los.

Der Basistarif bedeutet dann für dich den Höchstbetrag berechnet nach dem GKV-Satz. Und das mit schlechteren Leistungen !

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Wie sollte man eine CHRONISCHE Krankheit heilen!?? Im Vorfeld eines Vertragsabschlusses Behandlungskosten selbst zu tragen, hilft doch nur temporär.

Deinen "Versicherungsfritzen" solltest du in den Wind schiessen - und zwar sofort und achtkantig! Wer auf diese unsaubere Art Geschäfte macht, hat noch ganz andere Schoten auf Lager!

Apropos: Ich habe gar keine Versicherungskarte und komme mir kein bisschen schmierig damit vor... man zahlt einfach per Rechnung.


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